Freundschaft Sprüche

Sprüche über Freundschaft und Zusammenhalt

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Es gibt Menschen, deren einmalige Berührung mit uns für immer den Stachel in uns zurückläßt, ihrer Achtung und Freundschaft wert zu bleiben.

Morgenstern, Aphorismen und Sprüche, hg. von Margareta Morgenstern, 1960. Psychologisches, 1897. Erstdruck in: Das Goethenaum 2, 1922/23

Die Freundschaft kennt keine Selbstüberhebung.

Ambrosius, Über die Pflichten der Kirchendiener (De officiis ministrorum), 388/389 n. Chr

Kurz ist der Abschied für die lange Freundschaft.

Schiller, Die Jungfrau von Orleans. Eine romantische Tragödie, 1801. 3. Akt, 6. Auftritt, Lionel

Sollte Freundschaft ein so armseliges Feuer sein, daß es durch Teilung verlöre?

Schiller, F., Briefe. An Gottfried Körner, 23. Juli 1787

Die meisten Freundschaften sind bloße Beziehungen, die dank stillschweigender Übereinkunft weiterbestehen.

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Bist du reine Luft und Einsamkeit und Brot und Arznei deinem Freunde?

Nietzsche, Also sprach Zarathustra. Ein Buch für Alle und Keinen, 1883-1885 (1. vollständige Ausgabe aller Teile 1892). Erster Teil. Die Reden Zarathustras, 1883. Vom Freund

Ich hörte es sagen und es ist wahr, man soll durch Freunde sterben und genesen.

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Wie soll ich meine Feinde lieben, wenn ich nicht einmal meine Freunde leiden kann?

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Ein Kluger weiß Verdrießlichkeiten zu vermeiden; aber ein dummer Freund schleppt sie ihm zu.

Gracián, Handorakel und die Kunst der Weltklugheit (Oráculo manual y arte de prudencia), 1647. Erste deutsche Übersetzung 1711. Hier in der Übersetzung von Arthur Schopenhauer 1828-32, Erstdruck 1871. [156.]

Kein Frühling weiß so traut und wohl zu klingen, Als wenn zum Herzen Freundesworte dringen; So tönt kein Lied in kummervollen Stunden, Wie wenn der Freund das rechte Wort gefunden.

Lenau, Die Albigenser. Versepos, entstanden 1838/1842

Wer Freunde verlieren will, muss sie als solche in Anspruch nehmen wollen.

Wertheimer, Buch der Weisheit. Aphorismen. Zweite Auflage und Neue Folge, 1920 (posthum)

Freundschaft (in ihrer Vollkommenheit betrachtet) ist die Vereinigung zweier Personen durch gleiche wechselseitige Liebe und Achtung.

Kant, Die Metaphysik der Sitten, 1797. Zweiter Teil. Metaphysische Anfangsgründe der Tugendlehre

Einerlei Gefühl, einerlei Wunsch, einerlei Hoffnung einigt; und je inniger und edler dies Gefühl, dieser Wunsch und diese Hoffnung sind, desto inniger und edler ist auch die Freundschaft, die daraus wird.

Claudius, Asmus omnia sua secum portans, oder Sämtliche Werke des Wandsbecker Bothen, 1774-1812. Von der Freundschaft

Bei jedem Plan ist zweierlei zu erwägen: erstens die absolute Güte des Plans, und an zweiter Stelle die Leichtigkeit der Ausführung.

Rousseau, Emil oder über die Erziehung (Émile ou de l'éducation), 1762. Vorrede

Wer seine Freunde im Tode nicht ehrt, ist ihrer im Leben nicht wert gewesen.

Bodenstedt, Das Herrenhaus in Eschenwalde, 1872

Der Freunde gibt es mächtig viel bei Lieb'sgeschichten, Fraß und Spiel, steht aber vor der Tür die Not, dann ist die Freundschaft - gleichsam tot.

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Den Freunden Des Menschen Tage sind verflochten, die schönsten Güter angefochten, es trübt sich auch der frei'ste Blick; du wandelst einsam und verdrossen, der Tag verschwindet ungenossen in abgesonderten Geschick. Wenn Freundesantlitz dir begegnet, so bist du gleich befreit, gesegnet, gemeinsam freust du dich der Tat. Ein Zweiter kommt, sich anzuschließen, mitwirken will er, mitgenießen; verdreifacht so sich Kraft und Rat. Von äußerm Drang unangefochten, bleibt, Freunde, so in eins verflochten, dem Tag gönnet heitern Blick! Das Beste schaffet unverdrossen; Wohlwollen unsrer Zeitgenossen, das bleibt zuletzt erprobtes Glück.

Goethe, J. W., Gedichte. Zum 28. August 1826, an Hegel

Durch längeres Zusammenleben können wir einen Freund verlieren, durch Trennung nie.

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Freundschaft heißt vergessen, was man gab, und in Erinnerung behalten, was man empfing.

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Leicht erwirbt man einen Feind und nur schwer einen Freund.

Midrasch Jalkut Schimeoni zu 5. Mose

Überhaupt ist ein gemeinschaftliches Leben das Mark der wahren Freundschaft: Aufschluß und Teilung der Herzen, innige Freude aneinander, gemeinschaftliches Leid miteinander, Rat, Trost, Bemühung, Hilfe füreinander sind ihre Kennzeichen, ihre Süßigkeiten und innere Belohnung.

Herder, Liebe und Selbstheit. Ein Nachtrag zum Briefe des Hr. Hemsterhuis über das Verlangen, 1781