Freundschaft Sprüche – liebe

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Denn es ist ja [...] der Freund ein zweites Ich.

Aristoteles, Magna Moralia. 1213a

Besuche deinen Freund, aber mit Abstand; bei zu vielen Besuchen verlierst du ihn.

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Ich will lieber durch den Überfluß der Freundschaft fehlen als durch den Mangel.

Gellert, Die Betschwester, 1745. Originaltext

Freundschaft und Liebe. Hand in Hand und unzertrennbar wandeln Freundschaft und reine Liebe mit einander! Wo die Freundschaft entflieht, da senkt der keusche Eros die Fackel.

Brun, F., Gedichte. 1795

Bei Übersendung eines Vergissmeinnicht Diese Blume, deren blaue Blüthe Deutungsvoll der schönste Nahme schmückt, Der als Wunsch mir längst im Herzen glühte, Hab' ich einsam heut' im Thal gepflückt. Süss umschwebt von Deinem theuern Bilde, Schien sie würdig zur Gesandtin mir; Hin in ferne, trennende Gefilde, Bringe sie den Gruss der Freundschaft Dir. Ehe sie Dir naht wird sie verbleichen – Schnell verlöschet ihrer Farbe Licht, Doch die Bitte möge Dich erreichen, Die ihr Nahme zärtlich zu Dir spricht.

Ahlefeld, C., Gedichte. Gedichte von Natalie, 1808. Originaltext

Es ist seltsam, wie ein Abenteuer, eine Beschwerlichkeit, die wir um eines Freundes willen übernehmen, plötzlich diesem Freunde einen viel höhern Werth in unsern Augen gibt – wie Gärtnern die Pflanzen am liebsten werden, mit denen sie die meiste Mühe hatten.

Pichler, Agathocles, 1808. Calpurnia an Sulpicien. Originaltext

Sieh deine Freunde weder zu oft, noch zu selten.

Platen, Lebensregeln, 1817. [69]

Bedeutsam aber ist jene Gemeinschaft, die aus dem gegenseitigen Geben und Nehmen von Wohltaten entsteht.

Cicero, Von den Pflichten (De officiis), 44 v. Chr. Übers. Internet Originaltext: Magna etiam illa communitas est, quae conficitur ex beneficiis ultro et citro datis acceptis

Und wirklich ist jene Freundschaft am angenehmsten, die eine Ähnlichkeit des Charakters geknüpft hat.

Cicero, Von den Pflichten (De officiis), 44 v. Chr. Übers. Internet Originaltext: Estque ea iucundissima amicitia, quam similitudo morum coniugavit

Nichts aber erfreut die Seele so wie eine treue und liebevolle Freundschaft.

Seneca, Von der Gemütsruhe (De tranquillitate animi), etwa 53-54 n. Chr. 7. Kapitel. Übers. Internet Originaltext: Nihil tamen aeque oblectaverit animum quam amicitia fidelis et dulcis

Wenn wir wahre Freunde sein wollen, so musst du mich und nicht meinen Besitz lieben.

Cicero, Vom höchsten Gut und vom größten Übel (De finibus bonorum et malorum), 45 v. Chr. Übers. Internet Originaltext: Me igitur ipsum ames oportet, non mea, si veri amici futuri sumus

Der Freundschaft entzieht ihre Größe, wer sie allein für günstige Gelegenheiten schließt.

Seneca, Briefe an Lucilius (Epistulae morales ad Lucilium), 62 n. Chr. 9. Brief. Übers. Internet Originaltext: Detrahit amicitiae maiestatem suam qui illam parat ad bonos casus

Welcher Schmerz Kann tiefer uns verwunden, als ein schlechter Freund?

Sophokles, Antigone, ca. 442 v. Chr. V. 647f. Kreon. Übersetzt von J. J. C. Donner, 1842

Früher verlangte man nach Freundschaft, heute ist man auf Beute aus.

Seneca, Briefe an Lucilius (Epistulae morales ad Lucilium), 62 n. Chr. 19. Brief. Übers. Internet Originaltext: Amicitia olim petebatur, nunc praeda

Mir ist der Gedanke an verstorbene Freunde süß und verlockend: Ich habe jene nämlich gehabt, obwohl ich im Begriff stand, sie zu verlieren, und ich habe sie verloren und habe ich sie gleichsam noch immer.

Seneca, Briefe an Lucilius (Epistulae morales ad Lucilium), 62 n. Chr. 63. Brief. Übers. Internet Originaltext: Mihi amicorum defunctorum cogitatio dulcis ac blanda est; habui enim illos tamquam amissurus, amisi tamquam habeam

Freundschaft umschließt viele Dinge: Wohin man sich auch wendet, sie ist zugegen, von keinem Ort ist sie ausgeschlossen, niemals ist sie ungelegen, niemals lästig.

Cicero, Laelius über die Freundschaft (Laelius de amicitia), 45/44 v. Chr. VI, 22. Übers. Internet Originaltext: Amicitia res plurimas continet: quoquo vertis, praesto est, nullo loco excluditur, numquam intempestiva, numquam molesta est

Welch große Macht Freundschaft und Zuneigung besitzen, erkennt man aus Widersprüchen und Zwistigkeiten.

Cicero, Laelius über die Freundschaft (Laelius de amicitia), 45/44 v. Chr. VII, 23. Übers. Internet Originaltext: Quanta vis amicitiae concordiaeque sit, ex dissensionibus atque ex discordiis perspici potest.

Wie wir nämlich nicht freigiebig und wohltätig sind, um Dank einzufordern, so halten wir die Freundschaft nicht aus Hoffnung auf Gewinn für erstrebenswert, sondern weil der ganze Genuss schon in der Liebe selbst liegt.

Cicero, Laelius über die Freundschaft (Laelius de amicitia), 45/44 v. Chr. IX, 31. Übers. Internet Originaltext: Ut enim benefici liberalesque sumus, non ut exigamus gratiam [...], sic amicitiam non spe mercedis adducti, sed quod omnis eius fructus in ipso amore inest, expetendam putamus

Nichts aber ist schändlicher, als mit demjenigen in Krieg zu geraten, mit dem man zuvor eng zusammengelebt hat.

Cicero, Laelius über die Freundschaft (Laelius de amicitia), 45/44 v. Chr. XXI, 77. Übers. Internet Originaltext: Nihil est enim turpius quam cum eo bellum gerere, quocum familiariter vixeris

Der Freundschaft würdig sind aber die, in denen selbst der Grund dafür liegt, geliebt zu werden.

Cicero, Laelius über die Freundschaft (Laelius de amicitia), 45/44 v. Chr. XXI, 79. Übers. Internet Originaltext: Digni autem sunt amicitia, quibus in ipsis inest causa, cur diligantur

Wenn dir ein armer Freund einen nur geringen Dienst erweist, nimm ihn dankbar an.

Pseudo-Cato, Disticha Catonis. 1.20. Übers. Internet Originaltext: Exiguum munus cum det tibi pauper amicus, accipito placide.