Freundschaft Sprüche – hoffnung

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Kein besseres Heilmittel gibt es im Leid als eines edlen Freundes Zuspruch.

Euripides, Fragmente. Überliefert bei Stobaios (4, 48, 23) als Fragment eines nicht identifizierten Stückes

Der Mann, welcher sich stellt, als merkte er es nicht einmal, daß man ihn verfolgt, der von Zeit zu Zeit sagt: »Gottlob! mir geht es gut; ich habe Freunde«, wird für einen mächtigen Bundesgenossen gehalten, dessen man schonen müsse, dahingegen über den Verlassenen jeder, wie die benachbarten Fürsten über das Eigentum einer kleinen Reichsstadt, herfällt.

Knigge, Über den Umgang mit Menschen, Erstdruck 1788, hier nach der 3. erweiterten Auflage von 1790. Zweiter Teil, 11. Kapitel, 1.

An Neuffer Im März 1794 Noch kehrt in mich der süße Frühling wieder, Noch altert nicht mein kindischfröhlich Herz, Noch rinnt vom Auge mir der Tau der Liebe nieder Noch lebt in mir der Hoffnung Lust und Schmerz. Noch tröstet mich mit süßer Augenweide Der blaue Himmel und die grüne Flur, Mir reicht die Göttliche den Taumelkelch der Freude, Die jugendliche freundliche Natur. Getrost! es ist der Schmerzen wert, dies Leben, So lang uns Armen Gottes Sonne scheint, Und Bilder beßrer Zeit um unsre Seele schweben, Und ach! mit uns ein freundlich Auge weint.

Hölderlin, F., Gedichte

Den Freund, dessen Hoffnungen man nicht befriedigen kann, wünscht man sich lieber zum Feinde.

Nietzsche, Morgenröte. Gedanken über die moralischen Vorurteile, 1881

Wunder ist's, wenn jemand traurig ist, da er doch einen Freund besitzt!

Peiper (Hg.), Stimmen aus dem Morgenlande, oder: Deutsch-Morgenländische Frucht- und Blumenlese. Eine Sammlung von unbekannten oder noch ungedruckten Schriftstücken Morgenländischer Autoren, hg. von Carl Rudolf Samuel Peiper, 1850

Wenn sie sich Große zur Stütze nehmen, gelangen auch Kleine zur Größe. Siehe, eine Liane erreicht den Gipfel eines großen Baumes, indem sie sich auf ihn stützt.

Hertz (Hg.), Worte der Weisen aus allen Völkern und Zeiten, 1886

Hiob besaß zwei Freunde; in der Not Ist einer schon genug; bei rauhem Wetter Ist Freundschaft meist ein trauriger Pilot, Ein Arzt, der theuer ist und selten Retter. Murr' nicht, wenn deine Freund' abfallen! droht Der erste Sturm, so fallen auch die Blätter. Wann sich dein Schicksal aufhellt, nun, dann wandre Zum Kaffeehaus' und nimm dir einfach andre.

Byron, Don Juan, 1819-24. Aus: Vierzehnter Gesang