Glück Sprüche
Sprüche über Glück und Zufriedenheit
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Es gab nie ein vollkommenes Glück Und wird nie eines geben; Was man erreicht hat, tritt zurück Vor ewig neuem Streben.
Der Moderne Nun hab' ich mein grämliches Winterweh Sechs Monde mystisch gehütet Und hab' auf manchem ästhetischen Tee Pessimistische Eier gebrütet. Mein Büchlein, das meinen Gram umschloß, Kam in die besten Familien; Mein Büchlein, das meinen Kummer ergoß Auf stilisierte Lilien. Die schlanken Mondänen durchforschten's mit Fleiß, Und heimlich lasen's die Zofen; Und alle tranken literweis Mein Herzblut aus meinen Strophen. Sie lobten an meiner Seele Not Die Feuer, die zuckend verflammten, Und sprachen von meinem nahen Tod Mit der Ruhe des Standesbeamten… Doch heut' ist draußen der Frühling erwacht, Schon duftet's nach hellen Syringen – Mein Herz spürt die Sonne und klopft und lacht Und hört die Knospen springen. Mein Herz zerreißt seinen Trauerflor, Meine Jugend wird wieder munter, Sie haut der Sorge eins hinter das Ohr Und schmeißt sie die Treppe hinunter. Vom junggrünen Teppich der Wiese her Klingen Schalmeien und Tänze… So werf' ich hinter der Fliehenden her Die raschelnden Lorbeerkränze. Und blinzelt zur Nacht mir ein lustiger Stern, Ich folg' ihm augenblicklich – O Gott, wie bin ich unmodern! O Gott, wie bin ich glücklich!
Der Mangel des Glaubens kommt oft nicht von der Gleichgültigkeit, sondern von der Unwissenheit.
Glückseligkeit ist ein Zustand der Passivität; je glückseliger wir sind, desto passiver verhalten wir uns gegen die objektive Welt. Je freier wir werden, je mehr wir uns der Vernunftmäßigkeit annähern, desto weniger bedürfen wir der Glückseligkeit, d. h. einer Seligkeit, die wir nicht uns selbst, sondern dem Glück verdanken.
Doch wer einst glücklich war und nun ins Elend stürzt, kommt nie zur Ruh', wenn er des frühen Glückes gedenkt.
Das Glück ist einzig heilsam für den Leib, die Kräfte des Geistes jedoch bringt der Schmerz zur Entfaltung.
Das Glück der Menschen besteht in eine[m] richtigen Verhältnis seiner Gemüts-Eigenschaften und seiner Affekten, wenn eine wächst, so leiden alle andern, daraus entstehen unzählige Mischungen.
Es wandeln Glück und Gelegenheit Zuweilen den Traum in Wirklichkeit.
Es gibt Regeln für das Glück: denn für den Klugen ist nicht alles Zufall. Die Bemühung kann dem Glücke nachhelfen.
Sicherheit im Glück Sag' einem, der erfreut dem Glück im Schooße lieget, Daß dessen Stille stets die Sicherheit betrüget, Daß es uns, ehe wir es recht erkannt, verläßt; Er höret dich nicht mehr, denn junge Hochzeitgäst' Den Wächter, der des Nachts die Stunden rufet, hören; Er spottet deiner Gunst und lachet deiner Lehren, Und alle deine Wort' entführt der schnelle Wind. Ein Glücklicher ist taub, sowie das Glück ist blind.
Möglichst viel Glück sagt man. Aber wie, wenn die höchste Glücksempfindung einen Menschen voraussetzte, der auch Allertiefstes gelitten haben muß? Wenn Glücksgefühl überhaupt erst möglich wäre in einem durch Lust und Unlust gereiften Herzen? Wer möglichst viel Glücksmöglichkeiten fordert, muß auch möglichst viel Unglück fordern oder er negiert ihre Grundbedingungen.