Krieg Sprüche

Sprüche über Krieg

521 Sprüche in dieser Kategorie

Der Angriffskrieg ohne tatsächliche Gründe ist ein Attentat gegen die Menschheit.

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Eine solche Schlacht Ist fürchterlich, wenn man sich sagen muß: Sie wird für dich geschlagen! Jeder Schuß Trifft dich ins Herz, du fällst mit jedem Toten, Und windest dich mit jedem Sterbenden!

Hebbel, Demetrius (Fragment), entstanden 1858/59 und 1863, Erstdruck 1864 (posthum), uraufgeführt 1869. 2. Akt, 4. Szene, Demetrius

Krieg ist Unheil im größten Maßstabe.

Bentham, Grundlagen des internationalen Rechts (Principles of International Law), 1786-89

Die blut'ge Saat gedieh zu blut'ger Ernte.

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Der Krieg ist in Wahrheit eine Krankheit, wo die Säfte, die zur Gesundheit und Erhaltung dienen, nur verwendet werden, um ein Fremdes, der Natur Ungemäßes, zu nähren.

Goethe, J. W., Gespräche. Mit Friedrich Wilhelm Riemer, 13. Dezember 1806

Einen europäischen Krieg würde ich für ein Unglück halten, diesmal würde er furchtbar ernst werden, überall den Chauvinismus entflammen auf Jahre hinaus.

Bebel, Aus meinem Leben, 3 Bde., 1910-14. Dritter Teil. Ruhetage

Tod in Ähren Im Weizenfeld, in Korn und Mohn, liegt ein Soldat, unaufgefunden, zwei Tage schon, zwei Nächte schon, mit schweren Wunden, unverbunden, durstüberquält und fieberwild, im Todeskampf den Kopf erhoben. Ein letzter Traum, ein letztes Bild, sein brechend Auge schlägt nach oben. Die Sense rauscht im Ährenfeld, er sieht sein Dorf im Arbeitsfrieden. Ade, ade du Heimatwelt - und beugt das Haupt und ist verschieden.

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Wir sprechen von den Gesetzen des Krieges, als ob der Krieg nicht die Zerstörung aller Gesetze wäre.

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Die Siege im Krieg werden gewöhnlich sittlicher erfochten als die diplomatischen und ministeriellen im Frieden.

Jean Paul, Politische Fastenpredigten während Deutschlands Marterwoche, 1817. V. Nachsommervögel gegen das Ende des Jahres 1816. 5. Gesetze des Friedens

Im Kriege selber ist das Letzte nicht der Krieg.

Schiller, Wallenstein (Trilogie), entstanden 1796-1799; Erstdruck 1800. Die Piccolomini, 1799. 1. Akt, 4. Auftritt, Octavio

Es ist nicht schimpflich, bisweilen, wie Achill, unter Weibern zu sitzen und sich des Lebens zu freuen. Aber sich auch dann noch unter ihnen zu verbergen, wenn die Tuba zu Taten ruft, das ist schimpflich.

Jacobs (Hg.), Aehrenlese aus dem Tagebuche des Pfarrers von Mainau, 2 Bde., 1823-25

Bedenkt auch, wie unberechenbar der Verlauf eines Krieges ist, bevor ihr euch noch in denselben einlasset.

Thukydides, Geschichte des Peloponnesischen Krieges. I, 78. Übersetzt von Adolf Wahrmund (1859). Athener

Krieg ist, wenn ihn das Recht nicht heilig macht, bloß Hirnzerschmettern und Luftröhrenschneiden.

Byron, Don Juan, 1819-24

Wer Krieg predigt, ist des Teufels Feldprediger.

Simrock (Hg.), Die deutschen Sprichwörter (= Die deutschen Volksbücher, Bd. 5), 1846

Wer weiß wo. Auf Blut und Leichen, Schutt und Qualm, auf roßzerstampften Sommerhalm die Sonne schien. Es sank die Nacht. Die Schlacht ist aus, und mancher kehrte nicht nach Haus einst von Kolin. Ein Junker auch, ein Knabe noch, der heut das erste Pulver roch, er mußte dahin. Wie hoch er auch die Fahne schwang, der Tod in seinen Arm ihn zwang, er mußte dahin. Ihm nahe lag ein frommes Buch, das stets der Junker mit sich trug am Degenknauf. Ein Grenadier von Bevern fand den kleinen erdbeschmutzten Band und hob ihn auf. Und brachte heim mit schnellem Fuß dem Vater diesen letzten Gruß, der klang nicht froh. Dann schrieb hinein die Zitterhand: »Kolin. Mein Sohn verscharrt im Sand, wer weiß wo.« Und der gesungen dieses Lied, und der es liest, im Leben zieht noch frisch und froh. Doch einst bin ich und bist auch du verscharrt im Sand, zur ewigen Ruh, wer weiß wo.

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Entdeckte man das Geheimnis, den Krieg für immer abzuschaffen, das menschliche Geschlecht zu vermehren und die Existenz aller Menschen zu sichern – wie töricht und barbarisch erschienen unsere besten Gesetze.

Vauvenargues, Nachgelassene Maximen, übersetzt von Fritz Schalk, in: Die französischen Moralisten, 1938

Wenn die Fahnen wehen, steckt der Verstand in der Trompete.

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Selten ist in Europa überall Frieden, und nie geht der Krieg in den anderen Weltteilen aus.

Clausewitz, Vom Kriege. Hinterlassenes Werk des Generals Carl von Clausewitz, hg. von Marie von Clausewitz, 1832-34. 1. Buch, 8. Kapitel

Mein ist alles! sprach das Gold; Mein ist alles! sprach der Stahl. Alles kauf' ich! sprach das Gold; Alles nehm' ich! sprach der Stahl.

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Auf einem Fest in Los Angeles fragte ich einen ordengeschmückten jungen Marineinfanteristen, wo er herstamme. "Geboren bin ich in Brooklyn", erwiderte er, "und aufgewachsen in Vietnam."

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Cränz einen Welterobrer nicht, Schlepp lieber ihn zum Hochgericht.

Claudius, Asmus omnia sua secum portans, oder Sämtliche Werke des Wandsbecker Bothen, 1774-1812. Ein silbern dito [ABC]. Originaltext