Freundschaft Sprüche

Sprüche über Freundschaft und Zusammenhalt

1466 Sprüche in dieser Kategorie

Du zählst im Elend keinen Freund.

Euripides, Elektra, ca. 413 v. Chr

Freundschaft ist das Band der Vernunft.

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Habe den Mut zur Wahrheit! Das kostet dich viele Freunde, aber es zeigt dir zugleich, was du an ihnen verlorst.

Leuthold, Distichen

Der Freund ist die Verbindung zwischen Vater und Sohn, er ist ihre größte Gemeinsamkeit.

Kafka, Tagebücher. 11. Februar 1913

Vielen Freunden Gegendienste zu leisten ist beschwerlich, und es zu vollbringen, ist das Leben nicht lang genug. Daher sind mehr Freunde, als für das eigene Leben genügen, überflüssig und der Ausübung der Tugend hinderlich, und so bedarf man ihrer nicht. Auch der Freunde, die man um der Lust willen hat, braucht man nur wenige, wie auch bei der Speise wenig Gewürz hinreicht.

Aristoteles, Nikomachische Ethik, 350 v. Chr. 1170b (IX, 10.) Übersetzt von Eugen Rolfes (1911)

Über die Freundschaft Miteinander zu reden und zu lachen, sich gegenseitig Gefälligkeiten erweisen, gemeinsam schöngeistige Bücher zu lesen, gemeinsam zu scherzen und zugleich Achtung zu geben, gelegentlich anderer Meinung zu sein, freilich ohne Gehässigkeit, ganz so, wie man auch mit sich selbst im Widerstreit liegt, gerade durch Meinungsverschiedenheit die vorherrschende Eintracht zu würzen, einander etwas zu lehren und voneinander lernen, Abwesende schmerzlich vermissen, Zurückkehrende freudig empfangen, durch Zeichen der Liebe und Gegenliebe, die von Herzen kommen, die sich in Miene, Stimme, Blicken und tausend freundlichen Gesten äußern, die Herzen wie Zündstoff entflammen und aus Zweien eins werden lassen.

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Klagt Dir ein Freund seine Not, seine Schmerzen so höre ihn mit Teilnehmung an. Halte Dich nicht mit moralischen Gemeinsprüchen auf, mit Bemerkungen über das, was anders hätte sein und was er hätte vermeiden können, da es doch einmal nicht anders ist. Hilf, wenn Du es vermagst, tröste und verwende alles, was ihm Linderung geben kann, aber verzärtle ihn nicht an Leib und Seele durch weibische Klagen.

Knigge, Über den Umgang mit Menschen, Erstdruck 1788, hier nach der 3. erweiterten Auflage von 1790. Zweiter Teil, 6. Kapitel, 9.

Auf den Wegen der Freundschaft soll man kein Gras wachsen lassen.

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Die einen deiner Freunde tadeln dich, die andern loben dich; halte dich an die, welche dich tadeln und meide diejenigen, die dich loben.

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"Bleib" ist ein charmantes Wort im Vokabular eines Freundes.

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Das Höchste, das ich für meinen Freund tun kann, ist einfach sein Freund sein. Wenn er weiß, daß es mich glücklich macht, ihn zu lieben, wird er keine andere Belohnung wollen.

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Nimm dich einmal in acht vor deinen Feinden, aber tausendmal vor deinen Freunden, denn vielleicht wird dein Freund eines Tages dein Feind sein, und dann hat er es leichter, deinen Nachteil zu betreiben.

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Abrechnen ist das Ende der Freundschaft.

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Die Frage: Was ist ein Freund? beantwortete er [Aristoteles] mit der Erklärung: „EineSeele, die in zwei Leibern wohnt.“

Diogenes Laertius, Leben und Meinungen berühmter Philosophen. V, 1, 20

Die Freunde bitte fein, zu sehr nicht dich zu ehren! Sonst werden Feinde dir dafür den Krieg erklären.

Rückert, Gedichte. Die Weisheit des Brahmanen, 1836-1839

Daran erkenne ich, wenn es einem Freund gut geht: er hat kein Gedächtnis mehr.

Balzac, Glanz und Elend der Kurtisanen (Splendeurs et misères des courtisanes), 1838-44. 1. Teil. Von der Liebe der Dirnen. Übersetzt von Felix Paul Greve, 1909

Man muß eher prüfen, mit wem man ißt und trinkt, als was man ißt und trinkt. Denn ohne einen Freund ist das Leben wie das Fressen von Löwe und Wolf.

Epikur, Fragmente

Von tausend Blüten des Frühlings reift kaum eine zur herbstlichen Frucht, und von tausend Umarmungen der Liebe reift kaum eine zur innigen beruhigenden Freundschaft.

Pestalozzi, Ein Schweizer-Blatt (Wochenschrift), 1782. Nr. 42 vom 17. Oktober 1782

So scheinst du auch keinen Freund zu haben, wenn du keinen Feind hast.

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Nicht den Schwächeren wähle zum Freund dir, um weichlich zu ruhen; Sondern, wer gleich dir an Geist, kräftig dich regt und ergänzt.

Schlegel, F., Gedichte. Lehrgedichte. Aus: Herkules Musagetes, 1801

Auch denen, die uns lieben und verehren, wird nicht eher in unserer Nähe wohl, als bis sie entdeckt haben, wo wir sterblich sind.

Schnitzler, Buch der Sprüche und Bedenken. Aphorismen und Fragmente, 1927