Erziehung Sprüche

Sprüche über Erziehung

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Für Leute, die denken können, bildet der dauernd gesunde Zustand des Leibes und die zuverlässige Hoffnung betreffs seiner die höchste und sicherste Freude.

Nestle, Die Nachsokratiker, 2 Bde., 1923. Aus der Schrift 'Über das höchste Gut' [77]

Die Liebe zu unseren Kindern wird eine Bildungsanstalt in uns, durch welche, ohne daß wir daran denken und uns dabei zerarbeiten, unser Herz geläutert und unser Charakter aufgerichtet wird.

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Die feinste Politik, sagt man, sei pas trop gouverner (nicht zu sehr lenken); es gilt auch für die Erziehung.

Jean Paul, Levana oder Erziehlehre, 2. Auflage 1811 (EA: 1807). Sechstes Kapitel. Gebieten, Verbieten. § 64

Der Mensch kann nur Mensch werden durch Erziehung. Er ist nichts, als was die Erziehung aus ihm macht.

Kant, Über Pädagogik. Bemerkungen aus den über diesen Gegenstand bei der Universität mehrmals gehaltenen Vorträgen, hg. von D. Friedrich Theodor Rink 1803. Einleitung

Ich halte dafür, daß es ein Hauptziel der Erziehung ist, die Freude an der Arbeit zu entwickeln.

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Es ist die Weide des Geistes wohl zu wählen für die Kinder.

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Der Anfang ist der entscheidende Punkt in der Erziehung. Es sind die ersten Kinderjahre, in welchen sich die herrschende Richtung für unsern ganzen Lebenslauf birgt. Die ersten Jahre aber gehören der Mutter.

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Was der Mensch wird, davon empfing er die Keime schon vor dem sechsten Jahre.

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Erziehung überwindet die Natur.

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Gewohnheit, unterstützt von Nachahmung, das ist der Weg, auf dem der Kindesgeist seine Nahrung zum bleibenden Eigentum verarbeitet.

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Alles Erste bleibt ewig im Kinde, die erste Farbe, die erste Musik, die erste Blume malen den Vorgrund seines Lebens aus.

Jean Paul, Levana oder Erziehlehre, 2. Auflage 1811 (EA: 1807). Drittes Bruchstück. Erstes Kapitel. § 43

Es gibt einen weiteren Verstoß gegen gute Lebensart, und das ist die übersteigerte Förmlichkeit(excess of ceremony)und ein hartnäckiges Bestehen darauf, einem anderen aufzudrängen, was ihm nicht zukommt und was er nicht annehmen kann, ohne zum Narren zu werden oder sich der Beschämung auszusetzen.

Locke, Gedanken über Erziehung (Some Thoughts Concerning Education), 1693

Was hat der Mensch von allem seinem Wissen, wenn er nicht weiß, wo das Brot herkommt?

Pestalozzi, Ein Schweizer-Blatt (Wochenschrift), 1782. Nr. 40 vom 3. Oktober 1782. Von der Erziehung

Jede Art von Erziehung hat es darauf abgesehen, das Leben reizlos zu machen, indem sie entweder sagt, wie es ist, oder daß es nichts ist. Man verwirrt uns in einem fortwährenden Wechsel, man klärt uns auf und ab.

Kraus, Pro domo et mundo, 1912. III. Von Journalisten, Ästheten, Politikern, Psychologen, Dummköpfen und Gelehrten

Dieses Ziehen und Bilden des Menschen ist die Hauptsache, nicht das Umschaffen der Zustände der Erde zu einem Himmel.

Gotthelf, Leiden und Freuden eines Schulmeisters, 1838-39

Wer eine Saat mißratener Kinder aufzieht, Was zieht er anders als sich selbst die Sorge groß, Und seinen Feinden Stoff zu bitterm Hohne?

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Es ist nicht das Kind, das eine Züchtigung nötig hat. In 9 von 10 Fällen sind es die Eltern.

Christliches Vergißmeinnicht auf dem Lebenswege, 1916

Der gute Erzieher kennt Fälle, wo er stolz darauf ist, dass sein Zögling wider ihn sich selber treu bleibt: da nämlich, wo der Jüngling den Mann nicht verstehen darf oder zu seinem Schaden verstehen würde.

Nietzsche, Menschliches, Allzumenschliches. Ein Buch für freie Geister, 2. erweiterte Auflage 1886 (EA: 1878). Zweiter Band. Erste Abteilung. Vermischte Meinungen und Sprüche

Lebe nicht Dir! Lebe den Brüdern!

Pestalozzi, Wie Gertrud ihre Kinder lehrt, 1801

Es darf nicht eure höchste Sorge bleiben, daß eure Kinder es besser haben sollen als ihr selbst. Vergesset nicht, eure Kinder zuerst und vor allem besser zu machen.

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Habt ihr recht erzogen: so kennt ihr euer Kind. Nie, nie hat eines je seiner rein- und rechterziehenden Mutter vergessen.

Jean Paul, Levana oder Erziehlehre, 2. Auflage 1811 (EA: 1807). Zweites Kapitel über Bestimmung des weiblichen Geschlechts § 80