Charakter Sprüche – leben

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Nicht immer ist der Charakter des Menschen verläßlich. Zuweilen ist er stark, aber nicht ganz und jederzeit.

Martin, Ein Buch der Weisheit und Wahrheit, 1868

Im Beginn ihres Daseins können selbst die stolzesten und tapfersten Charaktere nicht immer der Entmutigung entgehen.

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Die Größe der Charaktere steigert auch die Größe der Situationen.

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Laß, bei gutem Bewußtsein, die Unverständigen schreien, und verfolge getrost deinen Weg! Das Beste ist noch überall gekreuzigt worden.

Coutelle (Hg.), Pharus am Meere des Lebens. Anthologie für Geist und Herz, hg. von Carl Coutelle [I. Ausgabe], 4., sehr verbesserte und vermehrte Auflage 1858 (EA: 1833)

Der wahre Charakter eines Mannes ist an seinen Vergnügungen zu erkennen.

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Jeder Mensch hat ein wildes Tier in sich; nur wenige wissen es zu zähmen, die meisten lassen ihm den Zügel schießen, sobald die Furcht vor den Gesetzen sie nicht zurückhält.

Friedrich II. (der Große), Briefe. An Voltaire, am 31. Oktober 1760

Ein Mensch von bösem Charakter ist in der Hand eines Feindes gefangen, und wo er auch hingeht, kann er sich aus den Klauen seiner Pein nicht losmachen.

Saadi, Rosengarten (Golestan, auch Gulistan), um 1259. Übersetzt von Karl Heinrich Graf, 1846

Die Manifestationen des Willens im Ich machen den Charakter aus.

Luck, Stimmen der Stille. Aphorismen, 1919

Solange du noch lebst, solange du noch kannst, sei ein rechtschaffener Mensch.

Marc Aurel, Selbstbetrachtungen (Τὰ εἰς ἑαυτόν), entstanden vermutlich 170-180 n. Chr. 4,17. Übersetzt von Albert Wittstock, 1879

Der Mensch lebt durch Geradheit. Ohne sie lebt er nur von glücklichen Umständen und rechtzeitigem Ausweichen.

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Das Leben bildet den Charakter, die Schule gibt nur das Wissen, und weil man die Schule vergöttert, leidet man jetzt an dem schweren Übel, daß man wohl allerlei Wissen hat, aber schrecklichen Mangel an Charakter.

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Wir sind die Männer einer Übergangszeit, und darin liegt unsere Aufgabe, das auch sein zu wollen.

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Je leichter der Mensch ist, desto tiefer kann er sinken.

Fliegende Blätter, humoristische deutsche Wochenschrift, 1845-1944

Jede Gabe ist ein Geschenk Gottes, der Charakter aber ein Produkt der eigenen Seele, weshalb Gaben entzücken, Charaktere aber geliebt werden.

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Seid doch, was ihr seid, und die Hefe wird schon vor euch niedersinken!

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Wer den Schein mehr fürchtet, als er die Wahrheit liebt, nenne sich keinen Charakter!

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Der Schwächling schiebt die Verantwortung für alle Fehler und Vergehen auf seine Umgebung, aus der er hervorgegangen ist. Der Starke nimmt sie auf sich selbst.

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Ein ausgeglichener Charakter entstand selten auf ausgeglichenen Wegen.

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Der Charakter ist für den Menschen viel entscheidender als Reichtum des Geistes.

Burckhardt, J., Briefe. An Albert Brenner, 21. Februar 1856

Es sind nicht die Schlechtesten, die das Heil mit Schmerzen erringen, und nicht jeder kann gleich an des Heilands Brust ruhen wie Johannes; es geht mancher erst den Weg des Petrus, und doch war es Petrus, auf den der Herr seine Kirche gründete.

Hesekiel, Eine brandenburgische Hofjungfer. Historischer Roman aus Joachim Nestor's Tagen, 3 Bde., 1868

Das größte Elend ist, kein Elend tragen können.

Simrock (Hg.), Die deutschen Sprichwörter (= Die deutschen Volksbücher, Bd. 5), 1846