Glück Sprüche – sinn

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Ich suchte die Unendlichkeit des Glücks. Vielleicht beginnt sie erst mit der Entsagung!

Hamerling, Ahasver(us) in Rom, 1866

Die Glückseligkeit der Geister ist der Hauptzweck Gottes, und daß er diesen Zweck verwirklicht, soweit es die allgemeine Harmonie zuläßt.

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Der allgemeine Gegenstand des menschlichen Verlangens ist das Glück.

Helvetius, Vom Geist (De l'esprit), 1758, sein Hauptwerk, wurde als staats- und religionsgefährdend öffentlich verbrannt; neue Ausgabe 1843

Das Glück ist der echte Prüfstein des Wertes oder des Unwertes des Menschen.

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Nur die Würdigkeit, glücklich zu sein, ist das, was der Mensch erringen kann.

Kant, Nachlass

Was ist wichtig, was gering? Seit Jahrtausenden mühen die Menschen sich ab um eine Antwort auf die Frage, die der Glückliche mit einem Worte löst: Wichtig ist alles, was glücklich macht.

Jensen, Sonne und Schatten, 2 Bde., 1873

»Verdammlich ist's, nach Glück zu streben; Das Ziel des Menschen ist die Pflicht.« – Allein beglückt es euch denn nicht, Euch euren Pflichten hinzugeben?

Heyse, Spruchbüchlein, 1885

Der Mensch ist nun einmal nicht dazu geboren, auf Erden ein vollkommenes Glück zu genießen.

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Wir behaupten oft, Luxus und Bequemlichkeit gehörten zum Leben. Aber genügt nicht zum wirklichen Glück meist nur ein Gegenstand, der uns leidenschaftlich beschäftigt?

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Dem Menschen sei nicht erlaubt, sein Glück durch eine Missetat zu sichern.

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Den nur erwarten Täuschungen auf dieser Erde, der das Glück außer sich selbst sucht, der den Gütern des Lebens einen so hohen Preis setzt, daß er sie auf Kosten seiner Ruhe zu erringen sucht.

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Es ist nichts fader als die Auffassung, wir seien da, um glücklich zu werden. So kann nur die Selbstsucht sprechen. Bist du ein Weiser, so fragst du die Blume, wozu sie da sei.

Bosshart, Bausteine zu Leben und Zeit, posthum hg. von Elsa Bosshart-Forrer, 1929

Nirgend auf Erden blühet die Rose der Glückseligkeit ohne Dornen; was aber aus diesen Dornen hervorgeht, ist allenthalben und unter allerlei Gestalten die zwar flüchtige, aber schöne Rose einer menschlichen Lebensfreude.

Herder, Ideen zur Philosophie der Geschichte der Menschheit, 4 Bde., 1784-91. Zweiter Teil. 8. Buch. V. Die Glückseligkeit der Menschen ist allenthalben ein individuelles Gut, folglich allenthalben klimatisch und organisch, ein Kind der Übung, der Tradition und Gewohnheit

Wenn das glückliche Leben in den Gütern bestünde, die der Zufall oder die Natur verleihen, so wäre es für viele von vornherein verschlossen.

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Woher stammt Schönheit? – Aus Glück, lautet die Antwort, aus Harmonie des Wesens, aus Gesundheit. Eine Stimme spricht dazwischen: aus bezwungenem Leid.

Stammler, Du und Es. Vom Wesen und von der Gemeinschaft, 1917

Es gibt [...] viele Wege, die zu dem Glück führen können, wie es dem Menschen erreichbar ist; keinen, der sicher dahin leitet.

Freud, Das Unbehagen in der Kultur, 1930

Anders will die Natur, anders wollen Menschen uns glücklich machen.

Mohr, Gedanken über Leben und Kunst, 2. vermehrte Auflage 1885 (EA: 1879)

Die Absicht, dass der Menschglücklichsei, ist im Plan derSchöpfungnicht enthalten.

Freud, Das Unbehagen in der Kultur, 1930

Wir wollen einander nicht aufs ewige Leben vertrösten. Hier noch müssen wir glücklich sein.

Goethe, J. W., Briefe. An Auguste Gräfin zu Stolberg, 16. September 1775

Traum Bleib, o bleib in deiner Träume Welt, Such nicht des Lebens wirkliches Sein! Es hat nur dunkle oder grelle Farben, Der Traum nur hat der Morgensonne Schein; Stirbst du lebend, bist du tot noch des Lebens, Kehren wird dein Geist zu der Erde zurück; Stirbst du als Träumer, kannst du ruhig sterben, Mit dir verbleicht auch dein ewiges Glück.

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Unter den entgegengesetztesten Emblemen stellt sich uns also das Gemälde der Glückseligkeit dar. Ein Harem und eine Eremitage, – ein Gewand von Purpur und ein Stachelgürtel, – Schaffen und Dulden, – Wirken und Streben, – diese und tausenderlei andere Dinge können den Durchgangspunkt zu derselben bilden und für den Menschen die Maske des ›höchsten Gutes‹ annehmen.

Lindner, Das Problem des Glücks. Psychologische Untersuchungen über die menschliche Glückseligkeit, 1868