Glück Sprüche – zukunft

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Die Knospe Mein Herz ist eine Knospe, Die still verborgen keimt Und in dem Sturm des Winters Von schön'ren Lenzen träumt. Mein Herz ist eine Knospe, Durchwallt von süßem Duft Sie kann ja nicht erblühen In eisig kalter Luft. Mein Herz ist eine Knospe, Und wenn es liebend bricht, Entfaltet sich die Blüthe Dem ew'gen Sonnenlicht.

Ferrand, E., Gedichte

Kommt das Glück, wer kommt nicht? Kommt das Glück nicht, wer kommt?

Wyss-Vögtlin (Übers.), 700 chinesische Sprichwörter, 1965 (EA: 1942)

Keinem nützt ein Glück, das zu so später Abendstunde kommt, daß man es im Finstern gar nicht mehr sehen kann.

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Weiß doch keiner, was ihm frommt Hier auf dunklem Pfade – Keiner zwingt das Glück, es kommt Unverhofft als Gnade.

Bodenstedt, Aus dem Nachlasse Mirza-Schaffys, 1874. Sechstes Buch: Lieder des Trostes

Selig, welchen die Götter, die gnädigen, vor der Geburt schon Liebten, welchen als Kind Venus im Arme gewiegt, Welchem Phöbus die Augen, die Lippen Hermes gelöset, Und das Siegel der Macht Zeus auf die Stirne gedrückt!

Schiller, F., Gedichte. Aus: Das Glück, 1798

Das Glück Anderer ist das einzige, an das man glaubt.

Fliegende Blätter, humoristische deutsche Wochenschrift, 1845-1944

Die Gegenwart des Elenden ist dem Glücklichen zur Last, und ach! der Glückliche dem Elenden noch mehr.

Goethe, Stella, 1775. 3. Akt, Madame Sommer zu Fernando

Jede irdische Venus ersteht wie die erste des Himmels, Eine dunkle Geburt aus dem unendlichen Meer; Wie die erste Minerva, so tritt mit der Ägis gerüstet Aus des Donnerers Haupt jeder Gedanke des Lichts.

Schiller, F., Gedichte. Aus: Das Glück, 1798

Das selig stille Glück stirbt nicht aus, es siedelt sich hart neben den unbeugsam eisernen Gleisen der neuen Zeit an.

Auerbach, Sämtliche Schwarzwälder Dorfgeschichten, entstanden 1842-80 (diverse Einzeldrucke), 10 Bde., 1884. Dritter Band. 1. Sträflinge. Das Idyll an der Eisenbahn

Glück verheißend allein ist friedvolles Tun, Unglück verheißend das Handwerk des Krieges.

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Läuterung Wo war, wo ist, wo wird sie sein, Die Stunde, wahrem Glück erlesen? Sie ist nicht und sie wird nicht sein, Denn sie ist immer nur gewesen! Wir mäkeln viel, bis sie entrinnt, Sie däucht uns schön, wenn wir sie missen, Und daß wir glücklich waren, wissen Wir erst, wenn wir es nimmer sind. Wo ist der Mann, wann wird er kommen, Den alle Tugendzierden adeln? Steht er dir nah, noch so vollkommen, Doch weißt du dieß und das zu tadeln; Erst wenn er schied und nimmer kehrt, Erglänzen hell dir seine Gaben, Und eines Menschen ganzen Werth Zu kennen, müßt ihr ihn begraben. Was lieb dir, wird dir lieber sein, Noch schmerzlich lieber durch dieFerne;Blick auf! wie schlingt sie glänzend rein Den goldnen Zauber um die Sterne! Sie webt die blaue Schleierluft Um des Gebirges schroffe Zinnen, Daß eingehüllt in weichen Duft Die Härten des Gesteins zerrinnen. Blick nieder, wo von ihrem Gruß Die Friedhofhügel wogend schwellen, Des dunkeln Stromes grüne Wellen, Der so viel Liebes scheiden muß! Sie spülen Makel weg und Fehle, – Und wie ein Schwan beim Wellenschein, Im Drüberflug ahnt deine Seele: Hier bad' ich einst den Fittig rein.

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O, Glück auszugießen über die Welt! Augen leuchten, Herzen erbeben machen!

Morgenstern, Aphorismen und Sprüche, hg. von Margareta Morgenstern, 1960. In me ipsum, 1901

Möge Gott euch viel Glück bringen, und möge ein großer Fischschwarm euren Kurs kreuzen.

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Das Glück gleicht dem Markte, wo oft, wenn man warten kann, die Preise fallen.

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Glück ist verschwenderisch, aber unbeständig, Natur dagegen auf sich selbst ruhend; darum trägt sie mit ihrem geringeren, aber beständigen Wesen doch den Sieg davon über das größere Wesen der Hoffnung.

Kranz, Vorsokratische Denker: Auswahl aus dem Überlieferten, 1939

Nur wenn sie reif ist, fällt des Schicksals Frucht!

Schiller, Die Jungfrau von Orleans. Eine romantische Tragödie, 1801. 5. Akt, 4. Auftritt, Johanna

Des Glückes Welle hebt, die Welle stürzt den Hohen und den Niederen immerzu; kein Seher weiß, wann sie zur Ruhe kommt.

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Glück kommt nie zu spät.

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Was ist der Erde Glück? – Ein Schatten! Was ist der Erde Ruhm? – Ein Traum! Du Armer! Der von Schatten du geträumt! Der Traum ist aus, allein die Nacht noch nicht.

Grillparzer, Das goldene Vließ. Dramatisches Gedicht in drei Abteilungen (Der Gastfreund, Die Argonauten, Medea), 1819

Fortuna setzt uns auf ein Rad. Wer heut den Lustsitz oben hat, Liegt morgen unten. Bist du klug, So schicke dich in den Betrug.

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Ein neues Lied, ein besseres Lied, O Freunde, will ich euch dichten! Wir wollen hier auf Erden schon Das Himmelreich errichten.

Heine, Deutschland. Ein Wintermärchen, 1844. Caput I