Dankbarkeit Sprüche

Sprüche über Dankbarkeit

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Einen Freund durch Dankbarkeit gewinnen, Heißt: Aus Sommerfäden Taue spinnen.

Martin, Sonnenblumen und Nachtschatten. Spruch-Gedichte, 1865

Du gibst nicht, sondern du verkaufst, wenn du bei jedem Freundschaftsdienst auf gewisse Dankbarkeit rechnest.

Burow (Hg.), Denk-Sprüche für das weibliche Leben. Gesammelte Perlen zur Veredlung für Geist, Gemüth und Herz, 1857

Halte den Tag für den besten, der näher dem Ziel dich geführet, Der dich im Tun des Besten, im Dulden des Schlimmsten geübt hat!

Hufeland (Hg.), Worte des Herzens von J. C. Lavater. Für Freunde der Liebe und des Glaubens, hg. von Christoph Wilhelm Hufeland, 8. Auflage 1852 (EA: 1825)

Die Dankbarkeit ist ein Gefühl, welches das Herz veredelt und bessert, wohltätig für den, der empfängt, wie für den, welcher gibt.

Knigge, Über Eigennutz und Undank. Ein Gegenstück zu dem Buche: Über den Umgang mit [den] Menschen, 1795

Ich möchte so gern danken! Irgend jemandem! Mich drückt diese aufgezwungene Undankbarkeit!

Strindberg, Inferno, 1897. 1. Die Hand des Unsichtbaren

Ist nicht ganz die Treue aus der Welt entschwunden, Ach! so üben sie in dieser Zeit nicht Viele. Wenn ich einen mit den Pfeilen schießen lehrte, Macht er mich zuletzt zu seines Schusses Ziele.

Saadi, Rosengarten (Golestan, auch Gulistan), um 1259. Übersetzt von Karl Heinrich Graf, 1846

Alle aber hassen den, der einer Wohltat nicht eingedenk ist.

Cicero, Von den Pflichten (De officiis), 44 v. Chr. Übers. Internet Originaltext: Omnem enim immemorem beneficii oderunt

Es lohnt sich, auch die Undankbaren zu prüfen, um einen Dankbaren zu finden.

Seneca, Briefe an Lucilius (Epistulae morales ad Lucilium), 62 n. Chr. 81. Brief. Übers. Internet Originaltext: Est tanti, ut gratum invenias, experiri et ingratos.

Undankbar ist, wer eine Wohltat ohne Zinsen erwidert.

Seneca, Briefe an Lucilius (Epistulae morales ad Lucilium), 62 n. Chr. 81. Brief. Übers. Internet Originaltext: Ingratus est qui beneficium reddit sine usura.

Ich bin dankbar, nicht weil es nützt, sondern weil es Vergnügen bereitet.

Seneca, Briefe an Lucilius (Epistulae morales ad Lucilium), 62 n. Chr. 81. Brief. Übers. Internet Originaltext: Gratus sum non quia expedit, sed quia iuvat.

Dankbarkeit schulden wir dem, der uns einen Feind vom Halse geschafft hat.

Erasmus von Rotterdam, Lob der Heilkunst (Encomium artis medicae), 1499. Übers. Internet Originaltext: Pietatem debemus ei qui hostem a cervicibus depulit

Niemals wirst du dankbar sein, wenn du es nicht sofort bist.

Seneca, Von den Wohltaten (De Beneficiis). II, 35. Übers. Internet Originaltext: Numquam eris gratum, nisi statim es

Bisweilen kann man Erhaltenes nicht nur zurückgeben, sondern auch wegwerfen.

Seneca, Von den Wohltaten (De Beneficiis). I, 11. Übers. Internet Originaltext: Interim non reddere tantum libet, quod acceperis, sed abicere

Das Beste in der Welt bleibt ohne Dank.

Waldersee, Späne aus stiller Werkstatt. Aphorismen, 1908

Ein wohltuender Dank ist noch viel seltener als ein wohltuendes Geben.

Waldersee, Späne aus stiller Werkstatt. Aphorismen, 1908

Dankbarkeit ist eine Schuld, die viele durch Ableugnen zu löschen vermeinen.

Waldersee, Späne aus stiller Werkstatt. Aphorismen, 1908

Das Danken ist eine rechte Probe aufs Liebhaben; wo man liebt, dankt man gern.

Waldersee, Späne aus stiller Werkstatt. Aphorismen, 1908

Aus einem Herzen, das schuldiger Dank drückt und erbittert, ist die Liebe geschieden.

Waldersee, Späne aus stiller Werkstatt. Aphorismen, 1908

Dank ist nicht so wohltuend als das Gefühl: durch stilles, unbemerktes Tun Dank zu verdienen.

Waldersee, Späne aus stiller Werkstatt. Aphorismen, 1908. Aus: Einige Perlen aus dem reichen Gedankenschatze meiner Mutter. (Anhang)

Je mehr Unwetter und Stürme Bäume wie Menschen überstanden haben, desto inniger und dankbarer kann jeder neue Sonnenstrahl empfangen und erlebt werden.

Kayssler, Besinnungen, 1921

Wenn Menschendank Nahrung wär, müsste jede gute und große Tat verhungern.

Seemann, Funken, 1940