Familie Sprüche

Sprüche über Familie und Nähe

143 Sprüche in dieser Kategorie

Die Bande des Blutes erhalten nur Bedeutung durch die unablässige, heilige Liebe jedes einzelnen Tages!

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Denn stark ist Blutsverwandtschaft, und im Missgeschick Ist nichts erwünschter als ein stammverwandter Freund.

Euripides, Andromache, um 424 v. Chr. V. 985f

Viele Familien leben in idyllischer Eintracht – sooft man sie besucht.

Weiß, So seid Ihr! Erste Folge, 1906

Unsre Vorfahren können wir nicht verbessern.

Eliot, Adam Bede, 1859

Geht das Familienleben zurück, so hat der Staat seine besten Stützen verloren.

Aachener Kritische Revue, 1891-94

Wenn unsere Vorfahren Engel waren, so sind wir Menschen; waren sie Menschen, so sind wir Esel.

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Da aber die Freuden, welche auf dem Familienglück und auf frohen Ereignissen unter Blutsverwandten beruhen, auch nach den längsten Leiden die Beteiligten plötzlich immer jung und munter machen, statt sie zu erschöpfen, wie die Aufregungen der weiteren Welt es tun, so verspürte die alte Mutter noch nicht die geringste Müdigkeit und Schlaflust [...].

Keller, Pankraz, der Schmoller (in: Die Leute von Seldwyla), Erstdruck 1856

Wo könnte ein Mensch gemütlicher leben als in seiner Familie – und wo ungemütlicher als in seiner Familie!

Weiß, So seid Ihr! Erste Folge, 1906

Die Familie weiß alles, mißbilligt es aber grundsätzlich. Andere wilde Indianerstämme leben entweder auf den Kriegsfüßen oder rauchen eine Friedenszigarre: die Familie kann gleichzeitig beides.

Tucholsky, Werke 1907-1935. Die Familie, in: Die Weltbühne 12.01.1923, Nr. 2 (Peter Panter), wieder in: Das Lächeln der Mona Lisa, 1928

Die Unterschiede innerhalb der menschlichen Familie sollten der Grund sein für Liebe und Harmonie, ganz so wie in der Musik viele verschiedene Noten sich zu einem perfekten Akkord vereinen.

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"Der da ist einer von uns, und jener ist ein Fremder", so denken kleinliche Menschen. Wer von edler Gesinnung ist, der betrachtet die ganze Erde als seine Familie.

Gueleva (Übers.), Altindische Sprüche (ca. 3500 v. Chr. - 500 n. Chr.), übersetzt von Paul Gueleva (*1955)

Die Bäume mit tiefen Wurzeln sind die, die hoch wachsen.

Mistral, Goldinseln (Lis Isclo d’or), 1875

An meinen Bruder Georg Wie viele Wunder hab ich heut gesehn! Den heißen Kuß, mit dem das Sonnenlicht Des Morgens Träne trank, – im Abendlicht Lang tote Helden über Wolken gehn – Des Ozeans urewiges Phänomen: Das Meer, das Hoffnung trägt und Hoffnung bricht Und wilde urweltliche Sprache spricht Und grollt und seufzt von Werden und Vergehn. Und jetzt, Georg, da ich dir dieses schreibe, Lugt Cynthia bleich aus weißen Wolkenbänken, Ein wenig nur, als sei heut Hochzeitnacht. Und lade sie zu beßrem Zeitvertreibe. Doch hätt' ich nicht dies treue Deingedenken, Was wär des Meers und was des Himmels Pracht!

Keats, Gedichte, übersetzt von Gisela Etzel 1910. Entstanden 1816, Erstdruck 1817

Den Baum erkennt man an den Früchten.

Simrock (Hg.), Die deutschen Sprichwörter (= Die deutschen Volksbücher, Bd. 5), 1846. Wohl entlehnt aus der Bibel, vgl. mit dem Matthäus-Evangelium (Mt 12,33)

Wer sich mit seiner Abstammung brüstet, lobt fremdes Gut.

Seneca, Der rasende Herkules (Hercules furens). V. 340-341. Übers. Internet Originaltext: Qui genus iactat suum, aliena laudat.

In den meisten Familien ist man lieber Gast als Mitglied.

Peters, Aphorismen, 1931

Wir ärgern uns über unsere Verwandten, die dumm sind, weil es in der Familie liegt.

Matthewman, Rips and Raps, 1903. Übers. Internet