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Charakter Sprüche – zeit
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Den Himmel, nicht die Gesinnung ändert, wer über das Meer eilt.
Horaz, Briefe (Epistolae). I, 11, 27. Übersetzung: Internet
Originaltext: Caelum, non animum mutant, qui trans mare currunt.
Wenn ein Mensch verdorben wird, geschieht es in der Regel stufenweise.
Poe, Gesammelte Werke, 6 Bde., hg. von Franz Blei, München 1922. Bd. IV: William Wilson. Übers. J. von der Goltz
Ein Mangel der Jugend ist es, sein Ungestüm nicht beherrschen zu können.
Seneca, Die Troerinnen (Troades). V. 250. Übers. Internet
Originaltext: Iuvenile vitium est regere non posse impetum
Es ist ein Vorrecht flacher Seelen, daß bei ihnen so vieles im Sande verlaufen kann.
Waldersee, Späne aus stiller Werkstatt. Aphorismen, 1908
Säe was du willst, es sieht dir immer ähnlich.
Weber-Brauns, Satiren, Aphorismen und Nachdenkliches, 1919
Ein kostbares Gefäß nützt dem wertlosen Inhalt nichts.
Ossenbach, Jenseits der Einsamkeit, 1927
Es ist mit dem Menschenleben wie mit einem weißen Tuche: die erste Farbe, in die es getaucht wird, gibt den Grundton.
Keiter, Aphorismen von M. Herbert (i. e. Therese Keiter), 2. Auflage 1904 (EA: 1895)
Jedes Ding hat seinen Mantel und Kern, Schein und Wesen, Maske und Wahrheit.
Marc, Die 100 Aphorismen: Das zweite Gesicht, 1915