Erziehung Sprüche – kinder
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Je nach des Sohnes guten oder schlimmen Taten wird des Vaters gedacht.
Strenge gebiert Furcht, aber Barschheit gebiert Hass.
Härtet die Leiber der Kinder ab gegen wechselnden Einfluß der Witterung, des Klimas, der Naturkräfte, für Hunger und Durst, für Mühseligkeiten.
Den Dienstboten sollen die Kinder so wenig, als irgend möglich ist, anvertraut werden. Jedes andere Geschäft eher abtreten, als das der Kindererziehung! – Erziehen ist leicht, strengt an, reibt auf. Erziehen soll, wer es am besten versteht.
Jede Person hat zwei Erziehungen: die eine, die sie von anderen erhält, und die andere, die wichtigere, die sie sich selbst gibt.
Die ersten dunkeln Jahre lebte Gustav mit seinem Schutzengel noch in einem überirdischen Zimmer; er trennte ihn bloß von den heillosen Kipperinnen und Wipperinnen der Kindheit, denen wir ebenso viele lahme Beine als lahme Herzen zu danken haben – Mägden und Ammen. Ich wollte lieber, diese Unhuldinnen erzögen uns im zweiten Jahrzehend als im zweiten Jahr.
Niemand zwingt zum Guten die Kinder mit der Ruten.
Vernunft, nicht Härte soll die Jugend zügeln.
Man entwöhne die Kinder nicht vom Bitten und Danken, vom Abhängigkeitsgefühl. Auch die Abbitte erspare man nicht, daß dem Kinde ein ungesühnter, ein schwerwiegender Fehl drückend bleibe.
Ihr selbst müsst euch Mühe geben, die Erwachsenen weisen nur den Weg.
Wir kommen schwach auf die Welt und bedürfen Kräfte, entblößt von allem und bedürfen Beistandes, unerfahren und bedürfen Urteils; alles nun, was wir bei unserer Geburt nicht besitzen und was wir brauchen, wenn wir erwachsen sind, – gibt uns die Erziehung.
Vor allem soll die Erziehung dazu helfen, daß das Menschenherz fest werde.
Bildung der Denkart, der Gesinnungen und Sitten ist dieeinzigeErziehung, die diesen Namen verdient, nicht Unterricht, nicht Lehre.
Schöne Geschichten und liebliche Worte sind einem Kinde, was im Frühling der Tau. Wo dieser warme, weiche Tau fehlt, gehen die edelsten Keime nicht auf, verkümmern unendlich viele Kinder am Geiste.
Die Bildung des Willens ist der eigentliche Mittelpunkt der Pädagogik.
An jungen Bäumen, wenn sie gerade wachsen sollen, muss man immer etwas abhauen.
Die Erziehungswissenschaft ist grundsätzlich genötigt, sich ein Durchschnittskind als Gegenstand ihrer Bemühungen zu denken.
Die wahre Erziehung besteht weniger in den Lehren als in Übungen.
Zum Ziele der Erziehung(s)kunst, das uns vorher klar und groß vorstehen muß, ehe wir die bestimmten Wege dazu messen, gehört die Erhebung über den Zeitgeist. Nicht für die Gegenwart ist das Kind zu erziehen – denn diese tut es ohnehin unaufhörlich und gewaltsam –, sondern für die Zukunft, ja oft noch wider die nächste.
Der Hauptzweck der Erziehung soll sein, die Kinder zu einem gemeinnützigen, patriotischen und glückseligen Leben vorzubereiten.
Alle Erziehung kann nur dreifachen Zweck haben; nützliche Kenntnisse zu sammeln, so lange der Geist noch sehr frisch zur Aufnahme derselben ist; rasch, gut und gern arbeiten zu lernen und endlich einen auf das Edle gerichteten, gut equilibrierten Gesamtcharakter zu formieren.