Glück Sprüche – sinn
97 Sprüche gefunden
Wenn alle unsere Voraussicht unser Leben nicht glücklich machen kann, wieviel weniger kann es unsere Unbekümmertheit.
Instinktiv empfinden wir, daß wir unser Glück außer uns suchen müssen.
Einsicht Schau nicht, schau nicht so um dich her, als ob da deine Welt sich breite. Die Erde nicht und nicht das Meer, zieh deinen Blick hinaus ins Weite. Du wohnst hier nur im Wanderzelt; die Heimat fordert all dein Sinnen, und suchst du deine wahre Welt, so richte deinen Blick nach innen. Bau nicht, bau nicht ein festes Haus als Heim auf irdschem Grund und Boden; man trägt dich doch dereinst hinaus und legt als tot dich zu den Toten. Dein wahres Heim, es ist nur dort, wohin du lebst und denkst, zu schauen, und jede Tat und jedes Wort trägst du ihm zu, um es zu bauen. Trau nicht, trau nicht dem eb'nen Weg, den Tausende durchs Leben wandern. Weich ab, weich ab zum steilen Steg, und laß sie lächeln, all die andern. Sieh auf die Toren nicht zurück, und achte nicht auf ihre Stimmen; denn wisse wohl, dein wahres Glück liegt hoch und läßt sich nur erklimmen.
Das Glück und der Aufwand, den es mit sich bringt, macht aus dem Leben eine Schaustellung, inmitten deren der ehrlichste Mensch auf die Dauer zum Komödianten werden muß.
Es ist entsetzlich, fürchterlich und sinnlos, sein Glück an materielle Bedingungen zu knüpfen.
Die Seele bekommt alles Einförmige satt, auch das vollkommene Glück.
Solange du lebst, lebe glücklich, leihe dir Geld und kaufe dir Butter. Wie willst du den Leib erhalten, wenn er zu Asche geworden?
Nach meiner Meinung ist es das glückliche Leben und nicht das glückliche Sterben, worin die menschliche Glückseligkeit beruht.
Wir suchen unser Glück außerhalb von uns selbst, noch dazu im Urteil der Menschen, die wir doch als kriecherisch kennen und als wenig aufrichtig, als Menschen ohne Sinn für Gerechtigkeit, voller Mißgunst, Launen und Vorurteile: wie absurd!
Das Glück der Menschen ist, das zu lieben, was sie tun müssen. Auf diesem Prinzip ist die Gesellschaft nicht aufgebaut.
Keinen Eingebornen Preiset als zum Glück Erkornen, Bis er ohne Leid und Klagen Seinen letzten Tag ertragen, Bis zum Ziele seines Strebens Er gelangt und seines Lebens.
Dann ist es eine eigene Sache im Leben, daß, wenn man garnicht an Glück oder Unglück denkt, sondern nur an strenge, sich nicht schonende Pflichterfüllung, das Glück sich von selbst, auch bei entbehrender, mühevoller Lebensweise einstellt.
Mein Glaube ist Philosophie und meine Philosophie ist Glaube.
Ich habe nachgeforscht, ob es kein Mittel gäbe, ohne jedes Verdienst sein Glück zu machen, und ich habe keins gefunden.
Das menschliche Gut ist der Tugend gemäße Tätigkeit der Seele, und gibt es mehrere Tugenden: der besten und vollkommensten Tugend gemäße Tätigkeit. Dazu muß aber noch kommen, daß dies ein volles Leben hindurch dauert; denn wie eine Schwalbe und ein Tag noch keinen Sommer macht, so macht auch ein Tag oder eine kurze Zeit noch niemanden glücklich und selig.
Wenn der Mensch nicht schon Seligkeit in sich hätte, könnte er nicht selig werden.
Der Augenblick Warum denn währt des Lebens Glück Nur einen Augenblick? Die zarteste der Freuden Stirbt wie der Schmetterling, Der, hangend an der Blume, Verging, verging. Wir ahnen, wir genießen kaum Des Lebens kurzen Traum. Nur im unsel'gen Leiden Wird unser Herzeleid In einer bangen Stunde Zur Ewigkeit.
Von der Wiege bis zum Grabe Flicht sich Schmerz in unser Leben; Ungetrübten Glückes Gabe Wurde keinem noch gegeben.
Seligkeit und Unseligkeit ruht in der Seele.
Um das Glück zu ersetzen, braucht man zu viel Verstand und zu wenig Moral.
So ist es auch mit dem Menschen: durch seine Individualität ist das Maß seines möglichen Glückes zum voraus bestimmt.