Familie Sprüche

Sprüche über Familie und Nähe

143 Sprüche in dieser Kategorie

Das Familienleben ist ein Eingriff in das Privatleben.

Kraus, Sprüche und Widersprüche, 4. Auflage 1924 (EA: 1909). III. Mensch und Nebenmensch

In vielen Fällen wird die Familie durch das Arbeiten der Frau nicht ganz aufgelöst, sondern auf den Kopf gestellt. Die Frau ernährt die Familie, der Mann sitzt zu Hause, verwahrt die Kinder, kehrt die Stuben und kocht.

Engels, Die Lage der arbeitenden Klasse in England. Nach eigner Anschauung und authentischen Quellen, 1845

Klag' nicht, wenn dir für Viele zu sorgen gegeben, – Am schlimmsten kommt manalleindurch's Leben.

Fliegende Blätter, humoristische deutsche Wochenschrift, 1845-1944. 1899

Wenn die Familie beisammen ist, ist die Seele auf ihrem Platz.

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Wer sich nur seiner Vorfahren rühmt, bekennt damit, daß er einer Familie angehört, die tot mehr wert ist als lebendig.

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Es ist kein Jakob, der nicht seinen Esau hat.

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Das Erbgut ist wie eine Kutsche, in der unsere Vorfahren reisen. Dann und wann streckt einer von ihnen seinen Kopf zum Wagenschlag heraus und verursacht uns allerhand Scherereien.

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Das Familienleben ist die eigentliche Sittenschule.

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Nur durch das kleine Vaterland, die Familie, wird das Herz dem großen zugewandt.

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Das treue Heim der Familie ist der Boden, auf welchem die junge Menschenblume zur glücklichsten Entfaltung kommt; der frühe Eintritt in die Öffentlichkeit bildet die kränkelnden Treibhausblüten, welche in der heutigen Jugend überreich zu finden sind.

Weiß (Hg.), Tausend und Ein Gedanke. Aphorismen für Geist und Herz, zusammengestellt von Heinrich Weiß, 6. Auflage 1904 (EA: 1880)

Immer geht vom Hauswesen jede wahre, und beständige, und echte Volksgröße aus, im Familienglück lebt die Vaterlandsliebe, und der Hochaltar unsers Volkstums steht im Tempel der Häuslichkeit; sie ist die beste Vorschule, Deutschheit heißt sie bei uns im Großen. Für sie kann jeder leben, er sei reich oder arm, vornehm oder gering, einfältig oder gelehrt, Mann oder Weib, Jüngling oder Jungfrau, Kind oder Greis.

Jahn, Deutsches Volkstum, 1810

Im Schoß der Familien herrschen oft Mißtrauen, Eifersüchtelei und Abneigungen, während uns ein zufriedenes, einträchtiges und heiteres Äußeres täuscht und einen Frieden vermuten läßt, der gar nicht vorhanden ist.

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Und wenn ein Haus mit sich selbst uneins wird, kann es nicht bestehen.

Neues Testament. Das Evangelium nach Markus (#Mk 3,25)

Wenn Familien sich lange erhalten, so kann man bemerken, daß die Natur endlich ein Individuum hervorbringt, das die Eigenschaften seiner sämtlichen Ahnherrn in sich begreift, und alle bisher vereinzelten und angedeuteten Anlagen vereinigt und vollkommen ausspricht. Ebenso geht es mit den Nationen, deren sämtliche Verdienste sich wohl einmal, wenn es glückt, in einem Individuum aussprechen.

Goethe, Anmerkungen zu Diderot: Rameaus Neffe, entstanden 1805. Artikel Voltaire, gemeint ist Voltaire als Typus des Franzosen

Wenn dich Familienbande fest umstricken, So darf dein Geist nicht mehr nach Freiheit blicken: Die Sorg' um Kinder, Kleider, Nahrung, Geld, Zieht dich zurück vom Weg zur Geisterwelt. Den ganzen Tag hab' ich mir vorbedacht, Mit Gott nur umzugehn die ganze Nacht, Allein beim Beten kann ich nicht vergessen: Was werden meine Kinder morgen essen?

Saadi, Rosengarten (Golestan, auch Gulistan), um 1259. Übersetzt von Karl Heinrich Graf, 1846

Das Leben in der Familie ist das beste Schutzmittel vor allen sozialen Verirrungen, und wenn diese jetzt so übermächtig allwärts emporwuchern, so ist dies das sicherste Zeichen, daß das Heiligtum des Hauses gar vielfach zertrümmert sein muß.

Riehl, Die bürgerliche Gesellschaft, 1851

Ich habs erfahren: Weib und Kind Das höchste Gut auf Erden sind.

Lenau, Faust. Ein Gedicht. Drama, entstanden 1836. Der Jugendfreund. Isenburg

Rastlos ringt der denkende Geist nach dem Ewigen, wer aber Weib und Kind am Herzen hält, der fühlt sich der hohen Gewalt unseres Lebens innig verbunden in seligem Frieden.

Freytag, Die verlorene Handschrift. Roman in fünf Büchern, 1864

Ein eigener Herd, eine Familie, in diesem Kreise ist der Mensch vor dem Ärgsten bewahrt, in diesem Kreise entwickelt sich leicht die Arbeitsamkeit, die Opferwilligkeit, das Selbstvertrauen und die Zufriedenheit; in diesem Kreise gedeiht die Liebe und die Zufriedenheit; in diesem Kreise gedeiht die Liebe zur Gemeinde, die Treue zum Vaterlande.

Rosegger, Die Schriften des Waldschulmeisters, 1875

Entschuldigung des Persönlichen Warum ich Weib und Kinder nenne So oft in meinen Liedern? Weil ich sie im Gefühl nicht trenne Von meinen eignen Gliedern. Und wie man spricht von seinem Leibe, Von seinem Aug' und Herzen, So sprech' ich auch von Kind und Weibe In Freuden und in Schmerzen.

Rückert, Gedichte. Haus und Jahr. Eigner Herd

Gott spricht zum Menschen: du hast vier Hausgenossen, den Sohn, die Tochter, die Magd; ich habe auch vier Hausgenossen, den Leviten, den Fremdling, die Witwe und die Waise.

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