Glück Sprüche – zukunft

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Man redet gegen die Lotterie, ohne zu bedenken, daß sie die einzige Spekulation der Armen ist. Die Lotterie verbieten heißt: dem das Reich der Träume verwehren, dem die Wirklichkeit ohnedies nichts geboten.

Nestroy, Nachlass

Das Glück, von dem er träumt, Hat mancher längst versäumt.

Wagner, Tage und Worte. Gesammelte Reisesprüche für die Wanderung durch das Leben, 1903

Wenn du ein Glück gewonnen, hast du eine Hoffnung verloren.

Fliegende Blätter, humoristische deutsche Wochenschrift, 1845-1944

Ward des Guten mehr Als Böses dir beschieden, kannst du sicherlich Vom höchsten Glück nur sagen.

Euripides, Hippolytos, um 428 v. Chr. Amme

Glück! Hafen der Leidenschaften! Beharrlich glauben sie, du bist ein blühender Zustand, und bist doch nur der Duft der Blume Vergänglichkeit.

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Verzagt Soll ich wieder schwärmen, ich, Der ich müd bin und verdrossen, Schicksalslaugenübergossen Traurig, trüb und jämmerlich? Soll ich? Nein, ich drücke mich. Meine Schwärmer sind verschossen, Und das Schicksal hat beschlossen: Keine Wonnen mehr für dich. Aber deine Augen, Kind, Sind bestimmt, das Glück zu schauen, Das im schönsten Bogen geht: Ruhe, Klarheit, Majestät, Davon deine Augenbrauen Allerschönstes Abbild sind.

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Grundlage des Glücks ist die Unkenntnis der Zukunft.

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Hier ist das Glück vergänglich wie der Tag, Dort ist es ewig wie die Liebe Gottes.

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Wie oft träumt der Mensch eine künftige Glückseligkeit und verschläft darüber die gegenwärtige.

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Reifes Glück Meine Blütenjahre sind ungenutzt dahingeflossen; denn das Glück hielt seine Pforten neidisch vor mir zugeschlossen. Lachend schaut es durch den Spalt, nun des Sommers Rosen starben – und von seinem Erntefelde beut es mir die reifen Garben.

Müller-Jahnke, Gedichte, Gesamtausgabe, hg. von Oskar Jahnke 1910

Der Moderne Nun hab' ich mein grämliches Winterweh Sechs Monde mystisch gehütet Und hab' auf manchem ästhetischen Tee Pessimistische Eier gebrütet. Mein Büchlein, das meinen Gram umschloß, Kam in die besten Familien; Mein Büchlein, das meinen Kummer ergoß Auf stilisierte Lilien. Die schlanken Mondänen durchforschten's mit Fleiß, Und heimlich lasen's die Zofen; Und alle tranken literweis Mein Herzblut aus meinen Strophen. Sie lobten an meiner Seele Not Die Feuer, die zuckend verflammten, Und sprachen von meinem nahen Tod Mit der Ruhe des Standesbeamten… Doch heut' ist draußen der Frühling erwacht, Schon duftet's nach hellen Syringen – Mein Herz spürt die Sonne und klopft und lacht Und hört die Knospen springen. Mein Herz zerreißt seinen Trauerflor, Meine Jugend wird wieder munter, Sie haut der Sorge eins hinter das Ohr Und schmeißt sie die Treppe hinunter. Vom junggrünen Teppich der Wiese her Klingen Schalmeien und Tänze… So werf' ich hinter der Fliehenden her Die raschelnden Lorbeerkränze. Und blinzelt zur Nacht mir ein lustiger Stern, Ich folg' ihm augenblicklich – O Gott, wie bin ich unmodern! O Gott, wie bin ich glücklich!

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Ein großes Glück ist eine Posaune der Ewigkeit, und sollte jeden Menschen aufmerksam machen.

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Wenn das Glück kommt, pack es mit fester Hand; von vorne aber, denn hinten ist es kahlköpfig.

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Auf der Jagd nach dem Glück ist die Hoffnung – Treiber.

Fliegende Blätter, humoristische deutsche Wochenschrift, 1845-1944

Es wandeln Glück und Gelegenheit Zuweilen den Traum in Wirklichkeit.

Wagner, Tage und Worte. Gesammelte Reisesprüche für die Wanderung durch das Leben, 1903

Der Weltenherr hat uns einen herrlichen Bissen in die Wolken gehängt. ›Das reine Glück‹. Wenn wir glauben, es erschnappt zu haben, zieht er es höher hinauf, immer höher, bis in die Sterne.

Ernst, Vom geruhigen Leben. Humoristische Plaudereien über große und kleine Kinder, 1903

Baut ihr Kirchen schön und viele, Schafft dem Volk auch heitre Spiele, Bauet ihm Euterpes Hallen, Wo der Freude Töne schallen. Lasst es turnen, ringen, schwimmen Und den steilen Berg erklimmen. Ein Spital für Alte, Schwache, Ist gar eine edle Sache, Für den Siechen auch ein Bette In dem Krankenlazarethe: Doch Gesundheit, Wohlbefinden In den Schulen zu begründen. Frohe Menschen! Volkesfreude! Gelten mir so hoch wie beide.

Hoddick (Hg.), Aphorismenschatz der Weltliteratur. Weltliche Texte für Rede und Schrift, 1898. Originaltext

Traum Bleib, o bleib in deiner Träume Welt, Such nicht des Lebens wirkliches Sein! Es hat nur dunkle oder grelle Farben, Der Traum nur hat der Morgensonne Schein; Stirbst du lebend, bist du tot noch des Lebens, Kehren wird dein Geist zu der Erde zurück; Stirbst du als Träumer, kannst du ruhig sterben, Mit dir verbleicht auch dein ewiges Glück.

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Alles Glück ist zweifelhaft, das weiter liegt, als wir mit dem Arme greifen können.

Mohr, Gedanken über Leben und Kunst, 2. vermehrte Auflage 1885 (EA: 1879)

Ich glaube, mein Glück besteht in der Hoffnung auf das Erfülltwerden meiner Wünsche.

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Ob Sommersonne – ob Winterbraus – Lenz sei es stets in diesem Haus!

Scherenberg, E., Gedichte. Haussprüche