Gott Sprüche – romantisch

104 Sprüche gefunden

Aktive Filter: Gott romantisch

Ihr lieben Gottesfreunde alle, du ganzes himmlisches Heer, du liebe Jungfrau Agnes, helft mir ihn bitten! Wußte ich doch nie recht, was seine Liebe sei!

Internet

O teurer Herr, dürfte doch meine Seele deine Geliebte heißen!

Internet

Dein Bild ist in meinem Auge. Deine Anrufung ist auf meinen Lippen. Dein Aufenthalt ist in meinem Herzen. Wo könntest fern du mir sein?

Internet

Dein Bildnis mir im Auge, Dein Wohnort mir im Herzen, im Munde das Deingedenken - und wo verbirgst Du Dich?

Internet

Aus welchem Grund und mit welchem Maß soll man Gott lieben? Ich sage: Der Grund, weshalb wir Gott lieben sollen, ist ganz einfach Gott, und das Maß ist die Maßlosigkeit.

Internet

Die Liebe Gottes gebiert die Liebe der Seele. Gott richtet als erster seine Aufmerksamkeit auf die Seele, und dadurch wird sie auf ihn aufmerksam. Er sorgt sich um sie, und sie fängt dadurch an, sich um ihn zu sorgen.

Internet

Man sollte alle [...] aufhängen, die [...] die achtbarste und heiligste Sache der Schöpfung herabwürdigen, das göttliche Geheimnis, den Schöpfungsakt und zugleich die erhabenste Lebensäußerung im Universum. Der Magnet zieht Eisen an, die Tiere hängen aneinander, getrieben von der Verschiedenheit der Geschlechter. Die Pflanzen sind der Liebe gehorsam, und der Mensch, dem allein es auf dieser Erde von Gott verliehen wurde, mit Entzücken zu fühlen, was die Pflanzen und Metalle nur stofflich empfinden können, – der Mensch, bei dem sich die elektrisierende Anziehungskraft in eine Anziehung gefühlsmäßiger Art verwandelt, [...] der Mensch allein betrachtet dieses Wunder [...] wie eine armselige Notwendigkeit, und er spricht mit Verachtung, Ironie und Haß darüber. Das ist wirklich sonderbar.

Sand, G., Briefe. An Albert Grzymala, Ende Mai 1838

Kirschblüte bei der Nacht Ich sahe mit betrachtendem Gemüte jüngst einen Kirschbaum, welcher blühte, in kühler Nacht beim Mondenschein; ich glaubt, es könne nichts von größerer Weiße sein. Es schien, als wär ein Schnee gefallen; ein jeder, auch der kleinste Ast, trug gleichsam eine rechte Last von zierlich weißen runden Ballen. Es ist kein Schwan so weiß, da nämlich jedes Blatt, - indem daselbst des Mondes sanftes Licht selbst durch die zarten Blätter bricht - sogar den Schatten weiß und sonder Schwärze hat. Unmöglich, dacht ich, kann auf Erden was Weißres aufgefunden werden. Indem ich nun bald hin, bald her im Schatten dieses Baumes gehe, sah ich von ungefähr durch alle Blumen in die Höhe und ward noch einen weißern Schein, der tausendmal so weiß, der tausendmal so klar, fast halb darob erstaunt, gewahr. Der Blüte Schnee schien schwarz zu sein bei diesem weißen Glanz. Es fiel mir ins Gesicht von einem hellen Stern ein weißes Licht, das mir recht in die Seele strahlte. Wie sehr ich mich an Gott im Irdischen ergötze, dacht ich, hat er dennoch weit größre Schätze. Die größte Schönheit dieser Erden kann mit der himmlischen doch nicht verglichen werden.

Internet

Gott wird so viel verstanden, wie er geliebt wird.

Internet

Gott will eher geliebt denn bedacht, eher geschmeckt als verstanden werden.

Internet

Das innerste Wesen der Liebe ist Hingabe. Gott, der Liebe ist, verschenkt sich an die Geschöpfe, die Er zur Liebe erschaffen hat.

