Glück Sprüche – zukunft
150 Sprüche gefunden
Unser Glück [...] ist wie ein Zugnetz im Wasser: wenn man's schleppt, bauscht es sich auf, daß man sich Wunder was für Hoffnungen macht, und zieht man's dann heraus, so ist nichts drin.
Wenn sich ein Tor des Glückes schließt, öffnet sich ein anderes. Aber oft schauen wir so lange auf das verschlossene Tor, daß wir das andere, das sich für uns geöffnet hat, gar nicht sehen.
Wünsche dir entfloh'ne Stunden, Helle Freuden nicht zurück – Denn das Glück ist nie verschwunden, Was verschwindet ist kein Glück.
Bis die Menschen ebenso sehr wünschen werden, glücklich zumachen, als glücklich zusein: – darüber können nochMonatevergehen!
Genieße feierlich den Augenblick des Glücks, stark zu bleiben für die Zukunft.
Manchmal möchte ich bald toll werden über meinen unverdienten Ruhm, das Glück sucht mich und ich fürchte mich fast deswegen vor einem neuen Unglück.
Hast du dein Glück zu Grab getragen, Und naht dir noch in später'n Tagen Ein neues Glück – recht unverhofft – Dann halt' es fest – trotz allem Sträuben. – Daß Bäume zweimal Blüthen treiben In einem Lenz geschieht nicht oft.
Aus Ziegeln und aus Lehm erbaut Zerfällt des Glücks Palast, den Baustein schaff' zur Seligkeit, So lang' du Zeit noch hast.
Halte nur die Augen offen: einmal naht auch dir das Glück! Halt' es fest! Wenn es entflogen, kommt es nicht so leicht zurück. Mancher steht mit nassen Augen und mit leeren Händen da, der Phantomen nachgestürmet und sein goldnes Glück nicht sah.
Ewig! Aus tausend Knospen bricht die Kunde: Es ist nur Täuschung aller Tod! So klingt es schmetternd in der Runde, So spricht das gold'ne Morgenroth. Wir stehen unter Blütenbäumen – Mit Jubel denk' ich's, daß du mein, Und rufe laut in sel'gen Träumen: O dieses Glück muß ewig sein! Da fallen welke Blüten nieder, Es schauert leis der Lenz im Wind: Ja, ewig! sagst du lächelnd wieder Und blickst auf unser spielend Kind.
Fortuna lächelt so wenigen Menschenkindern; die meisten von ihnen lacht sie aus.
Bedenk, auf ungetreuen Wellen, Wie leicht kann sie der Sturm zerschellen, Schwimmt deiner Flotte zweifelnd Glück.
Ein Lämpchen aufgeglommen, Solch Lämpchen, Glück, bist du: Aus Nächten hergekommen, Den Nächten geht es zu. Es glüht vor deinen Schritten; Herzklopfend bleibst du steh'n. – Und ist vorbeigeglitten, Eh' du es recht geseh'n. –
Das fremde Glück Von diesen kleinen Dingen leben wir, Nicht von den großen, die so selten kommen: Oft war's nur irgendein Reflex, der dir Von einer Vase funkelnd aufgeglommen, Oft ferne ein Akkord auf dem Klavier, Vom Abend auf die Fittiche genommen. Und neulich trat in meinen stillen Raum Ein fremdes Glück und lächelte von Wangen Zwei junger Menschen, die im frühen Traum Der ersten Liebe hoffend noch befangen – Und grüßte mich wie einen, den man kaum Erkennt, weil schwere Zeit an ihm vergangen. Laß sein, mein Herz, das noch von Jugend wirr Und trunken ist, sich tätig aufzuschwingen –! Kommt einst der Tag, an dem du müd und irr Am eigenen Geschicke und Gelingen, Vielleicht, daß dann das fremde Glück zu dir Sich segnend neigt und lächelt deinem Ringen – Denn später, wenn wir müde, leben wir Nur mehr von solchen fremden lieben Dingen...
Einzeln nur, zerstreuet zeigen sich Des Glückes Fäden, die Gelegenheiten.
Wieder ein Glück erlebt. Die gefährliche Dürre geneset, Und die Schärfe des Lichts senget die Blüte nicht mehr.
ich habe die ganze brust voll glück und über jedes ende hinaus winkt mir mit goldnen flügeln unsterblichkeit.
Fortuna erbaut und reißt ein.
Fortuna Frau Fortuna, ganz umsunst Tust du spröde! deine Gunst Weiß ich mir, durch Kampf und Ringen, Zu erbeuten, zu erzwingen. Überwältigt wirst du doch, Und ich spanne dich ins Joch, Und du streckst am End' die Waffen – Aber meine Wunden klaffen. Es verströmt mein rotes Blut, Und der schöne Lebensmut Will erlöschen; ich erliege Und ich sterbe nach dem Siege.
Und vielleicht gewährt mir die Stunde, was sie dir verweigert hat.
Nach ihrem Belieben hat hier die räuberische Fortuna die Macht der Herrschaft mit lautem Ungestüm fortgerissen und dort einem anderen aufgesetzt.