Freundschaft Sprüche – familie
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Der Weg zur Hölle ist mit guten Bekannten gepflastert.
Schlingt Hand in Hand, und mit der andern hebet Den Becher hoch, und trinkt die Reihe nieder! Geheiligt ist das Band, das ihr gewebet, Und nie, wenn ihr euch trennt, zerreiß' es wieder. Empfindet euch, was jeder einzeln lebet, Als still im Herzverkehr gebliebne Glieder! Wo irgend ein Gefühl hat angeschlagen, Wird Mitgefühl es durch die Kette tragen.
Den beiden Griechen (1772) Zwei Griechen, welche durch das Band Der Sympathie verbrüdert waren, Verließen jung ihr Vaterland Und suchten Glück bei den Barbaren. Das Schicksal trennte sie: Porphyr Kam nach Illyrien, ward Kriegsknecht, Offizier, Spion, Feldmarschall, Großvezier Und kurz, in Zeit von zwanzig Jahren Bestieg er als der Schwiegersohn Des Königs den ererbten Thron. Aret, der nichts von ihm erfahren, Kam als ein armer Philosoph Vom Unglück stets verfolgt, an seines Freundes Hof, Der eben Audienz erteilte. »Was seh' ich, Himmel!« rief Aret Der weinend ihm entgegen eilte, »Porphyr, mein Bruder!« – »Was?« fiel seine Majestät Errötend ihm ins Wort, »hinweg mit diesem Tollen, Der unsern Stand vergißt! Vielleicht hat gar ein Feind Sich hinter ihm verbergen wollen.« »Vergib mir«, sprach Aret. »Ich hätte keinen Freund Auf einem Throne suchen sollen.«
Wahr ist's, daß wahre Verbindungen Zeit brauchen, wie Bäume, um Wurzeln zu treiben, Kronen zu bilden und Früchte zu bringen.
Durch Zusammensein mit lieben Freunden wird oft ein ganzes Heer von Erinnerungen wach.
Es welket der Erde Kraft, des Leibes Stärke, Die Treue stirbt, Untreue wuchert auf; Unwandelbar ist auch die Freundschaft nicht, Nicht zwischen Männern und zwischen Völkern, Was heute gefällt, ist morgen widerwärtig; Der eine preiset, was der andere tadelt. Es kommt der Tag, wo fest verschlungne Hände Um leichten Vorwand auseinander fahren Und nach dem Schwerte greifen.
Schwache Menschen erreichen ihr Ziel, wenn sie sich mit starken verbinden; wie der Bach mithilfe des Stromes den Ozean erreicht.
Wir müssen, in der Tat, alle zusammenhängen – oder wir werden, ganz gewiss, alle einzeln hängen.
Wir zwei Wir haben oft beim Wein gesessen Und öfter beim Grog. Beim Pfandverleiher lag indessen Der Sonntagsrock. Wir haben die lustigsten Mädelgeschichten Ausgetauscht, An Abenteuer und an Gedichten Uns weidlich berauscht. Wir haben, o je, von unsern Schulden Uns vorgeklagt, Vertranken dabei den letzten Gulden: Nur nicht verzagt! Wir haben uns immer zusammengefunden, Wars Wetter schlecht; Und waren die greulichen Wolken verschwunden, Dann erst recht. Wir sind zwei Kirschen an einem Stengel, Ein Zwiegesang, Ein Kanon, wie er von Bach bis Klengel Noch keinem gelang. Wir sind zwei Schelme. Wenn sie uns fangen, Philistergericht, Wir müssen an einem Galgen hangen, Sonst tun wirs nicht.
Bedeutsam aber ist jene Gemeinschaft, die aus dem gegenseitigen Geben und Nehmen von Wohltaten entsteht.
Welch große Macht Freundschaft und Zuneigung besitzen, erkennt man aus Widersprüchen und Zwistigkeiten.
Nichts aber ist schändlicher, als mit demjenigen in Krieg zu geraten, mit dem man zuvor eng zusammengelebt hat.
Anders lebt man mit einen Tyrannen, anders mit einem Freund.
Viel Freunde und wenig Nothelfer.
Das Mahl macht mehr Freunde als der Geist.
Die beste Art, seine Freunde zu behalten, ist, sie nicht auf die Probe zu stellen.