Internet

Der Traum vom Lieben Gott Mir träumt, ich schlummert unterm Weidenbusch Am Bachesufer, auf der Himmelswiese, Und mit dem Wasser käm ein schöner Mann Im Boot dahergefahren. Längs der Fahrt Bog er die Büsche auseinander, spähte In das Versteck und reichte links und rechts Geschenke, welche er dem Boot enthob. Wo er vorbeizog, scholl ein Dankesschluchzen. Und aus den Wellen sang's wie Orgelstimme: "Kleingläubige Zweifler, habt ihr's nicht gespürt? Ihr mußtet leiden, daß ihr lernet wünschen. Ihr mußtet wünschen, daß ich euch's gewähre. Was jeder ihm verschwiegnen Seelengrund Ersehnt, die Träume, die dem eignen Herzen Er nicht verriet, ich habe sie gebucht. Nehmt hin, ich kenne jedes Menschenherz! Nehmt hin, ich kenne jeder Seele Sehnsucht!" Allmählich kam er auch zu mir. Neugierig Schärft ich den Blick, denn keines Wunsches war Ich mir geständig. Da entstieg dem Nachen Ein strahlend Frauenbild, vertraulich winkend, Eilt auf mich zu und lachte mir ins Auge: "Kleingläubiger Zweifler, hast du's nicht gespürt?" Dann nahm sie meine Hand und führte mich Durch blumige Triften nach den blauen Bergen. Viel Fenster lugten auf den Weg, dahinter Gesichter, deren Grüße uns vermählten. Wir aber zogen miteinander weiter Und immer weiter über Berg und Tal, Ohne Verdruß und ohne Müdigkeit, Bis wir verschwanden in gottinniger Ferne.

Internet

Gott erschuf dich, damit du ihn liebst, nicht damit du ihn verstehst.

Voltaire, Die Liga oder Heinrich der Große (La Ligue ou Henri le Grand), 1723

Und seh' ich die Morgensonne erwachen, Wenn der Frühling kommt, die Gärten lachen, Die Herde weidet, die Schwalben bauen, Und ich wandle dahin auf den bunten Auen, [...] Da zeigt mir der Teppich des reichen Gefildes Den Abdruck jenes unendlichen Bildes. Und ist das Abendrot spät verschwunden, Und nahen die stillen, die traulichen Stunden, Und ich schaue hinaus, wie der Himmel glüht, Wenn die Saat der Welten dem Auge blüht, [...] Da fühl' ich noch mächtigerdeineSpur, Erhabene Seele der schönen Natur!

Platen, Der Sieg der Gläubigen, vollendet 1817, Erstdruck 1857 (posthum). Der Ketzer

Die Seele, die Gott liebt, verlangt und erwartet nichts von ihm als die Vervollkommnung der Liebe.

Internet

Was sind die Millionen Sterne des Himmels? Brandopfer auf dem großen Altar des Universums. Ja, die Morgensterne loben ihn und du, mein armes Herz, bist oft so stumm?

Eyth, Bilder ohne Rahmen. Aus den Papieren einer Unbekannten mitgetheilt – nicht von ihr selbst, 8. Auflage 1894 (EA: 1852) (anonym)

Sobald Gott dich bereit findet, muß er in dein Wesen einströmen, geradeso wie der Sonnenschein sich auf die Erde ergießen muß, wenn die Luft klar und rein ist. Sehnendes Verlangen schafft Liebe, und Liebe überwindet alle Hindernisse. Sie ist die größte Kraft, der selbst Gott nicht widerstehen kann.

Internet

Gott ist, was er ist, und was er ist, das ist mein, und was mein ist, das liebe ich, und was ich liebe, das liebt mich und zieht mich in sich hinein, und was mich in sich gezogen hat, das bin ich mehr als ich ich selber bin.

Internet

Gott sagt nicht: Gib mir ein Herz wie das der Engel, sondern: Schenk mir dein Herz. Es ist dein eigenes Herz, das er verlangt; schenk es ihm, so wie es ist. Er will nichts, als was wir sind und was wir haben.

Internet

Auch Gott hat seine Hölle: das ist seine Liebe zu den Menschen.

Nietzsche, Also sprach Zarathustra. Ein Buch für Alle und Keinen, 1883-1885 (1. vollständige Ausgabe aller Teile 1892). Zweiter Teil, 1883. Von den Mitleidigen

Die rechte Weise, Gott zu lieben, ist: ohne alles Maß ihn lieben.

Internet