Hoffnung Sprüche – zukunft

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Durch ein unerklärliches Phänomen haben viele Leute Hoffnungen, ohne Glauben zu besitzen. Die Hoffnung stellt die Blüte des Wunsches dar, der Glaube ist die Frucht der Gewißheit.

Balzac, Die Suche nach dem Absoluten (La recherche de l’absolu), 1834 (dt. 1841-46)

Hoffnung ist die Verwechselung des Wunsches einer Begebenheit mit ihrer Wahrscheinlichkeit.

Schopenhauer, Parerga und Paralipomena, 2 Bde., zweite vermehrte Auflage 1862 (EA: 1851). Zweiter Band. Kapitel 26. Psychologische Bemerkungen

Die Hoffnung ist der Regenbogen über den herabstürzenden jähen Bach des Lebens, hundertmal vom Gischt verschlungen und sich immer von neuem zusammensetzend, und mit zarter schöner Kühnheit ihn überspringend, dort wo er am wildesten und gefährlichsten braust.

Nietzsche, F., Nachgelassene Fragmente. Ende 1876 – Sommer 1877

Wer sein Leben von der Hoffnung abhängig macht, dem entschlüpft immer die ihm zunächst liegende Zeit, und es tritt eine Art Heißhunger ein und die unseligste Furcht, die alles zur Hölle macht, die Todesfurcht.

Seneca, Briefe an Lucilius (Epistulae morales ad Lucilium), 62 n. Chr. 101. Brief. Übersetzt von Otto Apelt (1924) Originaltext: In spem viventibus proximum quodque tempus elabitur, subitque aviditas et miserrimus ac miserrima omnia efficiens metus mortis

Die starke Hoffnung ist ein viel größeres Stimulans des Lebens, als irgendein einzelnes wirklich eintretendes Glück.

Nietzsche, Der Antichrist, 1888 (Erstdruck 1894)

Zeus wollte nämlich, daß der Mensch, auch noch so sehr durch die anderen Übel gequält, doch das Leben nicht wegwerfe, sondern fortfahre, sich immer von Neuem quälen zu lassen. Dazu gibt er dem Menschen die Hoffnung: sie ist in Wahrheit das übelste der Übel, weil sie die Qual der Menschen verlängert.

Nietzsche, Menschliches, Allzumenschliches. Ein Buch für freie Geister, 2. erweiterte Auflage 1886 (EA: 1878). Erster Band. Zweites Hauptstück: Zur Geschichte der moralischen Empfindungen

Glaube, Liebe, Hoffnung: glaube, liebe Hoffnung!

Hebbel, Tagebücher. Nach der historisch-kritischen Ausgabe von R. M. Werner, 4 Bde., 1903-04. 1843

Eine frohe Hoffnung ist mehr wert als zehn trockene Wirklichkeiten.

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Der Mensch verzweifelt leicht, aber im Hoffen ist er doch noch größer.

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Bau Hoffnung an mit Gebet und Fleiß, säst drein Geduld, bringt's Ehrenpreis.

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Die Hoffnung ist das Seil, daran wir uns alle zu Tode ziehen.

Simrock (Hg.), Die deutschen Sprichwörter (= Die deutschen Volksbücher, Bd. 5), 1846

Die Hoffnung ist ein süßes Leiden.

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Erhoffe das Beste und sei gefaßt auf das Schlimmste.

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Hoffnung ist die beste Arznei.

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Mit Harren und Hoffen Hat's mancher getroffen.

Simrock (Hg.), Die deutschen Sprichwörter (= Die deutschen Volksbücher, Bd. 5), 1846

Verbannte leben von Hoffnung.

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Wer mit der Hoffnung fährt, hat die Armut zum Kutscher.

Simrock (Hg.), Die deutschen Sprichwörter (= Die deutschen Volksbücher, Bd. 5), 1846

Wer nichts hat, dem ist nicht Rat, Wenn er nur noch Hoffnung hat.

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Wer von der Hoffnung lebt, der stirbt zuletzt am Fasten.

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Wer von der Hoffnung lebt, tanzt ohne Musik.

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Wenn du glaubst es geht nicht mehr kommt von irgendwo ein Lichtlein her.

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