Familie Sprüche

Sprüche über Familie und Nähe

143 Sprüche in dieser Kategorie

Willst du die Menschheit vollständig erblicken, so suche eine Familie. In der Familie werden die Gemüter organisch Eins, und eben darum ist sie ganz Poesie.

Schlegel, F., Fragmentensammlungen (Kritische Fragmente, Blüthenstaub, Athenäums-Fragmente, Ideen), 1797-98. Ideen [152]

Es ist sicher eine schöne Sache, aus gutem Haus zu sein. Aber das Verdienst gebührt den Vorfahren.

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Ohne unzärtlich gegen die Seinigen zu sein, ist man doch in seinen schönen Jahren etwas mehr sich selbst genug. Aber wenn man eine Weile in der kalten Welt hin und her gelebt hat, dann wird man erst einer so treuen Teilnahme, wie die zwischen Eltern und Kindern und Geschwistern ist, recht bedürftig.

Hölderlin, F., Briefe. An seine Mutter am 18. Juni 1799

Es lebt ein tief Gefühl im Manne, und Gott hat es gepflanzt in den Mann, daß er, um zu kämpfen mit des trügerischen Meeres wilden Wellen, um zu besiegen die andringende Welt, eine zweite Seele bedürfe; daß er ein Weib bedürfe, um sich in dieser Welt zu schaffen und zu gründen ein bleibend Denkmal, die schönste Ehrensäule: eine tüchtige Familie, selbst gewurzelt in der Erde und kühn und fromm hoch zum Himmel auf die Häupter hebend.

Gotthelf, Uli der Pächter (auch: Ueli der Pächter), 1849

An Kindern, Weibern und Familie hängen alle Menschen; sie gehen unter in dem schlammigen Meere der Sorgen, wie alte Waldelefanten im Schlamm.

Deussen/Strauß (Übers.), Vier philosophische Texte des Mahâbhâratam. Sanatsujâta-Parvan, Bhagavadgîtâ, Mokshadharma, Anugîtâ, 1906. Mokshadharma Adhyâya 174

Jede soziale Doktrin, welche die Familie zu untergraben sucht, ist schlecht. Wenn ihr eine Gesellschaft zersetzet, so ist das letzte Residuum, das ihr findet, nicht das Individuum, sondern die Familie. Sie ist der Krystall der Gesellschaft.

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Die gute Familie ist das heilige Gefäß, aus dem die bessere Nachwelt hervorgeht.

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Der Verheiratete verlangt Ordnung, Sicherheit und Ruhe – er wünscht, als Familie, in Einer Familie zu leben – in einem regelmäßigen Hauswesen – er sucht eine echte Monarchie.

Novalis, Fragmente. Erste, vollständig geordnete Ausgabe hg. von Ernst Kamnitzer, Dresden 1929. Staatslehre

Vater, Mutter und Kind – o glückselige Dreieinheit!

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Das ist dein Bruder! – das ist verdolmetscht: Er ist aus eben dem Ofen geschossen worden, aus dem du geschossen bist – also sei er dir heilig!

Schiller, Die Räuber, 1781. 1. Akt, 1. Szene, Franz

Besser ein Nachbar über der Mauer als ein Bruder über der See.

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Es ist beileibe nicht gesagt, daß jeder sich verheiraten sollte; aber einer Familie angehören, in einem Hause, zum mindesten in einer familienartigen Gemeinschaft, das sollte ein jeder.

Riehl, Die Familie, 1855

Die Wunden brennen länger in den Familien als auf dem Schlachtfelde.

Aachener Kritische Revue, 1891-94

Die Familie ist die pädagogische Urstiftung.

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In der Zaubermacht der Familie, die man nirgends so wiederfindet, beruht die Hauptstärke Deutschlands.

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Ein Bruder und eine Schwester, nichts Treueres kennt die Welt. Kein Goldkettchen hält fester, als eins am andern hält.

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Man wird nicht ärmer, wenn man sein Hauswesen zusammen zieht.

Goethe, Wilhelm Meisters Lehrjahre, 1795/6. 5. Buch, 16. Kapitel

Stark bindet Freundschaft, mächtig eint des Blutes Band.

Aischylos, Der gefesselte Prometheus, um 470 v. Chr

Die Bande der Familie sind im Himmel nicht gelöst.

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Aus glücklichen Familien besteht das Wohl des Staats; oder seine Glückseligkeit ist eine Scheingröße.

Herder, Liebe und Selbstheit. Ein Nachtrag zum Briefe des Hr. Hemsterhuis über das Verlangen, 1781

Auf der Familie ruht die Kunst, die Wissenschaft, der menschliche Fortschritt, der Staat.

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