Familie Sprüche
Sprüche über Familie und Nähe
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In vielen Fällen wird die Familie durch das Arbeiten der Frau nicht ganz aufgelöst, sondern auf den Kopf gestellt. Die Frau ernährt die Familie, der Mann sitzt zu Hause, verwahrt die Kinder, kehrt die Stuben und kocht.
Das Erbgut ist wie eine Kutsche, in der unsere Vorfahren reisen. Dann und wann streckt einer von ihnen seinen Kopf zum Wagenschlag heraus und verursacht uns allerhand Scherereien.
Das treue Heim der Familie ist der Boden, auf welchem die junge Menschenblume zur glücklichsten Entfaltung kommt; der frühe Eintritt in die Öffentlichkeit bildet die kränkelnden Treibhausblüten, welche in der heutigen Jugend überreich zu finden sind.
Immer geht vom Hauswesen jede wahre, und beständige, und echte Volksgröße aus, im Familienglück lebt die Vaterlandsliebe, und der Hochaltar unsers Volkstums steht im Tempel der Häuslichkeit; sie ist die beste Vorschule, Deutschheit heißt sie bei uns im Großen. Für sie kann jeder leben, er sei reich oder arm, vornehm oder gering, einfältig oder gelehrt, Mann oder Weib, Jüngling oder Jungfrau, Kind oder Greis.
Im Schoß der Familien herrschen oft Mißtrauen, Eifersüchtelei und Abneigungen, während uns ein zufriedenes, einträchtiges und heiteres Äußeres täuscht und einen Frieden vermuten läßt, der gar nicht vorhanden ist.
Und wenn ein Haus mit sich selbst uneins wird, kann es nicht bestehen.
Wenn Familien sich lange erhalten, so kann man bemerken, daß die Natur endlich ein Individuum hervorbringt, das die Eigenschaften seiner sämtlichen Ahnherrn in sich begreift, und alle bisher vereinzelten und angedeuteten Anlagen vereinigt und vollkommen ausspricht. Ebenso geht es mit den Nationen, deren sämtliche Verdienste sich wohl einmal, wenn es glückt, in einem Individuum aussprechen.
Wenn dich Familienbande fest umstricken, So darf dein Geist nicht mehr nach Freiheit blicken: Die Sorg' um Kinder, Kleider, Nahrung, Geld, Zieht dich zurück vom Weg zur Geisterwelt. Den ganzen Tag hab' ich mir vorbedacht, Mit Gott nur umzugehn die ganze Nacht, Allein beim Beten kann ich nicht vergessen: Was werden meine Kinder morgen essen?
Das Leben in der Familie ist das beste Schutzmittel vor allen sozialen Verirrungen, und wenn diese jetzt so übermächtig allwärts emporwuchern, so ist dies das sicherste Zeichen, daß das Heiligtum des Hauses gar vielfach zertrümmert sein muß.
Ein eigener Herd, eine Familie, in diesem Kreise ist der Mensch vor dem Ärgsten bewahrt, in diesem Kreise entwickelt sich leicht die Arbeitsamkeit, die Opferwilligkeit, das Selbstvertrauen und die Zufriedenheit; in diesem Kreise gedeiht die Liebe und die Zufriedenheit; in diesem Kreise gedeiht die Liebe zur Gemeinde, die Treue zum Vaterlande.
Entschuldigung des Persönlichen Warum ich Weib und Kinder nenne So oft in meinen Liedern? Weil ich sie im Gefühl nicht trenne Von meinen eignen Gliedern. Und wie man spricht von seinem Leibe, Von seinem Aug' und Herzen, So sprech' ich auch von Kind und Weibe In Freuden und in Schmerzen.