Erziehung Sprüche
Sprüche über Erziehung
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Überhaupt nie stelle sich der Vater mit einem Karenz- und Pönitenz-Gesicht oder leidtragendem Anstand vor das Kind, als sei in einem Leben so viel zu verlieren, das man doch selber verliert.
Von der Mehrzahl der Leute, die wir mit der Erziehung unserer Kinder betrauen, wissen wir bestimmt, dass sie selbst nicht erzogen worden sind. Und dabei sind wir ganz überzeugt davon, dass sie das nicht geben können, was sie selbst nicht empfangen haben und was man auf anderem Wege nicht erwerben kann.
Allein obgleich der Geist der Erziehung – überall das Ganze meinend – nichts ist als das Bestreben, den Idealmenschen, der in jedem Kinde umhüllt liegt, frei zu machen durch einen Freigewordenen.
Jede Erziehung ist Selbsterziehung, und wir sind eigentlich als Lehrer und Erzieher nur die Umgebung des sich selbst erziehenden Kindes.
Unglück mit Kindern beginnt meistens schon eine Generation vorher.
Man kritisiert mit dem absprechenden Ton eines Meisters; um Vorschläge zu machen, muß man jedoch einen anderen anschlagen, an welchem die philosophische Erhabenheit weniger Gefallen findet.
Das Gefühl der Lust, darf man sagen, ist mit der Natur des Menschen aufs innigste verwachsen; deshalb regiert man ja auch die Jugend beim Werke der Erziehung durch das Mittel von Lust und Schmerz.
Ein Kind von der allgemeinen Erziehung auszuschließen heißt, seine innere Entwicklung und sein geistiges Leben zu köpfen.
Heilsame Strenge erreicht mehr als der leere Schein der Milde.
Wer die Kinder verzärtelt, setzt sie ins leichte Schiff.
Gerade die Menschen, die andre durch Verwöhnung zu Egoisten erzogen, wollen die Folgen ihres Tuns am wenigsten ertragen und sind oft ihrer Opfer schärfste Richter.
Einseitigkeit ist der größte Fehler unserer Erziehung.
Die Erziehung hat an der Stelle einzusetzen, wo die unberechtigte Eigenheit und die berechtigte Eigenart einander berühren.
Die streng erzogenen Menschen werden die Könnenden, die Wissenden, die Schaffenden.
Die Wohnungsnot ist groß − gute Kinderstuben findet man fast überhaupt nicht mehr.
Warum wird aus Musterknaben und -schülern selten etwas Bedeutendes? Die Erziehung hat ihre Eigenart getötet.