Erziehung Sprüche
Sprüche über Erziehung
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Nur aber mit dem Erziehen säen wir auf einen reinen weichen Boden entweder Gift- oder Honigkelche; und wie die Götter zu den ersten Menschen, so steigen wir (physisch und geistig den Kindern Riesen) zu den Kleinen herab und ziehen sie groß oder – klein.
Es ärgert mich, wenn ich sehe, welche Mühe man sich gibt, um unter diesem rauhen Himmel Ananas, Pisang und andere exotische Pflanzen zu ziehen und wie geringe Sorgfalt man auf das menschliche Geschlecht verwendet.
Schrammen muss man nicht mit Wunden heilen.
Junger Faulenzer, alter Dieb.
Nicht ohne Plage wird der Mensch erzogen.
O Himmel, man kommt leichter zu seiner Erzeugung als zu seiner Erziehung.
Bis die absichtliche Erziehung beginnen kann, hat die Natur oder die absichtslose Erziehung dem Kinde schon das Hauptgepräge aufgedrückt, und die absichtliche Erziehung kann nur schattiren und radiren.
Der Mensch bedarf der Erziehung. Nicht, als ob er ohne Erziehung nicht gedeihen könnte; sondern weil man es nicht dem Zufall überlassen bleiben soll, ob er gedeihen werde.
Der Mensch muß für das Leben erzogen werden.
Die Erziehung soll frühzeitig die Kritik wenn nicht aller, doch der meisten Wünsche des Herzens sofort an die Verantwortung durch den Verstand verweisen.
Das eben ist der große Irrtum der meisten, die da erziehen und bilden, daß sie im Vertrauen auf ihre pädagogische Weisheit und die Untrüglichkeit ihrer psychologischen Einsichten, der Meinung sind, alles lasse sich anbilden und anerziehen.
Man kennt und versteht die Kinderwelt durchaus nicht; je weiter man die falschen Ideen, welche man von derselben hegt, verfolgt, desto weiter verirrt man sich. Die Weisesten behandeln mit Vorliebe das den Menschen Wissenswürdigste, ohne dabei auf die Lern- und Begriffsfähigkeit der Kinder Rücksicht zu nehmen.
Was der Stoizismus den Menschen lehren will: sich ebenso wohl zu fühlen, wenn ihn das Elend angrinst, als wenn ihm das Glück zulächelt.
Wenn ich auch keine gelehrte Erziehung genossen habe, so ersetzt mir die Schule eines bewegten Lebens dasjenige, was sich nicht nachholen läßt.
Unzweifelhaft giebt es Dinge, die sich heut entschieden nicht schicken, wie sie sich schon vor tausend Jahren nicht geschickt haben und sich in zehntausend Jahren auch nicht schicken werden; aber das, was sich heute schickt, wird sich vielleicht schon morgen nicht mehr schicken oder hat sich gestern noch nicht schicken wollen, und bei einigem Nachdenken entdecken wir, daß das sich Schickende ein ewig Wechselndes ist, abhängig von Land und Leuten, von Klima und Kultur, von Mode und Vorurtheil.
Auch gehört sich für die Kinder eine kurzweilige Beschäftigung, wie denn auch die Kinderklapper des Archytas für eine gelungene Erfindung zu gelten hat. Sie ist für die Kleinen vorgesehen, damit sie, mit ihr beschäftigt, nicht so leicht Sachen im Hause zerbrechen; denn das Kind kann nicht still sitzen.
Die Vorsehung plant etwas mit dir, und dies ist der Anfang deiner Erziehung.
Wende mir nicht ein, das Erziehungsgeschäft wäre so mühsam. Wo ist denn ein gemeinnütziges Geschäft, das nicht mühsam wäre? … Aber glaube mir, das Erziehungsgeschäft ist nicht so mühsam, als du denkst. Erzieher, die die Erziehung nicht verstanden, haben es in einen üblen Ruf gebracht.
Man kann überall, wo Menschen geboren werden, aus ihnen das machen, was ich vorschlage.