Charakter Sprüche – zeit

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Die Wüste wächst: Weh dem, der Wüsten birgt!

Nietzsche, Also sprach Zarathustra. Ein Buch für Alle und Keinen, 1883-1885 (1. vollständige Ausgabe aller Teile 1892). Vierter und letzter Teil, 1885. Unter Töchtern der Wüste

Man sieht, es bessert doch nicht Elend, Reu' noch Zeit; Einmal ein Lumpenhund, er bleibt's in Ewigkeit.

Goethe, Die Mitschuldigen, entstanden 1768/69. 1. Aufzug, 1. Szene, Wirt zu Sophie

Es gibt Leute, die heute Sozialisten und Rebellen sind und morgen Verwaltungsräte. Die sind Personifikationen der Seelenwanderung.

Hebbel, Tagebücher. Nach der historisch-kritischen Ausgabe von R. M. Werner, 4 Bde., 1903-04. 1857

Wer die Kleider gewechselt hat, hat noch nicht den Menschen gewechselt.

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Das Abfaulen und Abdorren des Menschen, an dem nichts mehr Mensch ist, ist entsetzlich.

Pestalozzi, Lienhard und Gertrud, 4 Bde., 1781-87

Viele Charaktere sind nichts als ein Mosaik von Stimmungen; mit der Zeit bröckeln sie leicht ab.

Auerbach, Tausend Gedanken des Collaborators. Aphorismen, 1875

Wie wir sind, so wird uns geschehen.

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Sturmwilder Graus Brach in die Tannenhallen: Riesen sind gefallen, Riesen hielten aus. Sturm muß sein, Brich ihn, sonst mußt du liegen! Und willst du kühn dich wiegen, Wachs' ins Gestürm hinein!

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Das nur ist eine kraftvolle Zeit, in der das Handeln aus dem Charakter hervorgeht; totgeschlagen haben sich die Menschen immer.

Mohr, Gedanken über Leben und Kunst, 2. vermehrte Auflage 1885 (EA: 1879)

Ausgepfiffen! Das Leben ist eine Komödie Und geht oft über den Spaß Und gleicht dann jener Tragödie, In der Einer den Andern fraß. Und wenn wir's auch nicht wollen, Wir kommen doch alle drin vor Und spielen die nötigen Rollen Vom Jean bis zum Heldentenor. Und wer mit seiner Visage Am besten zu gaunern gelernt, Erhält die nobelste Gage Und wird auch mitunter besternt. Ich studierte mir manche Falte Und trat vor das volle Haus, Doch blieb ich immer der Alte – Drum pfiff mich das Publikum aus!

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Der Charakter verhält sich zum Schönen wie das Skelett zum lebendigen Menschen.

Goethe, J. W., Theoretische Schriften. Der Sammler und die Seinigen, 1799, 5. Brief

Alle Veredlung des Menschen, die nur von außen kommt, ist wie die Blume, welche der Gärtner durch künstliche Befruchtung verschönert. Wie lange wird es währen, so fällt sie in ihre ursprüngliche Art zurück?

Eyth, Bilder ohne Rahmen. Aus den Papieren einer Unbekannten mitgetheilt – nicht von ihr selbst, 8. Auflage 1894 (EA: 1852) (anonym)

Die „Geister“ unter der Menschheit bereiten die Zeit vor, aber die Charaktere führen sie aus.

Eyth, Bilder ohne Rahmen. Aus den Papieren einer Unbekannten mitgetheilt – nicht von ihr selbst, 8. Auflage 1894 (EA: 1852) (anonym)

Dem Seelenlosen ist alles seelenlos.

Luck, Stimmen der Stille. Aphorismen, 1919

Jeder Charakter, so eigentümlich er sein möge, und jedes Darzustellende, vom Stein herauf bis zum Menschen, hat Allgemeinheit; denn alles wiederholt sich, und es gibt kein Ding in der Welt, das nur einmal da wäre.

Goethe, J. W., Gespräche. Mit Johann Peter Eckermann, 29. Oktober 1823

Es ist übel in der Welt eingerichtet, daß auch die größten Künstler nur zeitweise ihr ganzes Genie zur Verfügung haben, daß sich aber auch die kleinsten Schurken im ununterbrochenen Besitz ihres Charakters befinden.

Schnitzler, Buch der Sprüche und Bedenken. Aphorismen und Fragmente, 1927

Wenn man älter wird, nimmt der Verstand ab und man bleibt allein übrig. Wenn der schlecht ist, dann wird man gemieden.

Sylva, Vom Amboß, 1890

Der Verlauf eines Jahres verändert den Charakter eines Menschen oft erheblich.

Plinius der Jüngere, Lobrede auf den Kaiser Traian (Panegyricus). Übers. Internet Originaltext: Multum in commutandis moribus hominum medius annus valet

Die Zeit der Muße verrät uns.

Plinius der Jüngere, Lobrede auf den Kaiser Traian (Panegyricus). Übers. Internet Originaltext: Otio prodimur

Wer aber von der Wankelmütigkeit der unkundigen Menge abhängt, darf nicht zu den bedeutenden Männern gezählt werden.

Cicero, Von den Pflichten (De officiis), 44 v. Chr. Übers. Internet Originaltext: Etenim qui ex errore imperitae multitudinis pendet, hic in magnis viris non est habendus

Wachsen zu können ist Zeichen von Unvollkommenem.

Seneca, Briefe an Lucilius (Epistulae morales ad Lucilium), 62 n. Chr. 66. Brief. Übers. Internet Originaltext: Crescere posse imperfectae rei signum est