Erziehung Sprüche
Sprüche über Erziehung
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Die Schule liegt draußen, Erziehung ist Innensache, Sache des Hauses, und vieles, ja das Beste, kann man nur aus der Hand der Eltern empfangen.
Selbstzucht Mensch, Du sollst Dich selbst erziehen. Und das wird Dir mancher deuten: Mensch, Du mußt Dir selbst entfliehen. Hüte Dich vor diesen Leuten! Rechne ab mit den Gewalten In Dir, um Dich. Sie ergeben Zweierlei: wirst Du das Leben, Wird das Leben Dich gestalten? Mancher hat sich selbst erzogen; Hat er auch sein Selbst gezüchtet? Noch hat keiner Gott erflogen, Der vor Gottes Teufeln flüchtet.
Gute Erziehung – ein zweischneidig Schwert. Mancher wird nie ein wirklicher Mensch, ein Mensch von Umfang, infolge seiner guten Erziehung.
Bei nichts mehr, als bei der Erziehung, muss es heißen: „Und hätte ich alle Weisheit und hätte der Liebe nicht, so wäre ich nichts nütze.“
Mancher hätte in der Schule des Lebens nicht so viel durchzumachen, wenn er die Schule seiner Jugend besser durchgemacht hätte.
Der beste Erzieher ist jeder sich selbst, und den Weg zur Erziehung weist uns die Erfahrung.
Erziehung heißt, sich in der umgebenden Welt zurechtfinden, und die Freiheiten seiner Nebenmenschen in keiner Weise beeinträchtigen. Inwieweit dies aber gelingt, hängt lediglich von der Natur eines jeden ab, ob er egoistisch oder altruistisch angelegt ist.
Ein Mensch, der geprügelt worden ist, prügelt selbst gern wieder – man braucht ihm nur einen Knüttel zu geben, und er schlägt auf Vater und Mutter los, wenn es sein muß, nur um das an ihm begangene Unrecht zu rächen.
Wenn man auf einen Blütenbaum ewig regnen ließe, um alles Ungeziefer sicher auszuwaschen, so müssten endlich mit dem Entbehrlichen wohl auch die Blüten herunterfallen. So ist’s in der Erziehung, wenn man allzu viel Worte und Ermahnungen macht.
Doch warum rede ich, wo ich nur fühlen und schweigen sollte?
Könnte man den Kindern Lehrer im Denken und in der Beredsamkeit geben, so wie man ihnen Sprachlehrer gibt, versuchte man, weniger ihr Gedächtnis als ihre Selbständigkeit, ihre Anlagen auszubilden, würde man, statt die Lebhaftigkeit ihres Geistes abzustumpfen, Schwung und Bewegung ihrer Seele steigern – was dürfte man nicht von einer schönen Begabung erwarten. Aber man denkt nicht daran, dass Kühnheit, Liebe zur Wahrheit oder zum Ruhm Eigenschaften sind, die für die Jugend Bedeutung haben, im Gegenteil, man denkt nur daran, sie zu unterdrücken, damit sie früh genug erfahren, dass Abhängigkeit und Anpassungsfähigkeit die sichersten Grundlagen der Karriere sind.
Nur das hat für die Erziehung Gewicht und Bedeutung, was entweder den Geist Erlerntes zu verarbeiten und unmittelbar zu verwenden lehrt, oder was den Menschen durch Erkenntnis seiner natürlichen Sündhaftigkeit dem Erlöser in die Arme [...] treibt.
Wenn ich es zu bestimmen hätte, so würde ich jeden erwachsenen Menschen einen Monat arm, einen Monat krank und einen Monat blind werden lassen.