Dankbarkeit Sprüche

Sprüche über Dankbarkeit

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Der Kranke »Oft zu sterben wünscht ich mir ... Und wie dankbar bin ich doch, daß ich leb und leide noch im gesetzten Nun und Hier. Bleibt mir doch damit noch Zeit, abzubauen manch Gebrest, komm ich nimmer auch zum Rest, werd ich besser doch bereit. Wenn ich jetzt nicht wirken kann, helf ich also doch dem Mir, das dereinst nach Nun und Hier wirken wird im Dort und Dann.«

Morgenstern, C., Gedichte. Wir fanden einen Pfad

Der Teufel ist nur sich selber dankbar.

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Du Wesen aller Wesen! Dich hab ich nach der Geburt meines einzigen Sohnes gebeten, daß du dem selben an Geistesstärke zulegen möchtest, was ich aus Mangel an Unterricht nicht erreichen konnte, und du hast mich erhört.

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Zwischen Himmel und Erde Aus der Wüste aufgerichtet – Strebt mein Leben in die Sterne, Hat sich kühn ein Reich erdichtet, Das sich dehnt zur fernsten Ferne. Laut ruf ich des Himmels Kunde, Durch der Erde weite Hallen, Denn ich fühle mich im Bunde Mit des Weltalls Wundern allen. Fühl mich selber als ein Wunder: Bald beschenkt und bald ein Schenker, Fliegend auf und tauchend unter … … Herr, bleib meines Lebens Lenker!

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Dank Wenn die Welt in Blüten steht, und dich ruft der Tod: schicke noch ein Dankgebet in dein Abendrot! Sieh, es war doch schön allhier im lebendigen Sein, auf der Erde Jagdrevier und im Kämmerlein. Ging's dir auch nicht immer gut, schlechter oft als schlecht, blieb dir doch ein froher Mut treu, sogar als Knecht. Stiegst hinab und stiegst hinauf, sahst so Nacht und Licht: gibt's denn einen Lebenslauf, dem's an nichts gebricht? Als du garnichts mehr gehofft, dunkler ward dein Sein, hüllte heiße Lieb dich oft in Vergessen ein. Und als heiße Liebe dann endete in Leid, schwang dein Herz sich himmelan und dein Blick war weit. Schmerz und Lust, sie alle zwei blühten auf im Licht, machten Duft der Seele frei – mehr bedarf's ja nicht. Wenn dieWelt in Blüten steht und dich ruft der Tod, schick' noch still ein Dankgebet in dein Abendrot!

Scharf, Gesammelte Lyrik und Prosa. Mit einer Auswahl aus dem Briefwechsel und einer Rezension von Eduard v. Keyserling, hg. von Walter Hettche, Aisthesis Archiv 16, Aisthesis Verlag 2011. Wiedergabe mit freundlicher Erlaubnis des Aisthesis Verlags. Verstreut veröffentlichte und handschriftlich überlieferte Gedichte (1883-1926)

Das Herrlichste der Welt ist, einen neuen Tag zu sehen.

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Wir danken nie mit größerer Innigkeit, als wenn wir neue Gunst erwarten.

Fonseca, Maximen, Gedanken und Betrachtungen, in: Das Ausland. Ein Tageblatt, Kunde des geistigen und sittlichen Lebens der Völker: Brasilianische Literatur, Nr. 215 vom 3. August 1839

Rechne sicher auf die Freundschaft, Wenn dir Dankbarkeit den Freund schafft.

Martin, Sonnenblumen und Nachtschatten. Spruch-Gedichte, 1865

Je älter ich werde, desto tiefer empfinde ich, alles ist Glück und Gnade, das Kleine so gut wie das Große.

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Dank ist eine seltene Gabe des selten gütigen Schicksals; aber an den steilen Höhen des Geschäftslebens, in seinen Morästen und Einöden muß man nie nach ihr botanisieren, sonst bringt man nur wunde Füße und fruchtlosen Schweiß mit nach Hause.

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Keinem muß man unangemessenen Dank schuldig sein, auch dem Besten nicht, wenn man mit sich selbst zufrieden bleiben will.

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Für ein Herz, das sich der Dankbarkeit nicht entschlagen kann, ist es das größte Mißgeschick, Menschen verpflichtet zu sein, die es verachten muß.

Jacobs (Hg.), Auswahl aus den Papieren eines Unbekannten, 3 Bde., 1818-22

Die Menschen, die du liebst, und die dich wieder lieben, Bewahr' dir Gott für Armut und vor Neid; Die schwerste Tugend auszuüben Ist die Dankbarkeit!

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Ich weiß nicht, was so beseligt, als die Dankbarkeit eines Kindes, eines kleinen Kindes, dem man unerwartet eine Freude gemacht hat, und das sein Glück in einem strahlenden Blick ausspricht.

Pauly, Aphorismen, 1905

Dankbarkeit: man gibt mehr, als man bekommen hat.

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Abschied an den Leser Wenn du von allem dem, was diese Blätter füllt, Mein Leser, nichts des Dankes wert gefunden: So sei mir wenigstens für das verbunden, Was ich zurück behielt.

Lessing, G. E., Gedichte. Sinngedichte, Ausgabe 1771, [144.]

Danke deinem himmlischen Vater, dass auf deinem Lebenswege so mancher Wegzeiger steht. Und ist er auch aus hartem Holz gezimmert: genug, wenn er dich vor dem Verirren bewahrt.

Eyth, Bilder ohne Rahmen. Aus den Papieren einer Unbekannten mitgetheilt – nicht von ihr selbst, 8. Auflage 1894 (EA: 1852) (anonym)

Glückliche Tage – nicht weinen, weil sie vorüber, sondern lächeln, dass sie gewesen.

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Gib Gott, bitt' Gott, dank' Gott!

Inschrift. Auf einer Gedenkmünze von 1551

Fehlt der Gabe gleich das Neue, Sie das Alte nicht veraltet, Wie Verehrung, Lieb’ und Treue Immer frisch im Busen waltet. Sei auch noch so viel bezeichnet, Was man fürchtet, was begehrt, Nur weil es dem Dank sich eignet, Ist das Leben schätzenswert.

Goethe, J. W., Gedichte. Dem Großherzog Carl August zu Neujahr 1828

Der ist der Glücklichste und der unbedingt sichere Herr seiner selbst, der dem morgenden Tag ohne Bangen entgegensieht.

Seneca, Briefe an Lucilius (Epistulae morales ad Lucilium), 62 n. Chr. 12. Brief. Übersetzt von Otto Apelt (1924) Originaltext: Ille beatissimus est et securus sui possessor qui crastinum sine sollicitudine expectat