Freundschaft Sprüche – hoffnung

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Wie ist des Freundes Brust ein sichrer Port! Wie sänftigt bittern Schmerz sein weises Wort!

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Wenn man einem Freund mit Geld nicht helfen kann, dann mindestens mit einem Seufzer.

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Horst. Einzeln ist der Mensch ein schwaches Wesen; aber stark in Verbindung mit andern. Faust. Einsam mühet er sich oft umsonst. Ein Blick des Freundes in sein Herz, ein Wort seines Rates, seines Trostes weitet und hebt ihm den niedrigen Himmel, rückt ihm die Decke des Trauerns hinweg.

Herder, Salomo's Siegelring (Fortsetzung des fiktiven Gesprächs: Fama fraternitatis, oder Über den Zweck der Freimaurerei, wie sie von außen erscheint), 1813 (posthum)

Ins Album Ich wünsche dir viele Freunde, die alle Zeit Dir gerne zu helfen sind bereit. Und dann wünsche ich dir – zu viel scheint es fast – Dass du nie ihre Hilfe nötig hast.

Fliegende Blätter, humoristische deutsche Wochenschrift, 1845-1944. 1889

Niemals werde der Feind mir verunglimpft, ist er ein guter; niemals werde gelobt, ist ein schlechter, der Freund!

Voß, Epigramme

Erwirb dir das Vertraun von deinem Vaterlande Dann zittre vor der Verläumdung nicht, Wer edel handelt und nach Pflicht, Den rettet wahrer Ruhm aus der vermeinten Schande.

Clodius, Der neuen vermischten Schriften von Christian August Clodius 1. bis 6. Teil, 1780-87. 2. Teil: Scipio, 1780. Originaltext

Dem fremden Freunde Es war Dein Wort ein blitzend Schwert, Das für mich stritt; Es war Dein Wort der Seele Schrei, Die für mich litt. Die herbe Thräne war Dein Wort, Geweint um mich; Ein guter Engel war Dein Wort, Der nimmer wich! Dein Wort, es gab mir neuen Muth, Es drang befreiend stolz zu mir; Du Fremder, sieh mein schlichtes Wort, Es dankt zu tausend Malen Dir!

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Es war eine erhabene Vorstellungsart des Weisen, wie ihn sich der Stoiker dachte, wenn er ihn sagen ließ: Ich wünsche mir einen Freund, nicht der mir in Armut, Krankheit, in der Gefangenschaft u.s.w. Hilfe leiste, sondern damit ich ihm beistehen und einen Menschen retten könne; und gleichwohl spricht eben derselbe Weise, wenn sein Freund nicht zu retten ist, zu sich selbst: Was geht's mich an?, d. i. er verwarf die Mitleidenschaft.

Kant, Die Metaphysik der Sitten, 1797. Zweiter Teil. Metaphysische Anfangsgründe der Tugendlehre

Freund, sieh auf dich und nicht auf mich, und fehle ich, so bess're dich!

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Wer hielte ohne Freund im Himmel Wer hielte da auf Erden aus?

Novalis, Geistliche Lieder, 1802. I.

Freund und Anker erkennt man, wenn sie Hilf' in Not getan.

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Den frohen Mann zum Freunde nimm; Nicht einen, dem in Gram und Grimm Der Boden unter'n Füßen brennt, Wenn andre tanzen; der im Leben Mit keinem Menschen »Du« sich nennt, Dem man sich scheut, die Hand zu geben! Nimm einen, der dir seinen Rat Nicht aufdrängt, aber Wort und Tat Am Zügel hat in Ernst und Scherzen, Der zwar die Weisheit nicht in Pacht, Jedoch, wenn's gilt, aus seinem Herzen Auch keine Mördergrube macht.

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Ein Freund in der Not ist besser als Meeresstille nach Sturm.

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Hoffe in niemandem einen Freund zu finden, als wer einen Freund in dir gefunden hat.

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Wie tröstlich ist es einem Freunde, der Auf eine kurze Zeit verreisen will, Ein klein Geschenk zu geben, sei es nur Ein neuer Mantel, oder eine Waffe.

Goethe, Torquato Tasso, 1807. 5. Akt, 4. Auftritt, Prinzessin zu Tasso

Denke der eig'nen Fehler und Schwächen, Wenn du dem Freund, dem Irrenden, grollst! Schwanke nicht erst, ob die Unbill zu rächen, Ob du in Milde vergeben sie sollst. Was dir zum Trost und zur Freude gegeben, Selber verkehrend in Unheil und Fluch, Bringest du sonst in dein innerstes Leben, Störrischen Sinnes, den qualvollen Bruch.

Paoli, B., Gedichte. 1845

Wenn eines Menschen Seele du gewonnen Und in sein Herz hast tief hineingeschaut Und ihn befunden einen klaren Bronnen, In dessen reiner Flut der Himmel blaut: Laß deine Zuversicht durch nichts dir rauben, Und trage lieber der Enttäuschung Schmerz, Als daß du grundlos ihm entziehst den Glauben – Kein größer Glück als ein vertrauend Herz! Laß adlermutig deine Liebe schweifen Bis dicht an die Unmöglichkeit heran: Kannst du des Freundes Thun nicht mehr begreifen, So fängt der Freundschaft frommer Glaube an.

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Die besten Freunde des Menschen sind die Hoffnung und die Reue! Die Jugend hat die Hoffnung, das Alter die Erinnerung und die Reue.

Lüttwitz, Wo ist das Glück? Aphorismen, 1911

Die beste Zuflucht ist ein Freund, ob reich oder arm, traurig oder froh, mit oder ohne Fehler.

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Ein melancholischer Freund ist eine Plage Gottes.

Heine, H., Briefe. An Moses Moser, 6. August 1829

Wenn mir die Freundschaft hilft, wie kann die Hoffnung wanken!

Körner, Der grüne Domino. Lustspiel, 1811