Glück Sprüche – sinn

97 Sprüche gefunden

Aktive Filter: Glück sinn

Wenn alle unsere Voraussicht unser Leben nicht glücklich machen kann, wieviel weniger kann es unsere Unbekümmertheit.

Vauvenargues, Reflexionen und Maximen (Introduction à la Connaissance de l’Esprit Humain, suivie de Réflexions et maximes), 1746, übersetzt von Fritz Schalk, in: Die französischen Moralisten, 1938

Instinktiv empfinden wir, daß wir unser Glück außer uns suchen müssen.

Pascal, Gedanken über die Religion und einige andere Gegenstände (Pensées sur la religion et sur quelques autres sujets), Erstdruck 1669/70 (posthum)

Einsicht Schau nicht, schau nicht so um dich her, als ob da deine Welt sich breite. Die Erde nicht und nicht das Meer, zieh deinen Blick hinaus ins Weite. Du wohnst hier nur im Wanderzelt; die Heimat fordert all dein Sinnen, und suchst du deine wahre Welt, so richte deinen Blick nach innen. Bau nicht, bau nicht ein festes Haus als Heim auf irdschem Grund und Boden; man trägt dich doch dereinst hinaus und legt als tot dich zu den Toten. Dein wahres Heim, es ist nur dort, wohin du lebst und denkst, zu schauen, und jede Tat und jedes Wort trägst du ihm zu, um es zu bauen. Trau nicht, trau nicht dem eb'nen Weg, den Tausende durchs Leben wandern. Weich ab, weich ab zum steilen Steg, und laß sie lächeln, all die andern. Sieh auf die Toren nicht zurück, und achte nicht auf ihre Stimmen; denn wisse wohl, dein wahres Glück liegt hoch und läßt sich nur erklimmen.

Internet

Das Glück und der Aufwand, den es mit sich bringt, macht aus dem Leben eine Schaustellung, inmitten deren der ehrlichste Mensch auf die Dauer zum Komödianten werden muß.

Internet

Es ist entsetzlich, fürchterlich und sinnlos, sein Glück an materielle Bedingungen zu knüpfen.

Internet

Die Seele bekommt alles Einförmige satt, auch das vollkommene Glück.

Stendhal, Über die Liebe (De l'Amour), 1822

Solange du lebst, lebe glücklich, leihe dir Geld und kaufe dir Butter. Wie willst du den Leib erhalten, wenn er zu Asche geworden?

Internet

Nach meiner Meinung ist es das glückliche Leben und nicht das glückliche Sterben, worin die menschliche Glückseligkeit beruht.

Internet

Wir suchen unser Glück außerhalb von uns selbst, noch dazu im Urteil der Menschen, die wir doch als kriecherisch kennen und als wenig aufrichtig, als Menschen ohne Sinn für Gerechtigkeit, voller Mißgunst, Launen und Vorurteile: wie absurd!

Internet

Das Glück der Menschen ist, das zu lieben, was sie tun müssen. Auf diesem Prinzip ist die Gesellschaft nicht aufgebaut.

Helvetius, Vom Geist (De l'esprit), 1758, sein Hauptwerk, wurde als staats- und religionsgefährdend öffentlich verbrannt; neue Ausgabe 1843

Keinen Eingebornen Preiset als zum Glück Erkornen, Bis er ohne Leid und Klagen Seinen letzten Tag ertragen, Bis zum Ziele seines Strebens Er gelangt und seines Lebens.

Sophokles, König Ödipus, ca. 429-425 v. Chr

Dann ist es eine eigene Sache im Leben, daß, wenn man garnicht an Glück oder Unglück denkt, sondern nur an strenge, sich nicht schonende Pflichterfüllung, das Glück sich von selbst, auch bei entbehrender, mühevoller Lebensweise einstellt.

Humboldt, W., Briefe an eine Freundin (gemeint ist Charlotte Diede), 2 Bde., 1847. Juli 1822

Mein Glaube ist Philosophie und meine Philosophie ist Glaube.

Internet

Ich habe nachgeforscht, ob es kein Mittel gäbe, ohne jedes Verdienst sein Glück zu machen, und ich habe keins gefunden.

Vauvenargues, Unterdrückte Maximen, übersetzt von Fritz Schalk, in: Die französischen Moralisten, 1938

Das menschliche Gut ist der Tugend gemäße Tätigkeit der Seele, und gibt es mehrere Tugenden: der besten und vollkommensten Tugend gemäße Tätigkeit. Dazu muß aber noch kommen, daß dies ein volles Leben hindurch dauert; denn wie eine Schwalbe und ein Tag noch keinen Sommer macht, so macht auch ein Tag oder eine kurze Zeit noch niemanden glücklich und selig.

Aristoteles, Nikomachische Ethik, 350 v. Chr. 1098a (I, 6.) Übersetzt von Eugen Rolfes (1911)

Wenn der Mensch nicht schon Seligkeit in sich hätte, könnte er nicht selig werden.

Internet

Der Augenblick Warum denn währt des Lebens Glück Nur einen Augenblick? Die zarteste der Freuden Stirbt wie der Schmetterling, Der, hangend an der Blume, Verging, verging. Wir ahnen, wir genießen kaum Des Lebens kurzen Traum. Nur im unsel'gen Leiden Wird unser Herzeleid In einer bangen Stunde Zur Ewigkeit.

Herder, J. G., Gedichte

Von der Wiege bis zum Grabe Flicht sich Schmerz in unser Leben; Ungetrübten Glückes Gabe Wurde keinem noch gegeben.

Internet

Seligkeit und Unseligkeit ruht in der Seele.

Diels/Kranz (Hg.), Die Fragmente der Vorsokratiker, hg. von Hermann Diels und Walther Kranz, 3 Bde., 1903-10. 170.

Um das Glück zu ersetzen, braucht man zu viel Verstand und zu wenig Moral.

Wertheimer, Aphorismen. Gedanken und Meinungen, 1896

So ist es auch mit dem Menschen: durch seine Individualität ist das Maß seines möglichen Glückes zum voraus bestimmt.

Schopenhauer, Parerga und Paralipomena, 2 Bde., zweite vermehrte Auflage 1862 (EA: 1851). Erster Band. Aphorismen zur Lebensweisheit. Kapitel 1: Grundeinteilung