Glück Sprüche – zeit
121 Sprüche gefunden
Der Moment Versprühn in Freudefunken muß Ein langes Gramgeschick, Zu Grunde gehn im Vollgenuß Von einem Augenblick. Es prägt kein Leben seine Spur Der Welt auf ewig ein, Wir können auf Momente nur Vollkommen glücklich sein. Wie leuchtend auch in höchster Pracht Des Menschen Geist erglüht, Er zeigt doch nur die tiefe Nacht, In die er bald versprüht.
Nie wirst du das Glück erhaschen, Wenn du die Gunst des Augenblicks nicht ehrst. Die Freude mißt sich nicht nach Ewigkeiten, Sie ist der Augenblicke flücht'ges Kind, Und rasch, wie sie entstand, entflieht die Lust. Sie ist ein selt'ner Gast des düstern Lebens, Drum eile, sie mit heiterm Blick zu fesseln, Wenn sie auf ros'gem Fittich sich dir naht.
Wir sind nur darum auf kleine Augenblicke glücklich, um unser Unglück nachher desto schärfer zu fühlen. Es ist der alte Fluch, Glück muß mit Unglück wechseln, und eben darin besteht unser Leben und unser Elend.
Aus Ziegeln und aus Lehm erbaut Zerfällt des Glücks Palast, den Baustein schaff' zur Seligkeit, So lang' du Zeit noch hast.
Ewig! Aus tausend Knospen bricht die Kunde: Es ist nur Täuschung aller Tod! So klingt es schmetternd in der Runde, So spricht das gold'ne Morgenroth. Wir stehen unter Blütenbäumen – Mit Jubel denk' ich's, daß du mein, Und rufe laut in sel'gen Träumen: O dieses Glück muß ewig sein! Da fallen welke Blüten nieder, Es schauert leis der Lenz im Wind: Ja, ewig! sagst du lächelnd wieder Und blickst auf unser spielend Kind.
In der Schönheit Gebiet sind wir die freiesten Bürger, Doch da wir sonst nichts sind, sehet, so sind wir nicht viel. Alle die andern, sie haben zu tragen, zu tun, zu bedeuten, Wir, das glückliche Volk, brauchen sonst nicht als zu sein.
Es liegt ein Fluch auf der Welt, daß oft unser Höchstes uns in die Erde zieht und unser Glück sich in Leid wenden will.
Das Glück hat, wie das Fieber, seine Zeit, Doch nie des Fiebers Regelmäßigkeit.
Bedenk, auf ungetreuen Wellen, Wie leicht kann sie der Sturm zerschellen, Schwimmt deiner Flotte zweifelnd Glück.
Einzeln nur, zerstreuet zeigen sich Des Glückes Fäden, die Gelegenheiten.
Fortuna erbaut und reißt ein.
Fortuna Frau Fortuna, ganz umsunst Tust du spröde! deine Gunst Weiß ich mir, durch Kampf und Ringen, Zu erbeuten, zu erzwingen. Überwältigt wirst du doch, Und ich spanne dich ins Joch, Und du streckst am End' die Waffen – Aber meine Wunden klaffen. Es verströmt mein rotes Blut, Und der schöne Lebensmut Will erlöschen; ich erliege Und ich sterbe nach dem Siege.
Und vielleicht gewährt mir die Stunde, was sie dir verweigert hat.
Weder Leben noch Glück sind für den Menschen unvergänglicher Besitz.
Nach ihrem Belieben hat hier die räuberische Fortuna die Macht der Herrschaft mit lautem Ungestüm fortgerissen und dort einem anderen aufgesetzt.
Das Glücksrad geht um.