Charakter Sprüche – zeit
92 Sprüche gefunden
Die Wüste wächst: Weh dem, der Wüsten birgt!
Man sieht, es bessert doch nicht Elend, Reu' noch Zeit; Einmal ein Lumpenhund, er bleibt's in Ewigkeit.
Es gibt Leute, die heute Sozialisten und Rebellen sind und morgen Verwaltungsräte. Die sind Personifikationen der Seelenwanderung.
Wer die Kleider gewechselt hat, hat noch nicht den Menschen gewechselt.
Das Abfaulen und Abdorren des Menschen, an dem nichts mehr Mensch ist, ist entsetzlich.
Viele Charaktere sind nichts als ein Mosaik von Stimmungen; mit der Zeit bröckeln sie leicht ab.
Wie wir sind, so wird uns geschehen.
Sturmwilder Graus Brach in die Tannenhallen: Riesen sind gefallen, Riesen hielten aus. Sturm muß sein, Brich ihn, sonst mußt du liegen! Und willst du kühn dich wiegen, Wachs' ins Gestürm hinein!
Das nur ist eine kraftvolle Zeit, in der das Handeln aus dem Charakter hervorgeht; totgeschlagen haben sich die Menschen immer.
Ausgepfiffen! Das Leben ist eine Komödie Und geht oft über den Spaß Und gleicht dann jener Tragödie, In der Einer den Andern fraß. Und wenn wir's auch nicht wollen, Wir kommen doch alle drin vor Und spielen die nötigen Rollen Vom Jean bis zum Heldentenor. Und wer mit seiner Visage Am besten zu gaunern gelernt, Erhält die nobelste Gage Und wird auch mitunter besternt. Ich studierte mir manche Falte Und trat vor das volle Haus, Doch blieb ich immer der Alte – Drum pfiff mich das Publikum aus!
Der Charakter verhält sich zum Schönen wie das Skelett zum lebendigen Menschen.
Alle Veredlung des Menschen, die nur von außen kommt, ist wie die Blume, welche der Gärtner durch künstliche Befruchtung verschönert. Wie lange wird es währen, so fällt sie in ihre ursprüngliche Art zurück?
Die „Geister“ unter der Menschheit bereiten die Zeit vor, aber die Charaktere führen sie aus.
Dem Seelenlosen ist alles seelenlos.
Jeder Charakter, so eigentümlich er sein möge, und jedes Darzustellende, vom Stein herauf bis zum Menschen, hat Allgemeinheit; denn alles wiederholt sich, und es gibt kein Ding in der Welt, das nur einmal da wäre.
Es ist übel in der Welt eingerichtet, daß auch die größten Künstler nur zeitweise ihr ganzes Genie zur Verfügung haben, daß sich aber auch die kleinsten Schurken im ununterbrochenen Besitz ihres Charakters befinden.
Wenn man älter wird, nimmt der Verstand ab und man bleibt allein übrig. Wenn der schlecht ist, dann wird man gemieden.
Der Verlauf eines Jahres verändert den Charakter eines Menschen oft erheblich.
Die Zeit der Muße verrät uns.
Wer aber von der Wankelmütigkeit der unkundigen Menge abhängt, darf nicht zu den bedeutenden Männern gezählt werden.
Wachsen zu können ist Zeichen von Unvollkommenem.