Erziehung Sprüche – eltern
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Die Eltern machen unwillkürlich aus dem Kinde etwas ihnen Ähnliches – sie nennen das „Erziehung“ –, keine Mutter zweifelt im Grunde ihres Herzens daran, am Kinde sich ein Eigentum geboren zu haben, kein Vater bestreitet sich das Recht, es seinen Begriffen und Wertschätzungen unterwerfen zu dürfen.
Die Grundbedingung und die sicherste Garantie für das Gelingen aller Erziehung liegt in der Persönlichkeit des Erziehers.
Dein Mann ist, wie du ihn gewöhnst, dein Sohn, wie du ihn erziehst.
Es spiegeln in deiner Kinder Gebrechen Sich deine eig'nen Charakterschwächen; Laß dir's zur ernsten Mahnung dienen: Erzieh' dich noch einmal zugleich mit ihnen.
Nichts hat einen bessern Einfluss auf Kinder als Lob.
Wenn ich einen Sohn hätte, so würde ich mich bemühen, ihn mit den französischen und deutschen Autoren bekannt zu machen, lieber als mit den Klassikern. Griechisch und Latein ist eitel Luxus.
Das Handeln aus Furcht, sowie jedes Vollziehen des Befehls aus Beweggründen der Lust ist nur ein äußerliches Gehorchen, aber kein Gehorsam. Deshalb ist es ein sehr großer Fehler, wenn Väter und Lehrer ihre Gebote auf Gründe des Nutzens stützen.
Auf was es bei der Erziehung ankommt, ist die Veredelung des Egoismus.
Lehret eure Kinder unabhängig zu werden, statt ungeschickt durch Bedienung.
Zur Erziehung gehört, wie zum Ausbrüten der Küchlein, vor allem Stille und Wärme.
Was sollen die schönsten Mahnungen, wenn sie über die Köpfe hinweggehen, weil die Kinder sie nicht verstehen oder nicht anwenden können? Man begnüge sich also nicht mit der stets wiederkehrenden Mahnung, brav, fromm zu sein.
Nur ein wahrhaft religiöser Mensch kann erziehen: nur er kann unter den Augen und nach dem Plane des obersten Baumeisters am großen Bau der Menschheit arbeiten. Nur die Liebe weckt Liebe; nur heiliger Ernst ermuntert zu heiligem Ernst; nur der gottähnliche Mensch vermag nach dem Urbilde, welches er in sich trägt, den gottähnlichen Menschen auszubilden, d.h. die Aufgabe der Erziehung zu lösen. Wem also die religiöse Weihe fehlt, – sei er übrigens, wer er sei – der verschaffe sich dieselbe oder er wage sich nicht ans heilige Geschäft der Erziehung.
Seid selber, was ihr aus andern bilden wollt; das ist die ganze Erziehungsweisheit.
Es ist die Pflicht und das Vorrecht der Eltern, das Kind sozusagen in den Besitz seiner eigenen Seele zu versetzen.
Milde Strenge ist die Seele unserer christlichen Zucht. Man darf nicht eine Umkehr des richtigen Verhältnisses dulden und durch übergroße Güte das Kind zum Herrscher machen.
Es gibt nur zwei Erziehungssätze: Ehrfurcht vor seinen Kindern haben und folgerichtig sein!
Ist kein schändlicher Werk, als Kinder lassen nach ihrem Willen leben.
Viele Kinder bekommen die Prügel, die ihre Eltern verdienen.
Die erste Erziehung ist am wichtigsten, und diese erste Erziehung kommt unzweifelhaft den Frauen zu.
Ich bin gegen jede Gewaltanwendung bei der Erziehung einer jungen Seele, die an das Gefühl für Ehre und Freiheit gewöhnt werden soll.
Ich weiß nichts anderes, als daß jeder Mensch mehr Sorge tragen sollte, wie seine Kinder besser werden könnten als er selbst und seine Standesgenossen.