Charakter Sprüche – leben
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Wen Glück und Unglück nicht auf die Probe gestellt haben, der stirbt wie ein Reichssoldat, der nie den Feind gesehen hat.
Wenn man einerseits die menschliche Natur nicht verleumden soll, so ist es doch andrerseits nicht minder unrecht, sie mit Gewalt idealistischer zu finden, als sie ist.
Ein Charakter ist ein Fels, an welchem gestrandete Schiffer landen, und anstürmende scheitern.
Die ausgeprägtesten Charaktere sind zuweilen das Produkt unzähliger kleiner Zufälligkeiten.
Der Leute Wesen ist nicht an ihrem Äußeren zu lesen.
In großen Situationen entscheidet Charakter mehr als Geist und Wissen.
Jede Not ist ein Maßstab für den Charakter der Männer und mithin für die Verfassung, die für sie taugt.
Wärst du so klug, die kleinen Plagen des Lebens willig auszustehn, so würdest du dich nicht so oft genötigt sehn, die größern Übel zu ertragen.
Der Mensch erleidet nicht so viel durch das, was ihm zustößt, als durch die Art, wie er dieses Geschehen hinnimmt.
Der Fehler der Menschen ist, daß sie ihre eigenen Fehler liegen lassen und auf anderer Leute Fehler Unkraut jäten, daß sie Schweres von andern verlangen und sich selbst nur Geringes zumuten.
Man kann einen Menschen aus dem Sumpf ziehen, aber man kann den Sumpf nicht aus den Menschen ziehen.
Ob jemand sich bewährt, hängt nicht nur von seinem Tun, sondern auch von seinen Absichten ab.
Es kann einer sehr ernsthaft aussehen und sein Herz ist doch voll Arglist. Er schlägt die Augen nieder und stellt sich taub; und wenn du nicht auf ihn Acht gibst, so wird er dich übervorteilen. Und wenn er auch zu schwach ist, um dir zu schaden, so wird er's doch tun, wenn er seine Zeit gekommen sieht.
Es ist ebenso schwer, einen eitlen Menschen zu finden, der sein Glück groß genug glaubte, wie einen bescheidenen, der sein Mißgeschick für unerträglich hielte.
Charakter haben heißt überwinden, am rechten Ort widerstehen, am rechten Ort zugreifen.
Dies sei mein Leben: mir nichts zu vergeben, kein Wesen zu scheuen, kein Ding zu bereuen!
Charakter eines Menschen – seine gebändigte, zugehauene, zugeschliffene oder seine wild wuchernde Natur.
Der Charakter des Menschen wächst sich entweder zur Nutzpflanze oder zum Unkraut aus, deswegen muß man hier rechtzeitig gießen, dort ausrotten.
Wer mit Ungeheuern kämpft, mag zusehen, dass er nicht dabei zum Ungeheuer wird.
Hat man Charakter, so hat man auch sein typisches Erlebnis, das immer wiederkommt.
Wenn du einen wundervollen Menschen triffst, so mach dir Gedanken darüber, ob du ihm gleich werden kannst. Wenn du einen minderwertigen triffst, so geh in dich und prüfe, ob du ihm nicht gleichst.