Erziehung Sprüche – erfahrung
214 Sprüche gefunden
Der Erzieher hat nicht sowohl das Richtige zu thun, als das Richtige zu sein. Das stillberedte Beispiel allein wirkt unvergleichlich tiefer und nachhaltiger als die lautesten Worte und handgreiflichsten Zurechtweisungen.
Auch bei wenig Begabten muß der Erzieher früh abmerken, was die Natur für einen Weg gehen will und nach diesem auch das Mittelmäßige herausentwickeln; nur dann erst hat er seine Pflicht gethan.
Erziehen heißt: aufwecken vom Schlaf, mit Schnee reiben, wo es erfroren ist, abkühlen wo es brennt.
Willst du im laufenden Jahr ein Ergebnis sehen, so säe Samenkörner. Willst du in zehn Jahren ein Ergebnis sehen, so setze Bäume. Willst du das ganze Leben lang ein Ergebnis sehen, so entwickle die Menschen.
Fähigkeit ohne Erziehung ist traurig, und Erziehung eines Unfähigen ist vergeblich.
Jeder neue Erzieher wirkt weniger ein als der vorige, bis zuletzt [...] ein Weltumsegler von allen Völkern zusammengenommen nicht so viele Bildung bekommt als von seiner Amme.
Wohl erzogen Hat selten gelogen.
Erziehen ist vor allem Sache des Herzens.
Nicht das Gesetz an sich, sondern die Erziehung macht den Staat glücklich. Über erzogene Menschen achten der Grenzen nicht, durch die Erziehung hingegen wird der Wille selbst gebessert, so daß man nach und nach selbst tut, wozu sich andere durch Furcht zwingen lassen.
Jeder Erzieher, der mit Furcht und Angst arbeitet, taugt nichts.
Wen Vater und Mutter nicht erzogen haben, den werden die Tage und die Nächte erziehen.
Jedes menschliche Wesen hat Anspruch auf eine Erziehung, die es fähig macht, auf sich selbst zu ruhen.
Erziehung und Unterricht treiben aus uns schöne Keime, als sollten wir zu Griechen erwachsen; später nimmt uns statt des Gärtners der Braumeister, der Staat, in Empfang.
Der modische Irrtum ist, daß wir durch Erziehung jemand etwas geben können, das wir nicht haben.
Erziehung übertrifft Natur.
Erziehung ist Erziehung zur Freiheit.
Wer Moräste austrocknet, Heerstraßen anlegt, Tausenden Gelegenheit verschafft, sich ihre Bedürfnisse zu verschaffen, Gärten pflanzt, Krankenhäuser stiftet, wirkt auch für Menschenwohl, aber nicht so unmittelbar und durchgreifend als der Erzieher. Jener verbessert den Menschen, dieser veredelt den Menschen selbst.
Erziehen heißt, natürliche Anlagen entwickeln.
Wenn ich es bedenke, so muß ich sagen, daß mir meine Erziehung in mancher Hinsicht sehr geschadet hat.
Ein kluges Kind, das mit einem närrischen erzogen wird, kann närrisch werden. Der Mensch ist so perfektibel und korruptibel, daß er aus Vernunft ein Narr werden kann.
Einen jungen Zweig biegt man, wie man will.