Glück Sprüche – leben
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Lerne, großes Glück zu ertragen!
Zum Glück gibts nur zwei Wege; entweder sich so hoch erheben, daß einem die Welt winzig erscheint, oder sich niederlassen in eine tiefe Furche, wo einem jeder Grashalm als etwas Großes erscheint.
Wir suchen unser Glück außerhalb von uns selbst, noch dazu im Urteil der Menschen, die wir doch als kriecherisch kennen und als wenig aufrichtig, als Menschen ohne Sinn für Gerechtigkeit, voller Mißgunst, Launen und Vorurteile: wie absurd!
Keinen Eingebornen Preiset als zum Glück Erkornen, Bis er ohne Leid und Klagen Seinen letzten Tag ertragen, Bis zum Ziele seines Strebens Er gelangt und seines Lebens.
Willst du glücklich sein, dann lerne erst leiden.
Dann ist es eine eigene Sache im Leben, daß, wenn man garnicht an Glück oder Unglück denkt, sondern nur an strenge, sich nicht schonende Pflichterfüllung, das Glück sich von selbst, auch bei entbehrender, mühevoller Lebensweise einstellt.
Alles ist Gegenstand tödlicher Beunruhigung, wenn es einem um sein einziges Glück geht.
Es ist ein schweres Amt, des Glückes Günstling zu sein, und keiner hat's bis an seinen Tod behauptet.
Der Mensch lebt in einer ewigen Furcht vor seinem Glück. Es tritt ihm schon als Kind entgegen, und er entzieht sich der liebenden Gewalt, er möchte gerne sich selbst versuchen und durch eigene Kraft das erringen, was ihm ein freundliches Geschick früh mit auf die Welt gab.
Glück ist, aufzuwachen – und jeden Tag als Geschenk Gottes zu sehen.
Denn dunkel ist des Glückes launenhafter Gang. Ein ungreifbar, unergründlich Rätselspiel.
Zum Erwerben eines Glücks gehört Fleiß und Geduld, und zu Erhaltung desselben gehört Mäßigung und Vorsicht. Langsam und Schritt für Schritt steigt man eine Treppe hinauf. Aber in einem Augenblick fällt man hinab, und bringt Wunden und Schmerzen genug mit auf die Erde.
Nur der ist glücklich, und wahrhaft glücklich, der sagen kann: "Willkommen das Leben, was immer es auch bringen möge! Willkommen der Tod, wie immer er sei!"
Von der Wiege bis zum Grabe Flicht sich Schmerz in unser Leben; Ungetrübten Glückes Gabe Wurde keinem noch gegeben.
Unten am Einganges des „Berges der Läuterung“ wird der feste Entschluß und die unumwundene Erklärung von den Menschen verlangt,jeden Preis, der gefordert werden möge, für das wahre Glück zu zahlen; ohne das findet kein Einlaß statt, und auf einembequemerenWege istnoch niejemand zum Glücke gelangt.
Ja Freund! oft trinket der Mensch die Lust in Strömen und dürstet, Der Glücklichste stirbt unter Wünschen; ein Tropfen Kummers verbittert Ihm ganze Meere von Freude. Die Einbildung spornt seine Triebe, Wie Rösse reißen sie aus, die Zwang und Zügel verachten, Und ziehn ihn mit sich zum Abgrund.
Man hat mich immer als einen vom Glück besonders Begünstigten gepriesen; auch will ich mich nicht beklagen und den Gang meines Lebens nicht schelten. Allein im Grunde ist es nichts als Mühe und Arbeit gewesen, und ich kann wohl sagen, daß ich in meinen fünfundsiebzig Jahren keine vier Wochen eigentliches Behagen gehabt.
So schlecht es ist, jemand zu seinem Unglücke, so unweise ist es, einen Menschen zu seinem Glücke zwingen zu wollen.
So ist es auch mit dem Menschen: durch seine Individualität ist das Maß seines möglichen Glückes zum voraus bestimmt.
Des Glückes wahrer Wert wird erst erkannt, Wenn es entschwand.
Der Preis jedes Glückes ist viel Schmerz.