Gott Sprüche

Sprüche über Gott

1609 Sprüche in dieser Kategorie

Brahma Der rote Schläger denkt, daß er schlüge, und der Erschlagene denkt, er sei erschlagen: Sie wissen nicht, wie heimlich ich es füge, daß alle Dinge mich im Innern tragen. Für mich ist nah, was ferne und versunken; Sonne und Schatten geben sich nichts nach; Götter erscheinen mir, die längst entschwunden; ein und dasselbe sind mir Ruhm und Schmach. Wer mich verleugnet, kennt nicht seine Lage: Wenn er mich flieht, bin ich, was ihn beschwingt; ich bin der Fragesteller und die Frage; ich bin das Lied, das der Brahmane singt. Die Götter sehnen sich nach meinen Gründen, den Heiligen Sieben laß' ich keine Ruh; du, Liebender des Guten, wirst mich finden und kehrst dem Himmel deinen Rücken zu.

Internet

Vor allem möchte ich euch ermahnen, euren Weg alleine zu gehen, die guten Vorbilder zu meiden, auch diejenigen, die der Vorstellung der Menschen heilig sind, und es zu wagen, Gott ohne Vermittler und ohne Schleier zu lieben.

Internet

Seitdem sich die Menschen herausgenommen haben, Gott eine Sprache zu verleihen, hat ihn jeder auf seine Weise sprechen und sich von ihm sagen lassen, was er gewollt hat.

Rousseau, Emil oder über die Erziehung (Émile ou de l'éducation), 1762. Viertes Buch. Glaubensbekenntnis des savoyischen Vikars

Wenn der liebe Gott will, schießt'n Besen.

Internet

Ein Jahrhundert leben und die höchste Wahrheit nimmer sehen: Besser ein Tag der Erkenntnis, und das höchste Ziel erspähen.

Buddha, Dhammapada. Anthologie von Aussprüchen des Buddha; enthält 423 Sprüche ethischen Inhalts, aufgenommen in den Palikanon unter den Kurzen Texten (Khuddaka-Nikaya) wohl auf dem 2. buddhistischen Konzil im Jahr 383 v. Chr. 115. Vers. Übersetzt von Hans Much, 1920

Ich trau auf deine Hand, daß sie mich wohl behüte, weil alle deine Güte und Liebe mir bekannt, und daß ein sich'rer Hort das Unheil von mir wende. O Herr, in deine Hände! Dies sei mein letztes Wort.

Internet

Von den Göttern weiß ich nichts, weder daß es solche gibt noch daß es keine gibt. Denn viele Hindernisse versperren uns diese Erkenntnis: die Unklarheit der Sache und die Kürze des menschlichen Lebens.

Nestle, Die Vorsokratiker in Auswahl, 2. Auflage 1922 (EA: 1908). 5.

Der Grund, weshalb wir Gott lieben, ist Gott selbst.

Internet

Gott ist tot! Gott bleibt tot! Und wir haben ihn getötet!

Nietzsche, Die fröhliche Wissenschaft (La gaya scienza), 1882 (ergänzt 1887). Drittes Buch, 125. Der tolle Mensch

Gott ist widerlegt, der Teufel nicht.

Nietzsche, F., Nachgelassene Fragmente. August-September 1885

Was du verlorst, hat er gefunden; Du triffst bei ihm, was du geliebt: Und ewig bleibt mit dir verbunden, Was seine Hand dir wiedergibt.

Novalis, Geistliche Lieder, 1802. Aus: III.

Wer Gott einmal suchen will, der findet ihn überall.

Novalis, Fragmente. Erste, vollständig geordnete Ausgabe hg. von Ernst Kamnitzer, Dresden 1929. Religiöse Fragmente

Wo keine Götter sind, walten Gespenster, und die eigentliche Entstehungszeit der europäischen Gespenster, die auch ihre Gestalt ziemlich vollständig erklärt, ist die Periode des Übergangs der griechischen Götterlehre in das Christentum.

Novalis, Fragmente. Erste, vollständig geordnete Ausgabe hg. von Ernst Kamnitzer, Dresden 1929. Die Christenheit oder Europa. Ein Fragment, 1799

Wenn Dreiecke einen Gott hätten, würden sie ihn mit drei Ecken ausstatten.

Internet

Man tut dem großen und allmächtigen Geber der Gaben unrecht, wenn man seine Gnaden ausschlägt, zunichte macht und herabsetzt. Er, der Allgute, hat alles gut gemacht.

Internet

Gott ist die Überwältigung unseres Innern durch die Unendlichkeit. Die Kapitulation des menschlichen Begriffsvermögens vor der Welt.

Morgenstern, Stufen. Eine Entwicklung in Aphorismen und Tagebuch-Notizen, 1918 (posthum). 1906

Gott wäre etwas gar Erbärmliches, wenn er sich in einem Menschenkopfe begreifen könnte.

Morgenstern, Stufen. Eine Entwicklung in Aphorismen und Tagebuch-Notizen, 1918 (posthum). 1907

Wer Gott aufgibt, der löscht die Sonne aus, um mit einer Laterne weiter zu wandeln.

Morgenstern, Stufen. Eine Entwicklung in Aphorismen und Tagebuch-Notizen, 1918 (posthum). 1891

Es ist eines der tiefsten Worte: Bei Gott ist kein Ding unmöglich. Gott ist die Möglichkeit aller Möglichkeiten.

Morgenstern, Stufen. Eine Entwicklung in Aphorismen und Tagebuch-Notizen, 1918 (posthum). 1908

Wenn es Gottes Wille gewesen ist, so ist es auch der meinige geworden.

Raabe, Altershausen (Fragment), entstanden 1899-1902, Erstdruck 1911 (posthum). XII.

Ein Gott, dessen der Mensch, den er geschaffen, noch bedürfte, müßte doch ein recht trauriger Gott sein.

Hebbel, Tagebücher. Nach der historisch-kritischen Ausgabe von R. M. Werner, 4 Bde., 1903-04. 1837