Charakter Sprüche – tiefgründig

148 Sprüche gefunden

Aktive Filter: Charakter tiefgründig

Ich kann mir von einem Menschen kein Bild machen, bevor nicht auch ein paar seiner Irrtümer kenne. Gerade in den Fehlern, die wir begehen, verrät sich unser wahrer Charakter.

Internet

Bei den Menschen ist es wie bei einer Nuß, nicht auf die Schale muß man achten, sondern auf den Kern.

Internet

Du kannst nicht spielen mit dem Tier in dir, ohne ganz Tier zu werden, nicht mit der Lüge, ohne das Recht zur Wahrheit einzubüßen, nicht mit der Grausamkeit, ohne die Zartheit des Geistes zu verlieren. Wer seinen Garten reinhalten will, darf keinen Fleck dem Unkraut überlassen.

Internet

Man kann sechzig Jahre alt geworden sein, ohne zu ahnen, was ein Charakter ist. Nichts ist verborgener als die Dinge, die wir beständig im Munde führen.

Internet

Alle unsere Eigenschaften sind unentschieden und zweideutig, im Guten wie im Bösen, und fast alle werden von der Gelegenheit geformt.

Rochefoucauld, Reflexionen und moralische Sentenzen (Réflexions ou sentences et maximes morales), 1665, endgültige Fassung 1678

Haarspalterei zersetzt den Charakter eines Menschen. Ein Mensch, der in kleinen Dingen nicht großzügig sein kann, dem kann man keine wichtigen Aufgaben anvertrauen.

Internet

Er war ein Mensch und Künstler von skrupulösem Gewissen, daß er auch dort noch wachsam blieb, wo die anderen, die Tauben, sich bereits sicher fühlten.

Internet

Die ausgeprägtesten Charaktere sind zuweilen das Produkt unzähliger kleiner Zufälligkeiten.

Internet

Der Leute Wesen ist nicht an ihrem Äußeren zu lesen.

Internet

Der Charakter ist der größte Multiplikator menschlicher Fähigkeiten.

Fischer, Akademische Reden, 1862

Feinheit des Ausdrucks ist verschieden von Feinheit der Gesinnung.

Jean Paul, Bemerkungen über uns närrische Menschen, 1783-99. Februar 1793

Wer unsre idealen Eigenschaften finden will, braucht mehr als Scharfsinn: Erfindung.

Wertheimer, Aphorismen. Gedanken und Meinungen, 1896

Es kann einer sehr ernsthaft aussehen und sein Herz ist doch voll Arglist. Er schlägt die Augen nieder und stellt sich taub; und wenn du nicht auf ihn Acht gibst, so wird er dich übervorteilen. Und wenn er auch zu schwach ist, um dir zu schaden, so wird er's doch tun, wenn er seine Zeit gekommen sieht.

Altes Testament. Das Buch Jesus Sirach (#Sir 19,23-25)

Um die unangenehmen Folgen der eigenen Torheit wirklich seiner Torheit und nicht seinem Charakter zur Last zu legen — dazu gehört mehr Charakter als die Meisten haben.

Nietzsche, F., Nachgelassene Fragmente. November 1882 – Februar 1883

Mancher Charakter ist lange nicht zu verstehen, aber da braucht der Mensch nur einmal aus ganzem Herzen zu lachen, und sein Charakter liegt offen vor einem wie auf der Handfläche.

Dostojewski, Der Jüngling (auch: Ein grüner Junge), 1876

Der Meißel tut weh, der aus dem empfindsamen Block den Gott herausschlägt: Je weiter aber der Stahl in seiner Arbeit vorgeschritten ist, desto stiller hält der Marmor, der sich schon über die aus der Natur entstehende Geistesgestalt freut.

Internet

Perlen, die im Brausen des Sturms und unter dem Krachen des Donners entstehen, sind hohl und haben nur eine schöne Schale, aber keinen Kern.

Internet

Der Charakter gilt erst in räumlicher und zeitlicher Entfernung, selten bei seiner Umgebung.

Kühnel (Hg.), Zitaten-Handbuch. Worte und Weisheit aus vier Jahrtausenden, hg. von Joseph Kühnel, 1937

Ein edler Mensch bringt einfache Leute wegen ihrer Reden in Verlegenheit.

Anonym, Das Buch der Riten, Sitten und Gebräuche (Li Gi, bzw. Lǐjì), wird Konfuzius zugeschrieben, entstand aber erst nach dessen Tod, Teile der Schrift werden auf seine Schüler zurückgeführt, 2. Jhdt. v. Chr.

Wie die süßeste Frucht zuweilen eine rauhe Schale hat, so verbirgt sich oft eine freundliche und herzliche Natur unter einem rauhen Äußeren.

Internet

Ich frage mich oft, welches der wünschenswertere Typus von beiden ist: der mehr geistige Mensch, für den es nichts Abstoßenderes gibt, als das Uninteressante, oder der mehr gemütliche, für den es schlechtweg nur Anziehendes und Abstoßendes gibt.

Morgenstern, Stufen. Eine Entwicklung in Aphorismen und Tagebuch-Notizen, 1918 (posthum). 1906