Gedanken Sprüche – philosophisch

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Die großen Gedanken sind das Ergebnis der großen politischen Gärungsprozesse.

Saint-Simon, Entwurf einer neuen Enzyklopädie (Esquisse d’une nouvelle Encyclopédie), 1809-1811

Nichts ist freier als die Gedanken des Menschen.

Hume, Untersuchung in Betreff des menschlichen Verstandes (An Enquiry Concerning Human Understanding), 1748

›Geist‹ ist heute Marktware, wer redet noch davon? Ein wirklich eigener Gedanke aber ist immer noch so selten wie ein Goldstück im Rinnstein.

Morgenstern, Stufen. Eine Entwicklung in Aphorismen und Tagebuch-Notizen, 1918 (posthum). 1907

Zu größerer Klarheit über seine Gedanken gelangt man, indem man sie anderen klarzumachen sucht.

Unger, Mosaik. Bunte Betrachtungen und Bemerkungen, 3. Auflage 1911 (EA: 1906)

Ich glaube, daß Gedanken Dinge sind – sie haben einen Körper, einen Atem und Schwingen: Und daß wir sie aussenden, um die Welt mit guten oder bösen Ergebnissen zu füllen. Das, was wir unsere geheimsten Gedanken nennen eilt an den verborgenen Ort der Welt, und hinterläßt seine Segnungen oder sein Verderben als Spuren hinter sich. Wir bauen unsere Zukunft, Gedanken auf Gedanken, zum Guten oder Bösen, ohne es zu wissen. Aber so wurde das Universum geschmiedet. Gedanke ist ein anderer Name für Schicksal; wähle also dein Schicksal und warte, denn Liebe bringt Liebe und Haß bringt Haß.

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Wer einen wirklich klaren Gedanken hat, kann ihn auch darstellen. Ist der Geist einmal der Dinge Herr, folgen die Worte von selbst.

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Gedanken sind Kräfte, denn es sind Geistesäußerungen. Wir verbinden uns durch unser Denken entweder mit Mächten der Finsternis oder des Lichts.

Lhotzky, Vom Erleben Gottes, 1908

Ein neuer Gedanke – das ist meist eine uralte Banalität in dem Augenblick, da wir ihre Wahrheit an uns selbst erfahren.

Schnitzler, Buch der Sprüche und Bedenken. Aphorismen und Fragmente, 1927

Jederzeit und womöglich bei jeder Vorstellung mußt du die Lehren der Physik, der Ethik, der Dialektik in Anwendung bringen.

Marc Aurel, Selbstbetrachtungen (Τὰ εἰς ἑαυτόν), entstanden vermutlich 170-180 n. Chr. 8,13. Übersetzt von Albert Wittstock, 1879

Gedanken sind spielerische Kräfte; sie entschleiern und verhüllen nichts. Ihr Wert ruht einzig in der Bereicherung und Vertiefung des menschlichen Geistes.

Luck, Stimmen der Stille. Aphorismen, 1919

Abstrakte Gedanken sind zuletzt auch nichts als – konkrete Wesenheiten; es ist ganz umsonst, das Leben aus dem Leben heraustreiben zu wollen.

Morgenstern, Stufen. Eine Entwicklung in Aphorismen und Tagebuch-Notizen, 1918 (posthum). 1912

Wer könnte bestehen, wenn man für seine Gedanken verantwortlich gemacht würde?

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Der Gedanke ist das, was einer Banalität zum Gedanken fehlt.

Kraus, Pro domo et mundo, 1912. VII. Pro domo et mundo

Unser Denkvermögen durchbricht die Bollwerke des Himmels und begnügt sich nicht, das zu wissen, was sich dem Auge darbietet.

Seneca, Von der Muße (De otio). 5. Kapitel. Übersetzt von Otto Apelt (1923)

Das Beste in der Welt ist das, was der Gedanke hervorgebracht hat.

Hegel, Vorlesungen über die Geschichte der Philosophie, 1833-36 (posthum)

Jedes Männchen von Gedanken fand sein Weibchen. Oder die Ideen in seinem Kopf müssen entweder lauter Männchen oder lauter Weibchen gewesen sein. Denn es hat sich nie ein neuer erzeugt.

Lichtenberg, Sudelbuch J, 1789-1794. [J 740]

... von Gedanken, von Gefühlen, hat noch kein Mensch sich satt gemacht!

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Jeder Gedanke ist durch sich selbst mit unsterblichem Leben begabt, wie ein lebendiges Wesen.

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Den eigenen Gedanken nachgehen, das kann, je nach Persönlichkeit, die bequemste oder die anstrengendste Beschäftigung sein, die es gibt. Die größten Seelen machen daraus ihren Lebensinhalt.

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Über jedem Gedanken, jeder Vorstellung liegen hundert Gedanken und Vorstellungen, die uns das jeweils Gedachte, jeweils Vorgestellte verhüllt.

Morgenstern, Stufen. Eine Entwicklung in Aphorismen und Tagebuch-Notizen, 1918 (posthum). 1911

Ein Gedanke kann, außer in der Literatur, nicht zum Kunstwerk werden.

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