Charakter Sprüche – leben
258 Sprüche gefunden
So mancher sieht sich in der Welt verkannt, weil er die Welt verkennt.
Gold wird durch Feuer geprüft, der Mensch durch Gold.
Für menschliche Güte und menschliche Schlechtigkeit gibt es keine bestimmenden Grenzen. Spricht man von Gottinnigkeit, sollte man auch von Teufelsinnigkeit sprechen können. Es gibt beides.
Es gibt unbeugsame Charaktere, die nichts erschüttert – nichts, als der Verlust ihres Geldes.
Empedokles meinte, jeder habe zwei Dämonen, einen guten und bösen.
Jedem wird in diesem Spiel der Welt gerade die Rolle zugeteilt, die gerade die Verlockungen enthält, an denen er, je nach dem er widersteht oder unterliegt, erproben kann, was er wert ist. Vergiß nur nicht, daß du daran, wie du die Rolle spielst, nicht weltliche Macht zu zeigen hast, sondern deine Freiheit von der Welt.
Nur die Not zeigt den wahren Charakter.
Auch wenn die Schlange ins Bambusrohr kriecht, kann sie nur schwer ihre krumme Natur ändern.
Ausgepfiffen! Das Leben ist eine Komödie Und geht oft über den Spaß Und gleicht dann jener Tragödie, In der Einer den Andern fraß. Und wenn wir's auch nicht wollen, Wir kommen doch alle drin vor Und spielen die nötigen Rollen Vom Jean bis zum Heldentenor. Und wer mit seiner Visage Am besten zu gaunern gelernt, Erhält die nobelste Gage Und wird auch mitunter besternt. Ich studierte mir manche Falte Und trat vor das volle Haus, Doch blieb ich immer der Alte – Drum pfiff mich das Publikum aus!
Alle Veredlung des Menschen, die nur von außen kommt, ist wie die Blume, welche der Gärtner durch künstliche Befruchtung verschönert. Wie lange wird es währen, so fällt sie in ihre ursprüngliche Art zurück?
Nach edleren Charakteren muss man im Leben tief graben, wie nach reinem Golde. Sie hängen nicht da, wie das lose Gras am Abhang der Berge, das jeder vorübergehende Bock beliebig abfressen kann.
Sei du! Sei gar nichts anderes, nichts Hohes, nichts Tiefes, nichts Glänzendes und nichts Scheinendes, sei nur du selbst!
Je länger man lebt, desto höher steigt uns der Wert der Charaktere im Verhältnis zu den Talenten.
Eines Menschen leidige Dornen, die bei Gelegenheit hervortreten, verletzen den Eigner derselben wohl am meisten.
Schicksale von Völkern und Staaten, Richtungen von ganzen Zivilisationen können daran hangen, daß ein außerordentlicher Mensch gewisse Seelenspannungen und Anstrengungen ersten Ranges in gewissen Zeiten aushalten könne.
Stille den Durst, üb' die Geduld und lasse den Hochmut. Sündiger Freude fröhne nicht. Sprich die Wahrheit; gehe den Pfad des Rechts, und an die Wissenschaft gewöhne dich. Wer's verdient, den ehre. Liebe selbst den Feind und schätze gering die eigene Kraft. Guten Namen schütze. Kummer bringe Linderung: das ist's, was der Edle schafft!
Sei künftig auf der Lebensreise, Wie hier in diesem Buch Die vollgeschrieb'nen Blätter, weise, Doch berg' es vor der Menge klug, Durch Thaten nur, nicht durch Sentenzen, Such' mild wie Mondenlicht zu glänzen, Moral'sche Schwätzer gibt's genug!
Der Charakter eines Menschen lässt sich leicht daran erkennen, wie er mit Leuten umgeht, die nichts für ihn tun können.
Das griechische Wort "Charakter" heißt soviel als Gepräge. Der Charakter gibt nämlich dem Geistesleben des Menschen und seinem Handeln ein bestimmtes Gepräge oder eine ausgeprägte Bestimmtheit und Festigkeit, und zwar im guten Sinne.
Höhere Natur Wird im quälenden Hunger der Löw' am Grase sich laben? So auch ein hohes Gemüt sinke nie unter sich selbst.
Der Charakter ist den Menschen ihr guter Dämon, welchen auch ihr schlechter.