Freundschaft Sprüche – familie

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Die nächsten Freunde, Die ärgsten Feinde.

Simrock (Hg.), Die deutschen Sprichwörter (= Die deutschen Volksbücher, Bd. 5), 1846

Mit fremden Menschen nimmt man sich zusammen, Da merkt man auf, da sucht man seinen Zweck In ihrer Gunst, damit sie nutzen sollen. Allein bei Freunden läßt man frei sich gehn, Man ruht in ihrer Liebe, man erlaubt Sich eine Laune; ungezähmter wirkt Die Leidenschaft, und so verletzen wir Am ersten die, die wir am zartsten lieben.

Goethe, Torquato Tasso, 1807. 3. Akt, 4. Szene, Antonio zu Leonore

Horst. Einzeln ist der Mensch ein schwaches Wesen; aber stark in Verbindung mit andern. Faust. Einsam mühet er sich oft umsonst. Ein Blick des Freundes in sein Herz, ein Wort seines Rates, seines Trostes weitet und hebt ihm den niedrigen Himmel, rückt ihm die Decke des Trauerns hinweg.

Herder, Salomo's Siegelring (Fortsetzung des fiktiven Gesprächs: Fama fraternitatis, oder Über den Zweck der Freimaurerei, wie sie von außen erscheint), 1813 (posthum)

Es macht der Freund des Freundes Kummer zu dem seinen.

Euripides, Iphigenie in Aulis, nach 406 v. Chr

Die Gesellschafts-Menschen hängen ihre Freunde mit dem Winterüberzieher in den Schrank und holen sie erst zum Herbst wieder hervor.

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Das wäre noch recht, wenn uns die Leute Freunde blieben, so lange sie uns brauchen können; allein in den meisten Fällen bleiben sie es nur so lange, als sie uns mißbrauchen können.

Fliegende Blätter, humoristische deutsche Wochenschrift, 1845-1944

Seltsam! Das, was wir unsern Freunden nicht zu Liebe tun wollen, tun wir unsern Feinden oft zum Trotz.

Fliegende Blätter, humoristische deutsche Wochenschrift, 1845-1944

Freunde hast du so viel, wie Tage im Jahre, nur leider Schließt der Plural hier immer den Singular aus.

Hebbel, Tagebücher. Nach der historisch-kritischen Ausgabe von R. M. Werner, 4 Bde., 1903-04. 1845

Gestorbne Freunde sind Ketten, die uns von der Erde ziehen und fester mit einer bessern Welt verknüpfen.

Jean Paul, Bemerkungen, August 1782

Ein edler Mensch zieht edle Menschen an Und weiß sie fest zu halten.

Goethe, Torquato Tasso, 1807. 1. Akt, 1. Szene, Leonore zur Prinzessin

Freund und Anker erkennt man, wenn sie Hilf' in Not getan.

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Mit jedem Freunde mehr entsteht ein neuer Feind.

Kühnel (Hg.), Zitaten-Handbuch. Worte und Weisheit aus vier Jahrtausenden, hg. von Joseph Kühnel, 1937

Freunde gibt's genug, doch sind sie wie der Aal, der meistens entschlüpft und Reißaus nimmt, wenn man glaubt, ihn ganz fest und sicher zu haben.

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Wirklich gute Freunde sind Menschen, die uns genau kennen und trotzdem zu uns halten.

Tieck (Hg.), Nichts ist, das dich bewegt; du selber bist das Rad, das aus sich selbsten läuft und keine Ruhe hat, hg. von Heinrich Tieck, 1943

Bündnisse sind gut, aber wehe denen, die ihrer bedürfen!

Lehmann (Hg.), Florilegum Politicum. Politischer Blumengarten, 1630

Freundschaften, die wir selbst geknüpft haben, sind gewöhnlich wertvoller als die, welche aus nachbarlichen oder verwandtschaftlichen Beziehungen hervorgehen.

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Man muss viel Freunde gehabt haben, um einen im Alter zu behalten.

Wertheimer, Aphorismen. Gedanken und Meinungen, 1896

Das sind die besten Freunde, die sich selten besuchen.

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Zwei Menschen können für viele Jahre unter ein- und demselben Dach miteinander reden, treffen sich aber nie und zwei andere sind bei den ersten Sätzen gleich alte Freunde.

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Unpassende Freundschaften endigen immer mit Abneigung; wir wollen uns lieber zu gleichgebildeten Gesellschaftsgenossen halten.

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Doch wenn man die Wahl zwischen alten Freunden und neuen hat, und seien diese auch noch so bezaubernd, so muß man sich auf die Seite der alten stellen.

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