Charakter Sprüche – sprichwort

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Der Verdorb'ne haßt den Unverdorb'nen Und jeder Schuld'ge ist der Unschuld Feind.

Körner, Hedwig. Drama, 1812

Denn es sei ja Brauch des Menschen, daß er Gefallene gern noch tiefer stößt.

Aischylos, Agamemnon (Erster Teil der Orestie), 458 v. Chr

Wenn er auch ein Schwein ist, so ist er doch ein Mensch.

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Jeder hat seine eigene Art, Fliegen zu töten.

Oesch (Hg.), Spanische Sprichwörter, ausgewählt und gesammelt von Will A. Oesch, Zürich 1945

Diebe untereinander sind niemals Schurken.

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Wer als Pfennig geprägt wurde, wird niemals ein Schilling.

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Man lobt die Rechtschaffenheit, – und läßt sie frieren.

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Wenn die Leute heutzutage einmal auf einen Charakter treffen, glauben sie gleich, es mit einem Sonderling zu tun zu haben.

Fliegende Blätter, humoristische deutsche Wochenschrift, 1845-1944

Allgemein gefallen, heißt vielen gleichen, mißfallen: eigen sein.

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Dagegen ist gewiß, daß noch jetzt jeder, der etwas Rechtes will und kann, in der Regel auch ein anständiger und wohlwollender Gesell ist, der nach getaner Arbeit sein kluges Pfeifchen in Ruhe zu rauchen versteht und nicht immer von bösen Mücken geplagt ist.

Keller, G., Autobiographie von 1876

Charakter haben und deutsch sein, ist ohne Zweifel gleichbedeutend.

Fichte, Reden an die deutsche Nation, 1808. 12. Rede: Über die Mittel, uns bis zur Erreichung unsers Hauptzwecks aufrecht zu erhalten

Mit einem Stock trifft man wohl den Knochen, aber nicht den Charakter.

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Ein jeder Mensch soll streben, stets so klar dazustehen, daß auch nicht der Hauch eines Mißtrauens oder Argwohns ihn berühren kann, vornehmlich gilt dies für Frauen.

Verena, Über Alles die Pflicht. Roman, 1870

Wir haben alle eine tigerartige Anlage, so wie wir eine himmlische haben, und wenn die tigerartige nicht geweckt wird, so meinen wir, sie sei gar nicht da!

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Vornehme Naturen sind schlechte Geschäftsleute.

Balzac, Verlorene Illusionen (Illusions perdues), 1837-43 (dt. 1846)

Denn manchen edlen Stammes ist ein Bösewicht.

Euripides, Elektra, ca. 413 v. Chr

Als Bester gelte, der am wenigsten schlimm ist!

Seneca, Von der Gemütsruhe (De tranquillitate animi), etwa 53-54 n. Chr. 7. Kapitel. Übers. Otto Apelt (1923) Originaltext: Pro optimo est minime malus

So sind viele: Den Glücklichen hassen sie, und den Unglücklichen verachten sie.

Weiß, So seid Ihr! Zweite Folge, 1909

Charakteristisch für einen Menschen ist das, was ihm selbstverständlich ist.

Tucholsky, Werke 1907-1935. Die Glaubenssätze der Bourgeoisie, in: Die Weltbühne, 2.10.1928, Nr. 40 (Peter Panter), wieder in: Das Lächeln der Mona Lisa, 1928, auch unter dem Titel: Zehn Glaubenssätze

Du bist, wie du warst.

Lessing, Nathan der Weise, 1779; uraufgeführt 1783. 2. Akt, 1. Auftritt, Nathan

Die Lumpen, denen man es nicht ansieht, sind die größten.

Sirius, Tausend und Ein Gedanken, 1899