Charakter Sprüche – tiefgründig

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Erfindungsreicher als Wahrheit, Freiheit und Liebe sind Heuchelei, Unterwürfigkeit und Furcht.

Plinius der Jüngere, Lobrede auf den Kaiser Traian (Panegyricus). Übers. Internet Originaltext: Ingeniosior est enim ad excogitandum simulatio veritate, servitus libertate, metus amore

Es ist aufrichtiger, offen zu hassen, als seine Gedanken hinter der Stirn zu verbergen.

Cicero, Laelius über die Freundschaft (Laelius de amicitia), 45/44 v. Chr. XVIII, 65. Übers. Internet Originaltext: Aperte [...] odisse magis ingenui est quam fronte occultare sententiam

Der Charakter jedes einzelnen aber ist hinter vielen Schleiern der Vortäuschung verborgen und von ihnen verhüllt; die Stirn, die Augen und die Miene können mitunter lügen, am häufigsten jedoch lügt die Rede.

Cicero, Briefe. An seinen Bruder Quintus. Übers. Internet Originaltext: Multis enim simulationum involucris tegitur et quasi velis quibusdam obtenditur unius cuiusque natura; frons, oculi, vultus persaepe mentiuntur, oratio vero saepissime.

Beurteile die Menschen nicht allzu sehr nach ihren höflichen Worten: Süß klingt die Flöte, will der Vogelfänger seine Beute täuschen.

Pseudo-Cato, Disticha Catonis. 1.27. Übers. Internet Originaltext: Noli homines blando nimium sermone probare: fistula dulce canit, volucrem dum decipit auceps

Man liest keine Feigen von Dornhecken.

Simrock (Hg.), Die deutschen Sprichwörter (= Die deutschen Volksbücher, Bd. 5), 1846

Gewöhnlich gilt der Bescheidene als verschlossen und der Schweigsame als bitter.

Horaz, Briefe (Epistolae). I, 18, 94-95. Übersetzung: Internet Originaltext: Plerumque modestus occupat obscuri speciem, taciturnus acerbi.

Unklarheit ist eine Eigenschaft, die durchaus nicht zu einem Stoff an sich gehört.

Poe, Gesammelte Werke, 6 Bde., hg. von Franz Blei, München 1922. Bd. I: Heureka. Ein Gedicht in Prosa. Übers. M. von Baudissin

Die Charaktereigenschaften, welche man die analytischen nennt, sind selbst einer Analyse nur wenig zugänglich.

Poe, Gesammelte Werke, 6 Bde., hg. von Franz Blei, München 1922. Bd. IV: Der Mord in der Rue Morgue. Übers. H. Kauders

Nicht gut riecht, wer stets gut riecht.

Martial, Epigramme, um 101 n. Chr. 2,12 Übers. Internet Originaltext: Non bene olet, qui bene semper olet.

Es ist ein Vorrecht flacher Seelen, daß bei ihnen so vieles im Sande verlaufen kann.

Waldersee, Späne aus stiller Werkstatt. Aphorismen, 1908

Willst Du dem Charakter eines Menschen gerecht werden, so beurteile ihn nicht nach einem einzelnen hervorstehenden Zuge oder einer einzelnen auffallenden Handlung, sondern prüfe den ganzen Menschen in allen seinen Zügen und Handlungen und ziehe daraus Dein Fazit, denn kein Mensch ist nur gut oder nur schlecht.

Verworn, Aphorismen, 1922

Bei klaren Wassern unterschätzt man die Tiefe.

Cossmann, Aphorismen, 2. Auflage 1902 (EA: 1898). Menschen, Leben und Welt

Stille Wasser sind tief – doch darf man ja nicht glauben, dass sturmbewegte seicht sind.

Peters, Aphorismen, 1931

Viele hohe Tiere sind niedrige Menschen.

Peters, Aphorismen, 1931

Will viel in dich hinein: Reines – Gemeines. Kannst nur für eines Wohnung sein. Wen lässt du ein ...?

Seemann, Funken, 1940

Charakter ist seltener als Verstand.

Karl von Österreich-Teschen, Aphorismen, 1893

Herrschsucht und Geiz sind Leidenschaften, welche nach Maß ihrer Befriedigung fortwährend zunehmen und am schwersten aufzuhalten und zu heilen sind, weil ihnen nicht sobald der Ekel entgegenkommt.

Karl von Österreich-Teschen, Aphorismen, 1893

Die Augen der Menschen sind trügerisch und verstellungsfähig, und man kann höchstens im Lachen und in der Handschrift den Charakter der Menschen erkennen.

Lüttwitz, Wo ist das Glück? Aphorismen, 1911

Jedes Ding hat seinen Mantel und Kern, Schein und Wesen, Maske und Wahrheit.

Marc, Die 100 Aphorismen: Das zweite Gesicht, 1915

Sage mir deine Superlative und ich sage dir, wer du bist.

Engel, Herr Adam und Frau Eva. Neue Folge, 1924

Wer lotet nach Tiefen, wo er schlechten Grund vermutet?

Steinmüller, Alltägliches im Licht, 1923