Charakter Sprüche – leben

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Das Wesen eines Volkes ist wie das Wesen einer einzelnen Person: Sein Charakter ist sein Schicksal.

Wassermann, Die Juden von Zirndorf, 1897

Solange der Mensch nicht gesprochen hat, bleiben seine Makel und Tugenden im Verborgenen.

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Er [Lessing] zeigte eine Möglichkeit deutschen Wesens, die ohne Nachfolge blieb; er beherrschte den Stoff, statt sich von ihm beherrschen zu lassen. Seine Bedeutung für die Nation liegt in seinem Widerspruch zu ihr. Innerhalb eines Volkes, dessen größte Gefahr der gemachte Charakter ist, war er ein echter Charakter.

Hofmannsthal, Essays, Reden, Vorträge. Gotthold Ephraim Lessing (Zum 22. Januar 1929)

Es lässt sich aber nicht gut verstehen, dass sich derjenige von der Begierde überwinden lässt, der durch Furcht nicht bezwungen wird, oder dass einer vom Genuss besiegt wird, der sich als von der Mühsal nicht zu bezwingen gezeigt hat.

Cicero, Von den Pflichten (De officiis), 44 v. Chr. Übers. Internet Originaltext: Non est autem consentaneum, qui metu non frangatur, eum frangi cupiditate, nec qui invictum se a labore praestiterit, vinci a voluptate

Es bedeutet viel, im Umgang mit Reichtum nicht verdorben zu werden.

Seneca, Briefe an Lucilius (Epistulae morales ad Lucilium), 62 n. Chr. 20. Brief. Übers. Internet Originaltext: Multum est non corrumpi divitiarum contubernio

Wachsen zu können ist Zeichen von Unvollkommenem.

Seneca, Briefe an Lucilius (Epistulae morales ad Lucilium), 62 n. Chr. 66. Brief. Übers. Internet Originaltext: Crescere posse imperfectae rei signum est

Es ist wichtiger, sich über Schwierigkeiten hinwegzusetzen als sich in glücklichen Umständen einzurichten.

Seneca, Briefe an Lucilius (Epistulae morales ad Lucilium), 62 n. Chr. 66. Brief. Übers. Internet Originaltext: Maius est enim difficilia perfringere quam laeta moderari

Gut sein bedeutet aber nicht, besser als die Schlechtesten zu sein.

Seneca, Briefe an Lucilius (Epistulae morales ad Lucilium), 62 n. Chr. 79. Brief. Übers. Internet Originaltext: Nec enim bonitas est pessimis esse meliorem.

Reichtum, Ehrenämter, Macht und alles, was unserer Meinung nach wertvoll, dem eigentlichen Wert nach jedoch ohne Wert ist, bringen uns vom rechten Weg ab.

Seneca, Briefe an Lucilius (Epistulae morales ad Lucilium), 62 n. Chr. 81. Brief. Übers. Internet Originaltext: Abstrahunt a recto divitiae, honores, potentia et cetera quae opinione nostra cara sunt, pretio suo vilia.

Wo auch immer du dich verbirgst, menschliche Übel umtosen dich.

Seneca, Briefe an Lucilius (Epistulae morales ad Lucilium), 62 n. Chr. 82. Brief. Übers. Internet Originaltext: Quacumque te abdideris, mala humana circumstrepent.

Der Charakter jedes einzelnen aber ist hinter vielen Schleiern der Vortäuschung verborgen und von ihnen verhüllt; die Stirn, die Augen und die Miene können mitunter lügen, am häufigsten jedoch lügt die Rede.

Cicero, Briefe. An seinen Bruder Quintus. Übers. Internet Originaltext: Multis enim simulationum involucris tegitur et quasi velis quibusdam obtenditur unius cuiusque natura; frons, oculi, vultus persaepe mentiuntur, oratio vero saepissime.

Ich versuche, mir die Umstände unterzuordnen und nicht mich den Umständen.

Horaz, Briefe (Epistolae). I, 1, 19. Übersetzung: Internet Originaltext: Mihi res, non me rebus subiungere conor.

In der Gesellschaft zeigt jeder einzelne Mensch nur ein Pröbchen, wie Krämer von Seiden- und Wollzeugen.

Hippel, Kreuz- und Querzüge des Ritters A bis Z, 1793-94

Ist der Weg lang, erkennt man die Stärke eines Pferdes; ist der Tag lang, sieht man den Charakter eines Menschen.

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Wie sehr ist zu fürchten, wer Sterben für Rettung hält.

Publilius Syrus, Sprüche (Sententiae), um 50 v. Chr. Übers. Internet Originaltext: Heu, quam est timendus, qui mori tutum putat

Neben der breiten Heerstraße zur Hölle laufen angenehme Seitenwegchen her. Auf ihnen gehen heißt "sich und andere studieren".

Cossmann, Aphorismen, 2. Auflage 1902 (EA: 1898). Moral

Das größte und edelste Opfer, das man jemandem bringen kann, ist, dass man ihm in Gegenwart seiner Feinde gerecht wird.

Peters, Aphorismen, 1931

Für den Wert des Menschen gibt es nur ein Maß: Charakter.

Seemann, Funken, 1940

Schönsein ist schön; das brauchst du selbst den Armen und Hässlichen gegenüber nicht zu leugnen; aber dass Gutsein mehr als Schönheit ist, sollst du den Mut haben, auch den Reichen und Schönen klar zu sagen.

Seemann, Funken, 1940

Jeder Turm muss verankert sein und jeder Charakter muss erprobt werden auf Verzichten-können und Verzichtet-haben.

Seemann, Funken, 1940

Die Unruhe und die Unzufriedenheit sind allen Menschen angeboren und sind die am schwersten auszurottenden Unvollkommenheiten, deshalb sind sie der Prüfstein für den Grad der Reife des Herzens.

Lüttwitz, Wo ist das Glück? Aphorismen, 1911