Glück Sprüche – sinn
97 Sprüche gefunden
Mehr als ein leidliches Dasein ist niemand berechtigt von diesem Erdenleben zu fordern; selig sind die, die wenig erwarten, so werden sie auch weniger getäuscht, und glücklich kann kein Gott und König euch machen, wenn ihr es nicht selbst könnt.
Der Moment Versprühn in Freudefunken muß Ein langes Gramgeschick, Zu Grunde gehn im Vollgenuß Von einem Augenblick. Es prägt kein Leben seine Spur Der Welt auf ewig ein, Wir können auf Momente nur Vollkommen glücklich sein. Wie leuchtend auch in höchster Pracht Des Menschen Geist erglüht, Er zeigt doch nur die tiefe Nacht, In die er bald versprüht.
Das Goldkorn uns'res Lebens, Das wir das Glück stets nennen, – Wir suchen es vergebens, Weil Blendungen uns trennen; Doch Selbsterkenntniß, Menschenkunde, Die unsern Blick erhellen, Sie geben von dem Glück uns Kunde, Und zeigen uns die Stellen – Wo's tief im eig'nen Herzen wohnt, Und dauernd den Bescheid'nen lohnt.
In der Schönheit Gebiet sind wir die freiesten Bürger, Doch da wir sonst nichts sind, sehet, so sind wir nicht viel. Alle die andern, sie haben zu tragen, zu tun, zu bedeuten, Wir, das glückliche Volk, brauchen sonst nicht als zu sein.
Aber eben, das ist das Unglück, daß die Leute durch das G’fell (glücklicher Zufall) glücklich werden wollen und nicht durch ein frommes Leben, bei dem der Segen Gottes ist. Da ist’s nun ganz recht, daß die, welche nur auf das G’fell warten, vom G’fell betrogen werden, bis sie wieder zur Erkenntnis kommen, daß am G’fell nichts, aber an Gottes Segen alles gelegen sei.
Ein Leben reich an Mißgeschick mißtraut dem Glück.
Der Mensch begehrt was angenehm, und meidet was schmerzlich ist.
Niemand kann glücklich sein in der Furcht um bedeutsame Dinge.
Warum also, ihr Sterblichen, sucht ihr das Glück, das in euch liegt, außerhalb?
Weder Leben noch Glück sind für den Menschen unvergänglicher Besitz.
Ein Leben ohne Glauben an das Glück ist überhaupt kein Leben; das ist nur ein Vegetieren.
Wer nur nach äußerem Glücke strebt, springt wie ein Rennpferd über Wälle und Barrikaden und ruht nur aus, um wieder zu rennen. Schließlich hat er nicht viel mehr davon als den Ruf, das erste Rennpferd zu sein.
Der Mensch ist also zum Unglück bestimmt, dass ihm das Glück fast als ein Unrecht erscheint: einer gemeinen Natur das fremde, einer edlen das eigene.