Gott Sprüche – klassisch

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Wer Gott einmal suchen will, der findet ihn überall.

Novalis, Fragmente. Erste, vollständig geordnete Ausgabe hg. von Ernst Kamnitzer, Dresden 1929. Religiöse Fragmente

Man tut dem großen und allmächtigen Geber der Gaben unrecht, wenn man seine Gnaden ausschlägt, zunichte macht und herabsetzt. Er, der Allgute, hat alles gut gemacht.

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Wenn es Gottes Wille gewesen ist, so ist es auch der meinige geworden.

Raabe, Altershausen (Fragment), entstanden 1899-1902, Erstdruck 1911 (posthum). XII.

Gelobt seist du, mein Herr, durch Bruder Wasser: wie nützlich es ist, einfach, wertvoll und rein.

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Der Unmäßigen Gott ist der Bauch.

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Niemand kommt gegen Gott auf, denn Gott allein.

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Antike Tempel konzentrieren den Gott im Menschen; des Mittelalters Kirchen streben nach dem Gott in der Höhe.

Goethe, Maximen und Reflexionen. Aphorismen und Aufzeichnungen. Nach den Handschriften des Goethe- und Schiller-Archivs hg. von Max Hecker, 1907. Aus dem Nachlass. Uber Kunst und Kunstgeschichte

Gäbe es Gott nicht, so müsste man ihn erfinden.

Voltaire, Brief an den Autor der 'Drei Betrüger' (Épître à l'Auteur du Livre des Trois Imposteurs), 1769

Man hat so viele Gegner, aber nur einen Gott.

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Wer in jeder Kreatur den Herrn sieht, der unsterblich unter den Sterblichen wohnt, der sieht die Wahrheit.

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Ich versuchte, ihn zu finden am Kreuz der Christen, aber er war nicht dort. Ich ging zu den Tempeln der Hindus und zu den alten Pagoden, aber ich konnte nirgendwo eine Spur von ihm finden. Ich suchte ihn in den Bergen und Tälern, aber weder in der Höhe noch in der Tiefe sah ich mich imstande, ihn zu finden. Ich ging zur Kaaba in Mekka, aber dort war er auch nicht. Ich befragte die Gelehrten und Philosophen, aber er war jenseits ihres Verstehens. Ich prüfte mein Herz, und dort verweilte er, als ich ihn sah. Er ist nirgends sonst zu finden.

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Gott erblicken wir nicht, aber überall erblicken wir Göttliches; zunächst und am eigentlichsten jedoch in der Mitte eines sinnvollen Menschen, in der Tiefe eines lebendigen Menschenwerks.

Schlegel, F., Fragmentensammlungen (Kritische Fragmente, Blüthenstaub, Athenäums-Fragmente, Ideen), 1797-98. Ideen [44]

Groß ist Gott im Kleinesten und Größten.

Herder, Zerstreute Blätter (6 Sammlungen), 1785-97. Sechste Sammlung. VII. Legenden. Aus: Die Cicada

Alle, welche dich suchen, versuchen dich. Und die, so dich finden, binden dich an Bild und Gebärde. Ich aber will dich begreifen wie dich die Erde begreift; mit meinem Reifen reift dein Reich. Ich will von dir keine Eitelkeit, die dich beweist. Ich weiß, daß die Zeit anders heißt als du. Tu mir kein Wunder zulieb. Gieb deinen Gesetzen recht, die von Geschlecht zu Geschlecht sichtbarer sind.

Rilke, Gedichte. Das Stundenbuch. Das Buch von der Pilgerschaft (1901)

Der du erschufst die Welt, ohn' ihrer zu bedürfen, Erschaffen hast du sie nach deiner Lieb' Entwürfen. Nach deiner Weisheit Plan, dem Zwecke deiner Macht: Und kein Nachdenken denkt, was du hast vorgedacht.

Rückert, Gedichte. Die Weisheit des Brahmanen, 1836-1839

Gott ist von keinem Raum, von keiner Zeit umzirkt, Denn Gott ist da und dann, wo er und wann er wirkt. Und Gott wirkt überall, und Gott wirkt immerfort; Immer ist seine Zeit, und Überall sein Ort.

Rückert, Gedichte. Die Weisheit des Brahmanen, 1836-1839

Abū 'Alī Tūsī fragt Mīr Kārēz, ob der Weg von Gott zum Menschen oder vom Menschen zu Gott führe. Er antwortet: "Beides ist falsch. Der Weg führt von Gott zu Gott."

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Die Seele fragte: "Sag, wo bist du Herr, daß ich dich aufsuchen kann?" Und Gott antwortete: "Wenn du anfängst, mich zu suchen, bist du schon zu mir hingelangt."

al-Ghazâlî, Islamische Mystiker

Ich möchte einen nüchternen, maßvollen, keuschen, rechtlich denkenden Menschen behaupten hören, es gebe keinen Gott: Ein solcher Mensch würde wenigstens ganz uneigennützig sprechen. Doch er ist nicht zu finden.

La Bruyère, Die Charaktere oder Die Sitten im Zeitalter Ludwigs XIV. (Les Caractères de Théophraste, traduits du grec, avec les caractères ou les mœurs de ce siècle), 1688

Was nah ist und was ferne, Von Gott kömmt alles her! Der Strohhalm und die Sterne, Der Sperling und das Meer. [...] Von Ihm sind Büsch und Blätter, Und Korn und Obst von Ihm, Von Ihm mild Frühlingswetter, Und Schnee und Ungestüm.

Claudius, Asmus omnia sua secum portans, oder Sämtliche Werke des Wandsbecker Bothen, 1774-1812. Aus: Das Bauernlied

Was Du sehen kannst, das siehe, und brauche Deine Augen, und über das Unsichtbare und Ewige halte Dich an Gottes Wort.

Claudius, Asmus omnia sua secum portans, oder Sämtliche Werke des Wandsbecker Bothen, 1774-1812. An meinen Sohn Johannes 1799