Dankbarkeit Sprüche
Sprüche über Dankbarkeit
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Ein Dank Das macht mich, Liebste, oft beklommen: Wie dankt dir würdig dies Gemüt? Was hätte, wärst du nicht gekommen, In meinem Garten wohl geblüht? Und wenn du heut mich von dir stießest – Ich war so reich durch deine Huld! Und wenn du morgen mich verließest – Ich bliebe doch in deiner Schuld! Und willst du mich im Scheiden kränken, Und ob du nimmer nach mir fragst – Ich müßte dankbar noch gedenken, Wie lieb du mir im Arme lagst, Und wär' am Wagen deiner Siege Mein Name nichts als eitle Zier, Ich säh' dein Aug', wie einst, und schwiege Und dächt' an einst und dankte dir. Ich hab's gefühlt in sel'gen Schauern: Dies Glück war eine Stunde mein, Doch war's zu herrlich, um zu dauern, Und war zu schön, um treu zu sein; Noch im Besitz sah ich's entschweben, Genießend ahnt' ich den Verzicht – So geht durch unser armes Leben Das Göttliche, doch weilt es nicht. Wer spürt der Ewigkeit Versprechen, Schmückt froh der Frühling sein Revier? Ein Maitag, drin die Knospen brechen Und Falter schwärmen, warst du mir, Und hat der Herbststurm mich verschlagen, War nicht des Lenzes Sonne mein? Und kommt der Frost in rauhen Tagen, Soll ich dem Mai nicht dankbar sein?
Ausgleichung Einem warf ich im Schiffbruch ein Brett zu. Vom Tode gerettet, Sprach er: Was kostet das Brett? Dankbar bezahl' ich das Holz!
Dem sagt man jetzt altväterlich, wenn ein Mensch von Herzen für eine Wohltat danket; man sollte sich schämen.
Dankbarkeit kommt da niemals, wo man einem alle Tage Wohltaten vorhält. Sie ist eine gar wunderliche Pflanze; sobald man ihren Wachstum erzwingen will, verdorret sie.
Wie glücklich fühltest du dich, wüsstest du, wie vielen Gefahren du heute entronnen!
Die freien Menschen allein sind gegeneinander höchst dankbar.
Mein erst Gefühl sei Preis und Dank!
Weltweisheit Es klingt ein Lied vom Himmel nieder So wunderlieb, so klar, so rein, Und deine Seele singts ihm wieder; Sie will dem Himmel dankbar sein. Die andern lauschen rings im Kreise; Dann siehst du, daß sie lächelnd weitergehn. Sie sind zu klug, sie sind zu weise, Um das, was dich beseligt, zu verstehn. Es kommt ein Strahl vom Himmel nieder; Er leuchtet in dein Herz hinein, Und dieses strahlt in andern wieder; Es will dem Himmel dankbar sein. Doch diese andern stehn im Kreise Und lächeln über dich, das große Kind. Sie sind zu klug, sie sind zu weise Und drum für das, was dich beseligt, blind. Und käm der Himmel selbst hernieder, Um dankbar dann auch dir zu sein, Und füllte alle deine Lieder Mit seinem ganzen Sonnenschein, Die andern ständen rings im Kreise Und fiel das Lächeln ihnen wohl nun schwer, Sie blieben doch so klug, so weise Für das, was dich beseligt, wie vorher.
Wenn alle untreu werden, So bleib ich dir doch treu; Daß Dankbarkeit auf Erden Nicht ausgestorben sei. Für mich umfing dich Leiden, Vergingst für mich in Schmerz; Drum geb ich dir mit Freuden Auf ewig dieses Herz.
Dem, der uns Gutes tut, sind wir nie so dankbar, wie dem, der uns Böses tun könnte, es aber unterlässt.
Was uns allen zumeist fehlt, ist das tiefe, dauernde Bewußtsein des wirklichen Elends auf Erden, sonst würden wir über den Gefühlen einerseits des Mitleids, andrerseits des Dankes ganz der kleinlichen Misere des eigenen Lebens vergessen.
Laß der Menschen Dankbarkeit Immerhin dir sein entbehrlich, Mit dem Wort sind sie bereit, Doch die That ist gar beschwerlich. Nur wo Gab' und Dankeszoll Stets sich in einander ranken, Sprossen, gleicher Blüthen voll, Nur die Liebe weiß zu danken.
Thränen der Dankbarkeit sind stumme Boten, die an die Himmelspforte der Vergeltung klopfen, und sie bleibt ihnen nicht verschlossen.
Keiner weiß uns Dank für das, was unter der Oberfläche steckt.
Sei nicht dumm Kurzen Sommer blüht die Blume, Denn das Schöne währt nicht lang, Schwach Gedächtnis bleibt vom Ruhme, Jubel schwindet und Gesang. Blumen welken, Mädchen altern, Folgsam ewigem Gesetz, Jugend bannt man nicht mit Psaltern, Und die Dauer bleibt Geschwätz. Deshalb wollen wir zur Neige Schlürfen jeden Augenblick; Blau der Himmel, grün die Zweige, Sei nicht dumm und preis das Glück!
Wie glücklich! Du führtest einem heil'gen Amt Auf schönen Pfaden mich entgegen Und hast die Kraft in mir entflammt Und gossest auf mich deinen Segen, Und machtest sanft und leicht mein Joch: O Gott, wie glücklich bin ich doch! Der Friede wohn in meinem Haus, Es geht mich leuchtendem Gefieder Ein heit'rer Engel ein und aus, Erzählt mir Märchen, singt mir Lieder Und schenkt mir gold'ne Träume noch: O Gott, wie glücklich bin ich doch! Und einer heil'gen Flamme gleich, Die auf dem goldnen Leuchter glühet, Ist sie, die treu und anmutreich Sich liebend nun um mich bemühet Je länger um so lieber noch: O Gott, wie glücklich bin ich doch! Es spielt um mich ein holdes Kind, Es grüßen helle Augensterne, Die Tage fliehen wie der Wind, Und von der Zukunft träum' ich gerne; Mein Kind, ein Mann! erleb' ich's noch? O Gott, wie glücklich bin ich doch! Wohl weiß auch ich, was Trübsal heißt, Und hab's bei früher Zeit erfahren; Doch in dem Kampf erstarkt der Geist, Und die Geduld wächst mit den Jahren, Und Hoffnung bleibt am Grabe noch: O Gott, wie glücklich bin ich doch!
Gib einem dankbaren Menschen mehr als er verlangt.