Erziehung Sprüche – eltern

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Erziehung übertrifft Natur.

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Die beste Erziehungsmethode für ein Kind ist, ihm eine gute Mutter zu verschaffen.

Morgenstern, Stufen. Eine Entwicklung in Aphorismen und Tagebuch-Notizen, 1918 (posthum). 1910

Es ist eine übertriebene Zuversicht der Eltern, alles von der guten Erziehung ihrer Kinder zu erhoffen, und ein großer Irrtum, gar nichts davon zu erwarten und sie deshalb zu vernachlässigen.

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Jede gute Erziehung erfordert, daß zu Hause die Mutter von den Augen des Kindes, von seinem Munde und von seiner Stirn jeden Wechsel seines seelischen Zustandes abliest.

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Wer Moräste austrocknet, Heerstraßen anlegt, Tausenden Gelegenheit verschafft, sich ihre Bedürfnisse zu verschaffen, Gärten pflanzt, Krankenhäuser stiftet, wirkt auch für Menschenwohl, aber nicht so unmittelbar und durchgreifend als der Erzieher. Jener verbessert den Menschen, dieser veredelt den Menschen selbst.

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Erziehen heißt, natürliche Anlagen entwickeln.

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Nichts ist leichter, als die Kinder dazu zu erziehen, daß sie gehorchen, gefallen, aufwarten und alles tun, was Eltern und andere Erwachsene begehren. Freilich sind dann die Kinder nichts, nicht mehr als die Eltern. Aber schwerer ist es, Gehorsam und Freiheit zu vereinigen, die Kraft dazulassen und doch zu lenken und sich selber einen Gegner der besten Art zu erziehen.

Jean Paul, Bemerkungen über den Menschen, 1803-1817. Februar 1803

Wer seyn Kind strafet, zeucht Ehr daraus; wer es nicht strafet, der wird Schande erleben.

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Natürlich glaube ich nicht, dass man sich zum Gebären zwingen kann, wohl aber zum Erziehen der Kinder.

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Wehe dem, der ein Kind in Furcht erzieht, und wenn es die Furcht vor Gott wäre! Denn er schändet unabsehbare Menschengeschlechter.

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Die natürliche Liebe macht selbst die verständigsten Eltern zu weichherzig und nachgiebig. Sie sind unfähig, das Kind zu strafen, noch es mit einfacher Kost genährt zu sehn, welches doch ebenso nötig ist, als daß ein Kind nicht ewig gegängelt werde, sondern auch mit etwas Gefahr frei gehn und handeln lerne.

Montaigne, Essais, Erstdruck 1579, erste Gesamtausgabe 1595 (posthum)

Daheim erzogen Kind Ist in der Fremde wie ein Rind.

Simrock (Hg.), Die deutschen Sprichwörter (= Die deutschen Volksbücher, Bd. 5), 1846

Einen Menschen zum Menschen erziehen zu wollen, ist eitel menschlicher Kram, zum Menschen ist er von Gott geschaffen, daß aber die Seinen ihm den ganzen geschichtlichen Reichtum, den sie überkommen und gesammelt haben, als gute Hausväter (...) treulich überliefern, das ist Erziehung.

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Das Vergnügen beim Zeugen eines Kindes verflüchtigt sich bei seiner Erziehung.

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Sind die Eltern Narren, werden die Kinder Räuber.

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Kind und Heimat, wie natürlich. Man weiß ja, daß die Kleinen zwar gerne nach draußen streben, aber noch lieber heimkehren. Da knüpfe man an, lehre ihnen Liebe zum Hause. Ein eigener Herd, eine Familie: in diesem Kreise ist der Mensch vor dem Ärgsten bewahrt; in diesem Kreise entwickelt sich leicht die Arbeitsamkeit, die Opferwilligkeit, das Selbstvertrauen und die Zufriedenheit; in diesem Kreise gedeiht die Liebe zur Gemeinde, die Treue zum Vaterlande. Den Eltern obliegt es, dem Kinde den Grund zur gedeihsamen Weltanschauung zu legen.

Rosegger, Die Schriften des Waldschulmeisters, 1875

Eine Erziehung, die nur jetzt bewahren will und durch mikroskopisch-gewissenhafte Aufsicht, Umsicht und Vorsicht ein Musterkind dressiert, leistet Treibhausarbeit, die im Wettersturm des wirklichen Lebens kraftlos zusammenbricht.

Fischer, Ich will! Ein Buch über Selbsterziehung des Willens und Veredelung des Herzens, 1920

Ob aber Eltern aus Geiz, oder Gewissenlosigkeit, oder Unwissenheit, oder sonst einem Grunde die Erziehung ihrer Kinder vernachlässigen, die traurigen Folgen, die dies rächen, bleiben nicht aus.

Plutarch, Moralia (Moralische Schriften und Abhandlungen). Über die Erziehung der Kinder. Übersetzt von Joh. Fr. Th. Wohlfarth (1853)

Die Erziehung ist Sache der Familien; von da geht sie aus, und dahin kehrt sie größtenteils zurück.

Herbart, Kurze Encyklopädie der Philosophie aus praktischen Gesichtspuncten, 1831. 12. Kapitel. Von der Erziehungskunst

Verkennen der Kinderverhältnisse der Menschheit gegen die Gottheit, Gottesvergessenheit, ist die Quelle alles Übels auf Erden. Der verlorene Kindersinn der Menschheit gegen Gott ist das größte Übel der Welt, indem es alle Vatererziehung unmöglich macht.

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Der erste Unterricht des Kleinkindes sei nie die Sache des Kopfes – es sei ewig die Sache des Herzens, die Sache der Mutter.

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