Charakter Sprüche – sinn

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Es gibt drei Arten des menschlichen Charakters: Der Philosoph, der Ehrgeizige und der Habsüchtige.

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Was der Mensch im Laufe seines Lebens wirkt, hängt doch mehr von seinem Charakter ab als von dem Reichtume seines Wissens.

Baer, Nachrichten über Leben und Schriften des Herrn Geheimrathes Dr. Karl Ernst v. Baer, mitgetheilt von ihm selbst, 1865

Charaktere ohne Handlungen sind lahm, Handlungen ohne Charaktere blind.

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Die Geschichte eines Menschen ist sein Charakter.

Goethe, Wilhelm Meisters Lehrjahre, 1795/6. 7. Buch, 5. Kap., Therese zu Wilhelm

Tugendfeste Männer nannte er [Diogenes von Sinope] Ebenbilder der Götter, die Liebe eine Beschäftigung für Müßiggänger.

Diogenes Laertius, Leben und Meinungen berühmter Philosophen. VI, 51. Übersetzt von Otto Apelt (1921)

Der nichts wert ist, kann auch nichts wollen.

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Charakter ist Verwirklichung derIdee, der inneren Form, deseinmaligenSo-Seins jedes Einzelwesens.

Spengler, Urfragen. Fragmente aus dem Nachlaß, unter Mitwirkung von Manfred Schröter hg. von Anton Mirko Koktanek, C. H. Beck 1965

Wert oder Unwert eines Menschen tritt immer erst zutage, wenn ihm Opfer abverlangt werden.

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Die verkommenste Existenz ist die eines Menschen, der nicht die Berechtigung hat, ein Schandfleck seiner Familie und ein Auswurf der Gesellschaft zu sein.

Kraus, Sprüche und Widersprüche, 4. Auflage 1924 (EA: 1909). III. Mensch und Nebenmensch

Ausgepfiffen! Das Leben ist eine Komödie Und geht oft über den Spaß Und gleicht dann jener Tragödie, In der Einer den Andern fraß. Und wenn wir's auch nicht wollen, Wir kommen doch alle drin vor Und spielen die nötigen Rollen Vom Jean bis zum Heldentenor. Und wer mit seiner Visage Am besten zu gaunern gelernt, Erhält die nobelste Gage Und wird auch mitunter besternt. Ich studierte mir manche Falte Und trat vor das volle Haus, Doch blieb ich immer der Alte – Drum pfiff mich das Publikum aus!

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Dem Seelenlosen ist alles seelenlos.

Luck, Stimmen der Stille. Aphorismen, 1919

Ein Mensch, der kein beständiges Principium seiner Handlungen, mithin keine Einförmigkeit hat, hat keinen Charakter.

Erdmann (Hg.), Reflexionen Kants zur Anthropologie. Aus Kants handschriftlichen Aufzeichnungen (= Reflexionen Kants zur kritischen Philosophie, Band 1), hg. von Benno Erdmann, 1882

Sei künftig auf der Lebensreise, Wie hier in diesem Buch Die vollgeschrieb'nen Blätter, weise, Doch berg' es vor der Menge klug, Durch Thaten nur, nicht durch Sentenzen, Such' mild wie Mondenlicht zu glänzen, Moral'sche Schwätzer gibt's genug!

Album- und Gedenksprüche. Eine Aehrenlese, C. Daberkow's Verlag, Wien 1893

Das griechische Wort "Charakter" heißt soviel als Gepräge. Der Charakter gibt nämlich dem Geistesleben des Menschen und seinem Handeln ein bestimmtes Gepräge oder eine ausgeprägte Bestimmtheit und Festigkeit, und zwar im guten Sinne.

Fischer, Ich will! Ein Buch über Selbsterziehung des Willens und Veredelung des Herzens, 1920

Doch diese Verderbtheit war ja nicht ohne Nutzen. Alle meine sittlichen Forderungen sind aus ihr erwachsen.

Tolstoi, Tagebücher. 1894

Das Wesen eines Volkes ist wie das Wesen einer einzelnen Person: Sein Charakter ist sein Schicksal.

Wassermann, Die Juden von Zirndorf, 1897

Er [Lessing] zeigte eine Möglichkeit deutschen Wesens, die ohne Nachfolge blieb; er beherrschte den Stoff, statt sich von ihm beherrschen zu lassen. Seine Bedeutung für die Nation liegt in seinem Widerspruch zu ihr. Innerhalb eines Volkes, dessen größte Gefahr der gemachte Charakter ist, war er ein echter Charakter.

Hofmannsthal, Essays, Reden, Vorträge. Gotthold Ephraim Lessing (Zum 22. Januar 1929)

Was wertlos ist, halte für teuer, was teuer ist für wertlos: Auf diese Weise wirst du niemandem als gierig oder geizig bekannt.

Pseudo-Cato, Disticha Catonis. 1.29. Übers. Internet Originaltext: Quod vile est carum, quod carum vile putato: sic tu nec cupidus nec avarus nosceris ulli

Ein kostbares Gefäß nützt dem wertlosen Inhalt nichts.

Ossenbach, Jenseits der Einsamkeit, 1927

Für den Wert des Menschen gibt es nur ein Maß: Charakter.

Seemann, Funken, 1940

Das Leben drückt jedem seine Prägung auf, und was wir lieben, das werden wir sein.

Steinmüller, Die Rhapsodien vom verlorenen Königreich, o.J. (um 1920)