Glück Sprüche – sinn

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Natürlich sehen wir nur Licht, weil alles Existierende unsichtbar ist. Doch was wir sehen, wenn wir das Glück meinen, ist bestenfalls unglücklich formuliert.

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Manchmal braucht es ein ganzes Leben, nur um 5 Minuten glücklich zu sein.

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Frage O Menschenherz, was ist dein Glück? Ein rätselhaft geborner Und, kaum gegrüßt, verlorner, Unwiederholter Augenblick!

Lenau, N., Gedichte. Entst. wahrscheinlich 1821/22

Im Wechsel von Steigen und Fallen liegt der größte Reiz des Lebens, da das Glück nur durch den Vergleich offenbar wird.

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Wozu soll mir das Glück, wenn unvergönnt der Gebrauch ist?

Horaz, Briefe (Epistolae). I, V. An Torquatus. Übersetzt von Johann Heinrich Voß

Das Bedürfnis zum Glücke – ist uns doch der höchste Bürge für dessen Existenz: und so auch mit unserm Schimmerchen von Vernunft.

Varnhagen, Rahel, Ein Buch des Andenkens für ihre Freunde, 3 Bde., 1834. 23. Januar 1827

Zufall, nicht kluger Sinn regiert das Leben.

Menander, Sentenzen in Monostichen (lat. Monosticha, gr. Monostichoi). 725

Der Mensch fürchtet den Tod, bloß weil er noch nicht glücklich genug gewesen ist; im höchsten Glück möchte er gleich hinsterben!

Varnhagen von Ense, K. A., Tagebücher. 4. Mai 1852

Erst wenn jeder nicht nach irdischem Glück trachtet, sondern geistiges Glück erstrebt, das immer Opfer bedeutet und durch Opfer geprüft wird, erst dann ist das größte Glück aller gewährleistet.

Tolstoi, Tagebücher. 1889

Nicht eigne Güter haben ja die Sterblichen, was uns die Götter gegeben, das verwalten wir und, wenn sie wollen, nehmen sie es wieder hin.

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Wer [...] wünschte sich nicht ein glückliches Leben? Aber um zu erkennen, was uns zum Lebensglück verhelfen kann, dazu fehlt uns der richtige Blick.

Seneca, Vom glückseligen Leben (De Vita Beata), um 58 n. Chr. 1. Kapitel. Übersetzt von Otto Apelt (1923)

Es macht den Wert und das Glück des Lebens aus, in etwas Größerem aufzugehen, als man selbst ist.

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Der Orgel gleichet unser Leben, Du mußt mit Händen und mit Füßen streben: Doch hilft dir dieses alles nit, Wenn nicht das Glück den Blasbalg tritt.

Fliegende Blätter, humoristische deutsche Wochenschrift, 1845-1944

Es ist komisch, daß kein Mensch mit Esprit ein Glück möchte, das auf Dummheit gegründet ist, und doch ist es klar, daß man dabei einen guten Tausch machen würde.

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Verschlafe, wenn du Talent dazu hast, ruhig die volle Hälfte deines Lebens: du wirst die andere Hälfte doppelt gelebt haben.

Schleich, Die Weisheit der Freude, 1920

Wozu die Tage zählen! Dem Menschen genügt ja ein einziger Tag, um das ganze Glück zu erfahren.

Dostojewski, Die Brüder Karamasow, 1878-80

Die Pflicht, unbedingt wenigstens einen Menschen in seinem Leben glücklich zu machen, und zwar praktisch, das heißt: in Wirklichkeit, würde ich sie für jeden entwickelten Menschen einfach zum Gebot erheben.

Dostojewski, Der Jüngling (auch: Ein grüner Junge), 1876

Die Seele wird im Sanskrit Atman genannt, was Glück oder Seligkeit bedeutet. Nicht so, daß das Glück zur Seele gehört, nein – die Seele selbst ist Glück. Heute verwechseln wir oft Glück mit Vergnügen, aber Vergnügen ist nur eine Illusion, ein Schatten des Glücks; und es kann sein, daß der Mensch in dieser Illusion sein ganzes Leben verbringt, immer wieder Vergnügen suchend und doch niemals Befriedigung findend. Ein Hinduwort sagt: Der Mensch sucht Vergnügen und findet Leid. Jedes Vergnügen scheint Glück zu sein, es verspricht Glück, aber es ist der Schatten des Glücks. So wie der Schatten einer Person nur die Form derselben wiedergibt und nicht die Person selbst ist, so ist auch das Vergnügen nur der Schatten und nicht das Glück selbst.

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Wo Leben ist, führt immer noch eine Spur zum Glück.

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Der Mensch wird nicht zum Glück geboren. Der Mensch verdient sich sein Glück immer nur durch Leiden.

Dostojewski, Raskolnikows Tagebuch

Glück und Zufall sind zwei sinnlose Wörter.

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