Gott Sprüche – gedanken

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Wie einer ist, so ist sein Gott, Darum ward Gott so oft zum Spott.

Goethe, J. W., Gedichte. Ausgabe letzter Hand. 1827, Zahme Xenien 4

Was der Mensch alsGottverehrt, Ist sein eigenstes Innere herausgekehrt.

Goethe, J. W., Gespräche. Mit Friedrich Wilhelm Riemer, zwischen 1804 und 1812

Das eigene Ideal Allen gehört, was du denkst, dein eigen ist nur, was du fühlest, Soll er dein Eigentum sein, fühle den Gott, den du denkst.

Schiller, F., Gedichte. Tabulae Votivae, in: Musenalmanach für das Jahr 1797

Das Herz ist Gottes Stimme, Menschenwerk Ist aller Klugheit künstliche Berechnung.

Schiller, Wallenstein (Trilogie), entstanden 1796-1799; Erstdruck 1800. Wallensteins Tod, 1799. 4. Akt, 8. Auftritt, Gordon

Gott ist das Unlogische.

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Gott denkt in den Genies, träumt in den Dichtern und schläft in den übrigen Menschen.

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Ich bin nicht außer Gott und Gott nicht außer mir: Ich bin sein Glanz und Licht und er ist meine Zier.

Silesius, Cherubinischer Wandersmann, 1675

Gott ist die Überwältigung unseres Innern durch die Unendlichkeit. Die Kapitulation des menschlichen Begriffsvermögens vor der Welt.

Morgenstern, Stufen. Eine Entwicklung in Aphorismen und Tagebuch-Notizen, 1918 (posthum). 1906

Gott wäre etwas gar Erbärmliches, wenn er sich in einem Menschenkopfe begreifen könnte.

Morgenstern, Stufen. Eine Entwicklung in Aphorismen und Tagebuch-Notizen, 1918 (posthum). 1907

Der Unmäßigen Gott ist der Bauch.

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Ich denke, ich werde gelenkt.

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Es ist aber das Herz, das Gott spürt, und nicht die Vernunft. Das aber ist der Glaube: Gott im Herzen spüren und nicht in der Vernunft.

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Der du erschufst die Welt, ohn' ihrer zu bedürfen, Erschaffen hast du sie nach deiner Lieb' Entwürfen. Nach deiner Weisheit Plan, dem Zwecke deiner Macht: Und kein Nachdenken denkt, was du hast vorgedacht.

Rückert, Gedichte. Die Weisheit des Brahmanen, 1836-1839

Wer Gott will finden dort, der muß ihn mit sich bringen; Nur wenn er ist in dir, siehst du ihn in den Dingen.

Rückert, Gedichte. Die Weisheit des Brahmanen, 1836-1839

Ein Derwisch betrachtet den Himmel mit den Sternen und sagt: "O Gott, wenn schon das Dach deines Gefängnisses so schön ist, wie muss erst das Dach deines Gartens (Paradieses) sein!"

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Ich sah meinen Herrn mit dem Auge des Herzens und sagte: "Wer bist du?" Er antwortete: "Du."

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Der Prophet besitzt eine besondere, das natürliche Maß übersteigende Eigentümlichkeit in seiner kombinierenden Phantasie. Wenn diese die Oberherrschaft gewinnt und erstarkt und von den Sinnen nicht in Anspruch genommen und abgelenkt wird, erschaut sie die wohlbewahrte Schicksalstafel und empfängt die Wesensformen der partikulären Dinge der Zukunft in sich eingeprägt. Den Propheten überkommt dieses Schauen im wachen Zustande, die übrigen Menschen im Schlafe.

al-Ghazâlî, Das Elixier der Glückseligkeit (Kīmiyāʾ as-saʿada)

Gott ist allezeit bereit – aber wir sind sehr unbereit. Gott ist uns nahe, aber wir sind ihm ferne. Gott ist drinnen, wir sind draußen. Gott ist in uns heimisch, wir sind Fremde.

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Gott richt', Wenn Niemand spricht.

Simrock (Hg.), Die deutschen Sprichwörter (= Die deutschen Volksbücher, Bd. 5), 1846

An Gott denken ist ein Handeln.

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In schwarzer Nacht auf schwarzem Stein eine schwarze Ameise. Gott sieht sie.

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