Ehe Sprüche – glück

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Das Glück ist eine Dame, mit der man nicht anhaltende Beziehungen unterhält.

Oesch (Hg.), Portugiesische Sprichwörter, ausgewählt und übersetzt von Will A. Oesch, Zürich 1945

Kann man es von einer Frau verlangen, mit einem Manne glücklich zu leben, der sie allen Ernstes stets als völlig vernünftiges Wesen behandelt?

Wertheimer (Hg.), Weisheiten von Oscar Wilde, übersetzt von Paul Wertheimer, 1921 (EA: 1907)

Eine Frau, die eine Männererziehung erhalten hat, besitzt allerdings die glänzendsten Fähigkeiten, die wie keine anderen geeignet sind, ihr und ihrem Mann das Glück zu bringen; aber eine solche Frau ist selten wie das Glück selber [...].

Balzac, Physiologie der Ehe (Physiologie du mariage), 1829

Die meisten Menschen haben bei ihrer Ehe nur die Fortpflanzung, den Besitz, das Kind im Auge. Aber weder die Fortpflanzung noch der Besitz noch das Kind stellen das Glück dar.

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Wer's aber mit sich selbst gut meint, der nehme Ja eine Gattin, die gefällig ist Und sanften Herzens – oder lieber keine!

Euripides, Iphigenie in Aulis, nach 406 v. Chr. Akt III, Szene IV, Agamemnon

Frauenliebe O glücklich, wer ein Weib gefunden, Das Treue hält in bittern Stunden. Es kann nicht Gold und Edelstein Gleich ihrer Liebe köstlich sein. Mit milder Hand und gutem Wort Scheucht sie von dir den Kummer fort. Und aus dem lieben Angesicht, Da strahlt ein tröstend Sonnenlicht. Im Winterschnee das Tannengrün, In dunklen Nächten Sternenglühn. Ein frischer Quell in Wüstenein, Er könnte nicht so tröstlich sein. Hat auch das Glück gewendet sich, Sie schlingt den treuen Arm um dich. Wenn nichts in Treue zu dir hält Mein Lieben nie zusammenfällt. Ich trage gern mit dir die Not, Und hab' genug an trock'nem Brot, Ich misse nicht des Lebens Lust, Wenn du mich hegst an deiner Brust! O glücklich, wer ein Weib gefunden, Das Treue hält in bittern Stunden!

Leixner, Aus der Vogelschau, 1890

Nie sprech ich es aus, daß der Ehstand uns mehr Freudengenuß als Trübsal bringt.

Euripides, Alkestis, 438 v. Chr

Die Frau, die gern das Haus verläßt, Trägt mit hinaus des Glückes Rest.

Leixner, Aus der Vogelschau, 1890

Will er sauer, so will ich süß, Will er Mehl, so will ich Grieß, Schreit er Hu, so schrei ich Ha, Ist er dort, so bin ich da, Will er essen, so will ich fasten, Will er gehn, so will ich rasten, Will er recht, so will ich link, Sagt er Spatz, so sag ich Fink, Ißt er Suppen, so eß ich Brocken, Will er Strümpf, so will ich Socken, Sagt er ja, so sag ich nein, Sauft er Bier, so trink ich Wein, Will er dies, so will ich das, Singt er den Alt, so sing ich den Baß, Steht er auf, so sitz ich nieder, Schlägt er mich, so kratz ich wieder, Will er hü!, so will ich hott! Das ist ein Leben, erbarm es Gott!

Abraham a Sancta Clara, Reim dich oder ich lis’ dich, 1684. Merkt's Eheleut'!

Ich glaube nicht daran, daß nureineStellung,einbestimmtes Verhältnis den Menschen glücklich macht, mit Ausnahme der Ehe, wenn man den kleinen Teufel gekriegt hat, der im Himmel für einen bestimmt wurde.

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Bei an Weib Glück habn, das kann jeder Bua, aber mit an Weib glücklich sein, da ghört viel dazua.

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Der Mensch, dem glücklich fiel der Ehe Los, verlebt ein selig Leben; aber wem es traurig fiel, der ist ein Kind des Unglücks draußen wie daheim.

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Mißtraue einem, der an deinem häuslichen Glück zu zweifeln scheint.

Sylva, Vom Amboß, 1890

Es scheint die Sonne nicht an allen Tagen, Wohl mancher ist in Nebel tief gehüllt; Nicht alle Blüten sieht man Früchte tragen, Viel heiße Wünsche bleiben unerfüllt; Es kann das arme Leben Ein dauernd Glück nicht geben: Doch wo zwei Herzen füreinander schlagen, Da werden leichter sie das Leid der Erde tragen.

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Es trägt so mancher, der vermählt, Zwei Antlitze zur Schau; Das lächelnde zeigt er der Welt, Das mürrische – der Frau.

Aachener Kritische Revue, 1891-94

Der Pessimist Warum ihr bloß den Ehstand lobt? Wo, Teufel, ist die Harmonie? Er, heißt es, "hat sich ausgetobt!", Und jetzt – tobt sie.

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Die ihrem Mann allein gewährt vergnügte Stunden, ich gehe noch herum, ich hab' sie nicht gefunden!

Goethe, J. W., Gedichte. Nachlese. Zahme Xenien. Axiom

Glücklicherweise hat die Vorsehung es so eingerichtet, daß die Männer selten die geistige Superiorität ihrer Frauen, wenn solche vorhanden ist, gewahr werden, sonst würde es noch mehr unglückliche Ehen geben, als es ohnedies schon gibt.

Dohm, Der Frauen Natur und Recht. Zur Frauenfrage. Zwei Abhandlungen über Eigenschaften und Stimmrecht der Frauen, 1876

Ohne gewisse Schwankungen macht der Besitz einer geliebten Frau nicht glücklich, ja er wird sogar unhaltbar.

Stendhal, Über die Liebe (De l'Amour), 1822

In Frankreich sind die Männer, die ihre Frau verloren haben, traurig, die Witwen dagegen froh und zufrieden. Die Frauen haben sogar ein Sprichwort für diesen glückseligen Zustand. Also bedeutet die Ehe nicht für jeden dasselbe.

Stendhal, Über die Liebe (De l'Amour), 1822

Glücklich der Mann, der seiner Frau alles sagen kann.

Stendhal, Über die Liebe (De l'Amour), 1822