Glück Sprüche

Sprüche über Glück und Zufriedenheit

1580 Sprüche in dieser Kategorie

Das Glück gleicht einem ausgelassenen Jungen. Er klopft an deine Tür und läuft davon.

Fliegende Blätter, humoristische deutsche Wochenschrift, 1845-1944

Halt nicht zu fest, was du gewannst, Und schlag's dir aus dem Sinn, Denn eh' du's recht beweinen kannst, Bist du schon selbst dahin!

Hebbel, Tagebücher. Nach der historisch-kritischen Ausgabe von R. M. Werner, 4 Bde., 1903-04. 1861

Mancher überspringt das Glück, indem er ihm nachjagt.

Fliegende Blätter, humoristische deutsche Wochenschrift, 1845-1944

Gibt's ein Glück? Gab's ein Glück? Ich bezweifl' es sehr! Gibt es ohne Sturm und Angst Irgendwo ein Meer?

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Das Glück hält sich manchmal im Unbekannten versteckt.

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Alles Glück ist zweifelhaft, das weiter liegt, als wir mit dem Arme greifen können.

Mohr, Gedanken über Leben und Kunst, 2. vermehrte Auflage 1885 (EA: 1879)

Glück im Unglück Trifft ein Leid ein Herz voll Kummer, Wird das minder aufgeschreckt, Als wenn Leid aus seinem Schlummer Ein Herz, das in Lust ist, weckt. Da im Leben mich verlassen Schmerz kaum einen Augenblick, Kann ich mich, kommt neuer, fassen, – So ist Unglück oft ein Glück.

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Die Menschen wollen nicht glücklich sein, darum sind sie es nicht.

Fassel, Die zehn Worte des Bundes, erläutert in zwanzig Gottesdienstlichen Vorträgen, 1854

Schuldner oder Gläubiger Manch ungehobelt Holz wird zum Merkur gemacht, Weil mancher theure Mann, aus aller Höfling' Acht, Sich sonst bei keinem Maß, als seinem Schatten mißt. Viel hebt das Glück empor, viel' hält es auch zurück; Doch wer die Welt recht kennt, der findet, daß das Glück Mehr Schulden ausstehn hat, als es selbst schuldig ist.

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Das sogenannte Glück will gelernt sein wie das Koloratursingen.

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Die wahre Glückseligkeit Das ist wohl nicht das größte Gut, Ein neues Kleid, ein neuer Hut, Der hohe Rang, die goldne Dose! Der Hirt ist glücklicher auf Moose, Als du bei vollbesetztem Tisch, Bei Torten und dergleichen Wisch. Er kann bei seinem leichten Essen Den Kummer und den Gram vergessen, Und wie der Städter nicht sein Kind, Liebt er in Einfalt dort sein Rind. Dies Glück macht froh die, die es haben, Ihm raubens Motten nicht, nicht Schaben.

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Erinnerung Wie war die schöne Sommernacht So dunkel, mild und warm, – Wie schrittest du so still und sacht Gelehnt auf meinen Arm. – Von Ferne klang, man hört' es kaum, Musik mit leisem Schall, Im blüthenduftgen Gartenraum Sang eine Nachtigall. Ein holdes schweigendes Verstehn War zwischen mir und dir, Ein selig Beieinandergehn, Und glücklich waren wir. Die schöne Zeit, sie liegt so weit – Verweht wie eitel Schaum. Sie liegt so weit die schöne Zeit Versunken wie ein Traum. Wie schrittest du so still und sacht Gelehnt auf meinen Arm – Wie war die schöne Sommernacht So dunkel, mild und warm. –

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Müßt euer Glück nicht auf die Jüngsten setzen; die Angejahrten wissen Euch zu schätzen.

Goethe, Faust. Der Tragödie zweiter Teil, 1832. 1. Akt, Hell erleuchtete Säle, Mephistopheles

Nie hält der Mensch sich selbst für glücklich, außer, wenn er das genießen kann, was die anderen nicht haben und ersehnen.

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Ihr Glück begreifen die wenigsten, unglücklich zu sein verstehen alle.

Wertheimer, Aphorismen. Gedanken und Meinungen, 1896

Wenn du glücklich bist, ertragen dich die anderen nicht.

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Man versteht die Reden der Berge und Täler, des Wassers und der Bäume, weil man zueinander auch nicht mehr mit Worten spricht, sondern nur mit dem Glück des Daseins als zwei kleine nebeneinander geritzte Striche in der Unendlichkeit.

Musil, Vinzenz und die Freundin bedeutender Männer, 1924. 2. Akt, Vinzenz

Dir auf der Schulter flattert … An N. P. Dir auf der Schulter Flattert ein Schmetterling, Ein Frühlingslüftchen trug ihn her Aus einem dunkeln Wald. Das ist der Falter Glück, Der flog zu dir, Weil du aus Licht, Und Glück und Licht Geschwister sind.

Heym, Dichtungen und Schriften. Gesamtausgabe hg. von Karl Ludwig Schneider, Band 1, Lyrik, Verlag Heinrich Ellermann 1964

Stumme Liebe Selig, willenlos dahingegeben, Ruht der schlanke Leib in meinen Armen, Und die feuchten, vollen Lippen suchen Leise die meinen. Aber keine Liebesworte schauern Aus bedrängtem Busen weich ans Ohr mir; Nur die dunklen, angstvoll großen Augen Leuchten vor Liebe. Schweigend pressen sich die heißen Hände, Sprechen sich die Geister und die Herzen, Und geheimnisvoll beschleicht die Seele Ahnung des Glückes.

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Das Glück erleuchtet die Klugheit.

Vauvenargues, Nachgelassene Maximen, übersetzt von Fritz Schalk, in: Die französischen Moralisten, 1938

Glück ist eine Stiefmutter.

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